100 Fragen im Vorstellungsgespräch

Jochen Mai (Jo’s Jobwelt) hat sich die Mühe gemacht und die hundert häufigsten Fragen in Jobinterviews zusammengestellt:

  1. Erzählen Sie mir was über sich.
  2. Was sind Ihre Stärken?
  3. Was sind Ihre Schwächen?
  4. Welcher Manager ist für Sie ein Vorbild und warum?
  5. Mit welchen Persönlichkeiten kommen Sie am besten zurecht und warum?
  6. Warum möchten Sie diesen Job?
  7. Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen?
  8. Erzählen Sie mir etwas über ihre größte Herausforderung.
  9. Businesslunch: Sie ordern ein Steak, englisch. Der Kellner bringt es durchgebraten. Was tun Sie?
  10. Wenn ich Ihnen Ihr Gehalt zahle, dass Sie fordern, dafür aber von Ihnen verlange, Ihre Stellenbeschreibung für das kommende Jahr zu schreiben – was stünde darin?
  11. Wozu ist der Filz auf einem Tennisball?
  12. Wie stellen Sie möglichst schnell Ihre Vertrauenswürdigkeit in Ihrem neuen Team unter Beweis?
  13. Wenn Sie wählen können, jetzt an irgendeinem Ort dieser Erde zu sein, wo wären Sie?
  14. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie für jemanden arbeiten müssten, der weniger weiß als Sie selbst?
  15. Gab es einen Menschen in Ihrer Laufbahn, der Sie verändert hat?
  16. Wie sieht das ideale Unternehmen für Sie aus?
  17. Was hat Sie an diesem Unternehmen interessiert?
  18. Worauf sind Sie besonders stolz?
  19. Wohin möchten Sie sich in Ihrer Karriere entwickeln?
  20. Welche Kultur reizt Sie mehr – stukturiert oder unternehmerisch?
  21. Was möchten Sie später machen?
  22. Geben Sie mir ein paar Beispiele von Ideen, die Sie umgesetzt haben.
  23. Was sind Ihre großen Lebensträume?
  24. Was möchten Sie unbedingt mal werden?
  25. Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil bewerten?
  26. Was für ein Auto fahren Sie?
  27. Erzählen Sie mir was über Konflikte, die Sie in Ihrem Job schon erlebt haben.
  28. Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
  29. Welche Zeitungen/Zeitschriften haben Sie abonniert?
  30. Was wäre für Sie eine ideale Arbeitssituation?
  31. Warum sollten wir Sie einstellen?
  32. Was haben Sie an Ihrem vergangenen Job überhaupt nicht gemocht?
  33. Was denken Sie über Ihren letzten Chef?
  34. Was ist Ihr größter Fehler – und was haben Sie daraus gelernt?
  35. Was irritiert Sie am meisten an anderen Menschen und wie gehen Sie damit um?
  36. Wovor haben Sie am meisten Angst?
  37. Wer hat Sie in Ihrem Leben entscheidend geprägt? Wie?
  38. Was werden Sie in den ersten 30 Tagen dieses Jobs unternehmen?
  39. Was war die wichtigste Lektion, die Sie in der Schule gelernt haben?
  40. Was war die wichtigste Lektion Ihres Studiums?
  41. Welche drei Charaktereigenschaften würden Ihre Freunde Ihnen nachsagen, um Sie zu beschreiben?
  42. Was werden Sie an Ihrem jetzigen/letzten Job am meisten vermissen?
  43. Wenn Sie jemanden für diese Stelle interviewen müssten, auf was würden Sie achten?
  44. Nennen Sie fünf Begriffe, die Ihren Charakter beschreiben.
  45. Was ist Ihr größter Erfolg, den Sie außerhalb Ihres Berufs erreicht haben?
  46. Verkaufen Sie mir diesen Bleistift!
  47. Wenn ich Ihr Chef wäre und würde etwas von Ihnen verlangen, von dem Sie nicht überzeugt sind – was würden Sie tun?
  48. Was ist besser: Sollte ein Chef geliebt oder gefürchtet werden?
  49. Wie mache ich mich in Ihren Augen als Interviewer?
  50. Erklären Sie mir mit verschlossen Augen Schritt für Schritt wie ich meine Schuhe zubinden soll.
  51. Was trifft mehr auf Sie zu: Sie sind Detail orientiert – Sie sind visionär?
