Rekrutierung: Social Media fehlt der persönliche Handschlag
Knapp jedes zweite Schweizer Unternehmen hat noch kein Personal über LinkedIn, Facebook, Twitter & Co. rekrutiert

Social Media Portale wie LinkedIn, Facebook und Xing sind auch bei der Personalsuche auf dem Vormarsch. Dennoch hat knapp die Hälfte (48 %) der Unternehmen in der Schweiz noch nicht erfolgreich über diese Kanäle rekrutiert. Das ergibt die aktuelle Arbeitsmarktstudie von Robert Half vom Juni 2014.

Von 100 befragten HR-Managern konnten nur 25 % einen neuen Mitarbeiter über LinkedIn gewinnen. Bei Facebook (20 %) und Xing (15 %) fällt die Erfolgsquote noch geringer aus. Auch wenn Social Media das Recruiting stark verändert hat, lassen die Studienergebnisse darauf schliessen, dass es kein Ersatz für traditionelle Personalgewinnungsmethoden ist.

Wenn bei der Mitarbeitersuche Social Media zum Einsatz kommt, nutzen Schweizer Personalmanager vor allem LinkedIn – während die Kollegen in Deutschland (44 %) und Österreich (30 %) bisher vor allem mit Xing erfolgreich rekrutieren konnten. Die Erklärung für diesen Unterschied liefern die vielen US-Unternehmen, die in der Schweiz ihr europäisches Headquarter haben. Sie greifen eher auf internationale Online-Netzwerke wie LinkedIn zurück.

Hauptvorteil von Social Media Recruiting: Bewerbung von Stellenangeboten

Die meisten Unternehmen nutzen Social Media Portale vor allem, um Stellenangebote zu bewerben und eine grössere Anzahl an potenziellen Bewerbern zu erreichen: Für 34 % der Befragten ist das der Hauptvorteil. Die aktive Identifizierung von geeigneten Kandidaten sehen 28 % als grössten Pluspunkt. Und immerhin mehr als jedes zehnte Unternehmen in der Schweiz schätzt es, die Social Media Profile potenzieller Kontakte (13 %) und Referenzen (13 %) überprüfen zu können.

In Deutschland und Österreich messen HR-Manager der Referenzprüfung deutlich weniger Gewicht bei: während noch 8 % der Befragten in Deutschland einen Vorteil in der Prüfung von Referenzen sehen, sind es bei den Befragten in Österreich nur 5 %.
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Stress im Job vermeiden –
in der Vorweihnachtszeit besonders wichtig!

Gerade zum Jahresende gehören in vielen Unternehmen Projektabschlüsse zum Alltag. Die Arbeitsbelastung wächst und damit der Stress bei den Mitarbeitenden. Laut einer von OfficeTeam, einem Geschäftsbereich von Robert Half, in Auftrag gegebenen Studie sehen fast zwei Drittel der Personalmanager in der Schweiz (63 %) die personelle Unterbesetzung vieler Abteilungen als Hauptgrund für gestresste Mitarbeitende. Für die Arbeitsmarktstudie hat der spezialisierte Personaldienstleister für Fachkräfte im Büro- und Assistenzmanagement 100 HR-Manager in der Schweiz befragt. [Medieninfo]

Personalmangel ist der Hauptgrund für Stress im Büro. Auf Platz zwei der grössten Stressauslöser steht eine erhöhte Arbeitsbelastung: Über die Hälfte der Befragten (55 %) betrachtet demnach Überstunden und Mehrarbeit als Ursache. Doch auch zwischenmenschliche Aspekte spielen in diesem Zusammenhang eine grosse Rolle: Für 47 % der HR-Manager ist der unangemessene Druck vom Management einer der Hauptgründe für Stress. Außerdem zählt fast ein Drittel (31 %) unangenehme Kollegen und Büroklatsch zu den wichtigsten Stressfaktoren.

Viele Angestellte tun sich darüber hinaus schwer, ausserhalb der Arbeitszeiten abzuschalten: Rund ein Viertel (24 %) der Schweizer HR-Manager beobachtet, dass dies ein Grund für Stress bei ihren Mitarbeitern ist.
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Mangel an Privatsphäre am Arbeitsplatz: Mehr „ich“-Zeit nötig

Unternehmen weltweit schlagen Alarm: Das Engagement der Mitarbeiter hätten ein niedriges Niveau erreicht. Einer der Gründe dafür sei die mangelnde Privatsphäre am Arbeitsplatz – das zeigt die die neueste Studie von Steelcase. [Medieninfo]

Mitarbeiter können sich immer schlechter konzentrieren, nachdenken und regenerieren. Das wirkt sich negativ auf ihre Arbeitszufriedenheit, ihre Motivation und damit auf ihre Leistungsbereitschaft aus. Innovative Ideen bleiben auf der Strecke; das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter leidet. Die breitangelegte internationale Studie „Wohlbefinden am Arbeitsplatz“, die Steelcase in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS in vierzehn Ländern durchgeführt hat, sowie zahlreiche Feldforschungen und Befragungen des Steelcase Think Tanks „WorkSpace Futures“ liefern umfangreiche Erkenntnisse zum Thema Privatsphäre im Büro.