  52. Wenn Sie diesen Job bekommen, wie sieht Ihre Strategie für die nächsten 100 Tage aus?
  53. Wer sind Ihre Vorbilder?
  54. Nennen Sie mir 10 Dinge, wozu man einen Stift noch benutzen kann!
  55. Haben Sie auch Fragen an mich?
  56. Wann waren Sie in Ihrem Job am meisten zufrieden?
  57. Was war die schwerste Entscheidung, die Sie in den vergangenen zwei Jahren treffen mussten?
  58. Was machen Sie, wenn Sie Spass haben wollen?
  59. Warum verlassen Sie Ihren aktuellen Job?
  60. Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
  61. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein “Nein” als Antwort erhalten?
  62. Was war die schwerste Zeit in Ihrem Leben? Wie sind Sie damit umgegangen?
  63. Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?
  64. Wann haben Sie etwas falsch gemacht. Wie sind Sie damit zurecht gekommen?
  65. Sagen Sie mir etwas über Sie, das ich Ihrer Meinung nach unbedingt wissen sollte.
  66. Was ist der Unterschied zwischen gut und außergewöhnlich?
  67. Was sind die zentralen Eigenschaften einer guten Führungskraft?
  68. Und einer schlechten?
  69. Was bedauern Sie am meisten? Warum?
  70. Welche drei positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?
  71. Wenn Sie herausfinden würden, dass Ihr Unternehmen etwas verbotenes tut – wie gehen Sie damit um?
  72. Wie oft am Tag überlappen sich die Zeiger einer Uhr?
  73. Wie würden Sie ein Flugzeug vermessen – ohne Maßstab?
  74. Welche Aufgabe war für Sie zu schwer und wie haben Sie das Problem gelöst?
  75. Wenn ich Ihren ehemaligen Vorgesetzten fragen würde, welche Weiterbildung für Sie noch wichtig wäre – was würde er antworten?
  76. Wenn Sie ein Superheld sein könnten, welche Superkraft würden Sie wählen?
  77. Was war der beste Film, den Sie in der Vergangenheit gesehen haben?
  78. Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie die diversen Tagesaufgaben unmöglich alle an diesem Tag schaffen können?
  79. Welche Techniken oder Werkzeuge nutzen Sie, um sich selbst zu organisieren?
  80. Was können Sie für uns tun, was andere nicht können?
  81. Nennen Sie bitte drei positive Dinge, die Ihr ehemaliger Chef über Sie sagen würde.
  82. Und was würde er negatives über Sie sagen?
  83. Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?
  84. Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
  85. Welches Gehalt stellen Sie sich vor?
  86. Was haben Sie vorher verdient?
  87. Haben Sie Kinder oder möchten Sie welche in absehbarer Zeit haben?
  88. Für was waren Sie in Ihrem alten Job verantwortlich?
  89. Was wissen Sie über unsere Branche?
  90. Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  91. Wie lange würde es dauern, bis Sie bei uns einen signifikanten Beitrag leisten?
  92. Wären Sie bereit, umzuziehen?
  93. Was war das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben und was war das Ergebnis?
  94. Welche Ziel verfolgen Sie mit diesem neuen Job?
  95. Nennen Sie mir jeweils ein Beispiel, wann Sie überdurchschnittliches und unterdurchschnittliches geleistet haben.
  96. Können Sie beschreiben, wie das war, als Sie für Ihre Arbeit kritisiert wurden?
  97. Haben Sie jemals in einem Team gearbeitet, in dem einer oder mehrere sich auf der Arbeit anderer ausgeruht haben. Wie sind Sie damit umgegangen?
  98. Was ist Ihr persönlicher Leitsatz?
  99. Erzählen Sie mir davon, wie Sie einen Kollegen kritisieren mussten. Wie haben Sie das gemacht?
  100. Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto gewinnen?

Ob es sinnvoll ist, sich anhand dieser 100 Fragen akribisch auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten? Ganz sicher nicht! Aber es gibt Ihnen hervorragende Denkanstösse, um sich gedanklich auf das Interview einzustimmen.

182 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Frage 85 (modifiziert: Was wollen Sie verdienen?) ist eigentlich immer meine erste Frage. Ich habe noch nie eine direkte und klare Antwort erhalten.
    Und dabei wünscht man sich doch Mitarbeiter die wissen was sie wollen und Entscheidungen treffen können.

  2. Der Filz auf einem Tennisball …
    dämpft das „plopp“ und lässt das ballsche Hüpfen kontrollierter zu –

    oder nicht?

  3. @ marketing-blog.biz
    Die Frage in dieser Form ist aber auch ganz schön happig! Ernsthaft. Ich habe schon wie folgt gefragt:
    1) „Was denken Sie, was Sie dem Unternehmen wert sind?“
    2) „Wieviel davon wollen Sie in Schweizer Franken erhalten und wieviel in einer anderen Währung (z.B. Anerkennung, Entfaltungsmöglichkeiten, …)“
    Diese Art zu fragen, nimmt der Sache etwas die Schärfe bzw. die Angst, dass es eine Fangfrage sein könnte.

    @ Gaby:
    Genau – Du hast den Job! ;-)

  4. Pingback: Blogatelier

  5. Pingback: ToolBlog » Vorstellungsgespräche

  6. Ich finde es voll gut das man solche seiten im Internet findet!!!

  7. Find ich total interessant, was man alles fragne kann! Bin durch meine letzte Vorstellungsgespräch darauf gekommen, als ich die Frage gekriegt habe: „Stellen Sie sich vor, Sie haben ein buch geschrieben. Worum handelt es sich?“ Da war ich platt… Es würde mich nämlich sehr interessieren, was man den Antworten ablesen kann. Hat jemand ein tipp, wo man das nachschauen kann?

  8. Pingback: Vorstellungsgespräch mental vorbereiten - JobBlog - Marcel Widmer

  9. Wir hätten bei einem solchen Vorstellungsgespräch spätestens nach der 39ten angefangen zu heulen. Wir glauben unsere Vorstellungsgespräche waren im Vergleich zu den Fragen recht einfach.

    Liebe Grüße aus Potsdam (Germany)
    FrAniziskaMö

  10. @ Anika und Franzi
    Es ist ja nicht die Idee (und schon gar nicht sinnvoll), dass ein Interviewer diese 100 Fragen herunterbetet. Wenn’s denn so wäre, dann würde ich schon vor der 39. Frage aufstehen und gehen ;-)

  11. Frage 87 muss der Bewerber garnicht beantworten, weil das den Interviewer auch garnichts angeht..

    Aber tolle Liste.. hilft mir meine Antworten auszudenken für meine Vorstellungsgespräche.

  12. Also ich habe morgen auch ein Bewerbungsgespräch
    Aber solche Fragen wurden mir bisher noch nie gestellt.
    Ich möchte meine Lehre in einer Metzgerei machen… Was hat das jetzt mit einem Tennisball zu tun……das versteh ich absolut nicht.
    Ich denke mal das sind so dumme Fragen weil man weiss der Bewerber hat keine Antwort darauf….Hätte ich auch nicht……Ich bin nun 21 arbeite sehr viel….aber das rechnet mir kein chef an was ich mache…..

  13. @ Nicole
    Gleich vorweg: ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim morgigen Vorstellungsgespräch!

    Zur Frage mit dem Tennisball: Es geht hier nicht darum, zu überprüfen, ob jemand weiss, wieso ein Tennisball eine filzige Oberfläche hat (wenn sie/er es wüsste, wäre die Erkenntnis aus der Antwort nicht von Nutzen). Es geht darum, an einem praktischen Beispiel zu hören, wie jemand sich Gedanken darüber macht, welche Möglichkeiten sie/er in Betracht zieht, welche ausschliesst. Das gibt einem ein gutes Gespür dafür, wie jemand den Joballtag meistern kann, wenn er/sie etwas nicht kennt (was völlig normal ist).

  14. Hallo,
    Frage: warum geben Sie Ihre Selbständigkeit bzw. Agentur auf bzw. warum wollen Sie dies aufgeben?

    Antwort:Auch wenn ich 7 Jahre lang erfolgreich gearbeitet habe, bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich mich beruflich nicht mehr weiterentwickeln kann – ich möchte wieder herausgefordert werden und Neues lernen – ich fühle mich schon seit längerem unterfordert. Da ich meinen Job überwiegend von meinem Home Office aus erledige, möchte ich aus der berufsbedingten Isolation räumlich wie sozial heraus. Ich vermisse die Arbeit in einem Team, wobei ich auch gerne allein arbeite, dennoch fehlt mir der Kontakt & Austausch mit Kollegen. Ein weiterer Grund ist der, dass ich in einem größeren Unternehmen arbeiten möchte, das auch international agiert.

    Kann mann Das also anwort benutzten?