Ich-Zeit

Die aktuelle IPSOS-Studie macht unter anderem deutlich, dass vielen Mitarbeitern ruhige Arbeitsumgebungen fehlen, die ungestörtes Arbeiten zulassen. 67% der deutschen Angestellten sind dem Bürotrubel jeden Tag ausgesetzt und haben nicht die Möglichkeit alternative Umgebungen, wie das Home Office, zu nutzen, um ihren Aufgaben ungestört nachzugehen. Gut jeder zweite Angestellte fühlt sich regelmässig unterbrochen und aus seiner Arbeit rausgerissen. Über ein Drittel der Befragten aus Deutschland gab zudem an, sich am Arbeitsplatz nicht konzentrieren zu können. Das kann sowohl auf die Motivation als auch auf das Engagement negative Auswirkungen haben. Weiterlesen →

Post-it Plus – Was die neue App (schon) kann

Wenn’s um das Sammeln, Ordnen und Struktieren von Daten geht, arbeite ich gerne analog. Am Flip-Chart, mit Pinwandkarten oder mit Haftnotizen wie Post-it. Das ging bisher auch ohne App ganz gut. Der einzige Nachteil war, dass – wenn die Zettel fotografiert und weggeräumt waren – nicht mehr weitere daran gearbeitet werden konnte. Das soll mit der brandneuen App «Post-it Plus» von 3M möglich sein. Ein Praxistest soll’s zeigen.

Post-it-App_unsortiert_Pult

Beim Sammeln von Ideen, Gedanken oder Themen sind Haftnotizen nach wie vor etwas vom Besten: Sei es in einem Coaching, wo ich mit dem Kunden an seinem Kompetenzprofil arbeite, sei es der Entwurf eines längeren Blogposts oder sei es bei der Erarbeitung eines Grobkonzepts für einen Impuls-Workshop. In allen Fällen ist es hilftreich, dass Sammeln und Strukturieren zu trennen: zuerst die Dinge «aus dem Kopf schreiben» und sie dann ordnen und strukturieren. Kein elektronisches Tool ist hier schneller, schon gar nicht, wenn mehrere Personen beteiligt sind.

Das Vorgehen bzw. die Tauglichkeit der App teste ich an einem praxisnahen Beispiel: Ein Coaching-Kunde möchte eine Übersicht seiner Kompentenzen erarbeiten. (Um die Vertraulichkeit zu gewährleisten, habe ich meine eigenen Kompetenzen aus ein paar Feldern herangezogen.)
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Swiss Arbeitgeber Award 2014 – Die Gewinner stehen fest.

Am 17. September wurde in Bern der 14. Swiss Arbeitgeber Award feierlich verliehen. Die SV Group, die Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe (LAK), das Hotel Hof Weissbad und die ipt Innovation Process Technology AG wurden von ihren Mitarbeitenden zu den besten Arbeitgebern der Schweiz und Liechtensteins gekürt.

Die feierliche Verleihung des 14. Swiss Arbeitgeber Awards fand im Rahmen des HR Swiss Congress im Bern statt. Dabei wurden zusammenfassend auch die wichtigsten Erkenntnisse aus den Mitarbeiterbefragungen präsentiert. Vor rund 250 Gästen wurden die Trophäen übergeben und die Gewinner in kurzen Filmporträts vorgestellt.

SwissArbeitgeberAward2014

Der Award wurde dieses Jahr zum ersten Mal in vier Grössenkategorien verliehen, abhängig von der Anzahl Mitarbeitenden. Das sind die Gewinner:

Im Rahmen des Awards erhalten alle teilnehmenden Unternehmen auch eine fundierte Auswertung ihrer Mitarbeiterbefragung (in der Regel aufgeschlüsselt bis auf Abteilungs- oder Teamebene). Vergleiche zu früheren Befragungen sowie zu externen Benchmarks verdeutlichen Entwicklungspotenziale und zeigen die Stärken des Unternehmens als Arbeitgeber auf. Dies macht die Teilnahme am Award zu einem wertvollen Instrument für die Organisationsentwicklung.

(Bild/Quelle: Swiss Arbeitgeber Award)

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