  15. @ Rina Montalvo
    Ihre Gedankenkette können Sie sehr gut als Erklärung verwenden. Aus folgenden Gründen: sie ist in sich schlüssig / sie entspricht der Realität bzw. der Wahrheit (nehme ich zumindest an) / sie spricht Punkte an („vermisse Arbeit im Team“), die für Unternehmen ein Vorteil sind.
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Wechsel!

  16. Nun Danke für die Tipps. Ich habe am Montag seit 5 Jahren wieder einmal ein Vorstellungs- Gespräch weil mir der alte Job definitiv nicht mehr gefällt.

    Die meisten Sorgen bei der Fragerei mache ich mir wenn die Frage 70 gestellt wird. Mir fällt schlichtweg keine solchen Positiven Charaktereigenschaften ein die ich nicht habe…

    Zum Thema Lohn. Nun dies ist wohl die nervigste Frage. Man sollte Hellsehen können um zu wissen was sein Budget ist dass er maximal ausgeben will;)

  17. @ Jürg
    Sie werden vermutlich nie erfahren, wo der Salärrahmen auf der Unternehmensseite liegt. Deshalb ist die einzig mögliche Strategie, sich bewusst zu werden, a) welchen „Marktwert“ man für sich einschätzt und b) wo die eigene (natürlich untere) Schmerzgrenze liegt.
    Nicht vergessen sollte man in diesem Zusammenhang: natürlich besteht ein grosser Teil des Lohns in Schweizer Franken (bzw. in der jeweiligen Landeswährung); ein Teil aber wird in anderen „Währungen“ wie persönliche Befriedigung, Gestaltungsmöglichkeiten etc. „ausbezahlt“!

  18. Wie soll ich denn reagieren, wenn mir eine Frage gestellt wird, die ich zu persönlich finde. Also gerade solche wie die 15, 37 und 62. Ich würde in jedem Fall versuchen, eine allgemeine Antwort zu geben, die nicht allzuviel über mich aussagt, aber ich denke es ist auch wichtig zeigen zu können, dass man Grenzen setzen kann, wenn es einem zu persönlich wird nicht?

  19. @ Alyn
    Natürlich ist es auch eine durchaus positive Eigenschaft, wenn man Grenzen setzt (und dies sogar entsprechend klar deklariert). Ob allerdings (als Beispiel) die Frage 15 (zu) persönlich ist bzw. diese Grenze verletzen würde? Und aus welchen Überlegungen wollen Sie das Persönliche ausblenden? Ihre persönliche Seite ist doch (mindestens) genauso wichtig wie Ihre fachliche Seite!

    Ein Beispiel, wie die Frage 15 beantwortet werden könnte:
    „Mein erster Chef hat mich in einer Beziehung sehr stark geprägt: er hat mich immer wieder ermuntert, neue Lösungen zu versuchen, um nicht immer in den gleichen Mustern zu denken und zu handeln. Diese Denkhaltung ist seit damals ein wesentlicher Teil, wenn ich komplexe Probleme in meinem Job lösen muss.“

  20. Ich bin davon ausgegangen, dass ich eine Person aus meinem privaten Umfeld erwähnen würde, beispielsweise meine beste Freundin oder ein Ex, die mich sicher sehr verändert haben. Ich würde an einem Vorstellungsgespräch einfach nicht gerne über meine Gefühle reden und bei Fragen wie zum Beispiel der schlimmsten Zeit meines Lebens geht es ja hauptsächlich um Gefühle. Ich will ja niemandem erzählen wie schlecht es mir jahrelang ging. Ich sehe das ebenfalls so, dass meine Persönlichkeit wichtig ist, nur gibt es für mich da schon klare Grenzen wenn es um mein Privatleben geht.
    Besten Dank für das Beispiel.

  21. Eigentlich müsste man mit diesen 100 Fragen ein eigenes Blog anfangen, die 100 Fragen in 100 Beiträge umwandeln und dann darüber diskutieren. Gibt es z.B. eine Autobesitzer-Interpretation?

    Aufgrund dieses Artikels habe ich begonnen, meine Erfahrungen als Personalchef und Bewerberinterviewer in meinem Blog zu notieren.

  22. Pingback: Vorstellungsgespräche « Dr Tinu vo Heimbärg

  23. Erstmals Komplimente zu diesem Blog, schön gibt es sowas!
    Habe diese Seite schon mehrmals besucht und auch immer für mich interessante Inputs holen können. Echt Stark!
    Aber nun stehe ich am Berg und weiss nicht wie hoch!

    Wenn ich einen Teil dieser 100 Fragen zu beantwortenhätt bei meinem Vorstellungsgespräch (in wenigen Tagen)würde es mir besser gehen, würde ich mich zumindest ziemlich sicher fühlen das ich auf vieles Eine gute Antwort ready hätte….

    Doch bin ich mit einer Situation konfrontiert die mich echt aus dem Konzept wirft und ich einfach keine Lösung finde! Diese möchte ich Euch gerne schildern, vielleicht profitiert jemand mal von diesem Eintrag (hoffentlich ich auch)!

    Situation:
    Ich habe mich als Account Manager bei einer Marketingfirma beworben (Schwergewicht E-Marketing).
    Hatte ein erstes Gespräch mit einem Headhunter, das sehr gut lief (fast zu gut).
    Scheinbar war dieser so von meiner Person überzeugt das er noch während unseres Gesprächs den Chef der Auftraggeber Firma anrief um einen Vorstellungs-Termin für mich zu vereinbaren!

    Cool dachte ich –> Termin steht, ich habe den Headhunter überzeugt jetzt nur noch mit dem Big Boss reden und dann sehen wir weiter.

    Einen Tag später rief mich der Headhunter an und bat mich eine Power Point Präsentation vorzubereiten für mein Treffen mit dem Chef….
    Er gab mir die Aufgabe innerhalb 10-15 min. auf folgende Fragen in Form der erwähnten PP-Präsentation einzugehen:

    1. Wer sind Sie?
    2. Was für ein Bild haben Sie für Ihre Tätigkeit bei der Firma XY?
    3. Wie sehen Sie die ersten 6 Mt. bei der Firma XY?
    4. Welche Strategie fahren Sie selber bei der Firma XY?
    5. Welche Aktionen lösen Sie bei der Firma XY aus?
    6. Welche Ziele haben Sie in den ersten 6 Mt. bei der Firma XY?

    Ja und jetzt sitze ich schon seit x-Stunden da und versuche Antworten zu finden… aber es gelingt mir nicht. Die PP-Präsentation an und für sich, sprich Layout usw. kein Problem! Aber diese Fragen…

    Ich denke zukünftig werden vielfach Bewerbungsgespräche auf dieser Ebene ablaufen, weg vom Standard! Das find ich toll aber momenatn ist es too mutch für mich…

    Was denkt Ihr, zu den Fragen, mögliche Antworten und grundsätzlich zu dieser Form?
    Hattet Ihr evtl. sogar schon Erfahrungen in dieese Richtung?

  24. Hallo Herr Klausner
    Eine tatsächlich nicht alltägliche Methode, die aber durchaus ihren Reiz hat (für Sie natürlich nicht – im Moment) ;-)

    Ihnen nun mit den von Ihnen gelieferten Informationen die Erfolg versprechenden Tipps zu geben, wäre „too much“ für mich. Und abgesehen davon unseriös!

    Was Ihnen vielleicht helfen könnte, die Blockade zu lösen:
    1) Versetzen Sie sich gedanklich in die Situation des Chefs: Was sind die Herausforderungen seiner Firma? Welchen Teil dieser Herausforderungen möchte er seinem künftigen Account Manager übertragen (welche Teilprobleme kann er also abgeben)?
    2) Überlegen Sie sich (besser: halten Sie schriftlich fest) welche Punkte muss der Bewerber X erfüllen, damit Sie als Chef der Firma eine möglichst grosse Chance sehen (und spüren), dass Bewerber X Ihnen diese Probleme lösen kann?
    3) Wenn Sie all diese Punkte (nicht zu schnell aufgeben) notiert haben, dann versetzen Sie sich wieder zurück in Ihre reale Situation als Bewerber Klausner. Und überlegen sich, in welchen Punkte Sie besonders stark sind und zum Erfolg des Unternehmens beitragen können.
    4) Nun schreiben Sie Ihre PP-Präsentation.

    Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg (und interessante neue Erfahrungen)!

  25. Hallo,
    meines Erachtens kann die Firma nicht erwarten, dass Herr Klausner durch die erste Präsentation Vorschläge unterbreitet, die dem Fragensteller zeigen, dass der Bewerber eine echte Bereicherung für das Unternehmen sind.

    Viel eher liegt der Fokus in anderen Punkten:
    1) Hat sich der Bewerber mit dem Unternehmen auseinandergetzt?
    2) Wie bringt der Bewerber seine Botschaft rüber?
    3) Kann er mich (als Chef) überzeugen, kann er andere mitreissen?
    4) Macht der Bewerber einen engagierten Eindruck, will er etwas bewegen?

    Ich würde mir weniger Gedanke darüber machen die „richtigen“ Antworten zu geben. Stattdessen muss ich als Person überzeugen. Was macht mich als Bewerber einzigartig und welche Botschaft soll beim Chef ankommen. In welcher Form will ich diese rüberbringen? Als Bewerber sollte man zeigen, dass man diesen Stresssituationen gewachsen ist. Lassen Sie sich also nicht aus der Ruhe bringen!

    Interessant wäre es zu erfahren wie das Gespräch ausgegangen ist. Würde mich freuen, wenn Herr Klausner uns nochmal eine Rückmeldung gibt.

  26. Hallo zusammen,

    die Situation von Herrn Klausner kommt mir bekannt vor. Ich hatte vor einiger Zeit mal ein Vorstellungsgespräch bei einem direkten Mitbewerber meines derzeitigen Arbeitgebers auf die Stelle, die ich derzeit auch innehabe. Auch ich hatte vorher ein Gespräch mit einem Headhunter (will heißen er hat mich kontaktiert, nicht ich aktiv gesucht). Das lief soweit gut, kurz danach Einladung an den Sitz des Mitbewerbers. Dort sollte ich eine PPT-Präsentation mit ähnlichen Topics geben.
    Mein konkretes Problem war nun: wie erzähle ich etwas, ohne etwas zu erzählen…(weil sich die Nennung konkreter Zahlen ja selbstredend verbietet). Das ganze Gespräch dort war dann mehr so wie ein Geschlechtsakt unter Stachelschweinen – sehr, sehr vorsichtig. Im Prinzip hat keiner was konkretes gesagt und ich denke im Nachhinein, dass man solche Gespräche eigentlich lassen sollte. Es gab anschließend keinerlei Rückmeldung (was ich schon etwas enttäuschend fand, da es sich dabei um eine Firma mit weltweit >2 Milliarden Umsatz handelt) und ich halte es inzwischen für vertane Zeit (habe dadurch aber immerhin für mich was gelernt).

  27. Bäh. Ein Liste die auf prätentiöse, machthungrige, faschistoide Selbstdarsteller, wie Kadermitarbeiter, Manager und Mitarbeiterschulungsberaterdingens zugeschnitten ist. Sieht man schon bei #4.

  28. [Ironiemodus ON]
    Klar. Alle. Jeder. Und immer. Danke für die differenzierte Betrachtungsweise – so bringen wir die Menschheit weiter!
    [Ironiemodus OFF]

  29. Meine Güte! Habe in zwei Tagen ein Vorstellungsgespräch und wenn ich diese Liste so vor mich anschaue und studiere…… muss ich noch Nachtarbeit leisten!!!

  30. 1. Wie beantwortet man am besten die Frage „Erzählen Sie über sich?“ Eine Wiedergabe des Lebenslaufs ist ja weithingehend überflüssig… Kann mir jemand ein Beispiel geben?
    2. Wie bereitet man sich auf ein Bewerbungsgespräch vor, wenn man noch nicht weiß um welches Unternehmen es sich handelt (Gespräch bei Personalagentur)?

    ich hoffe, es kann mir jemand helfen.

  31. Bitte alle Fragen lesen und überlegen. se immer positive während das Vorstellungsgespräch.

  32. hallo,

    finde sie seite sehr nützlich beider vorbereitung zu einem vorstllungsgespräch, würde mich über passend gut Antwortmöglichkeiten zu den jeweiligen fragen sehr freuen….
    moni

  33. Hallo Moni

    Wenn ich als Bewerberinterviewer komische Fragen stelle, will ich nicht eine auswendig gelernte „richtige“ Antwort hören, sondern herausfinden, wie der Bewerber damit umgeht. Deshalb wäre es kontraproduktiv, Antworten zu diesen Fragen zu veröffentlichen – weil es sie ja gar nicht gibt.

    Wenn ich beispielsweise einen Chauffeur suche, der viel Kundenkontakt hat und unsere Dienstleistungen en passant verkaufen muss, möchte ich zum Beispiel herausfinden, ob ich ihn leicht aus der Ruhe bringen kann und er plötzlich aufbraust oder ungehalten wird.

    Gruss, tinu

  34. lol
    manche fragen sind ja echt beschuert!! vor allem die mit dem Tennisball und dem Steak!!!!
    oder was war der beste film den sie je gesehen haben!!!
    :-)

  35. Bescheuert sind die Fragen nicht. Es geht dabei darum, dass der Gesprächspartner etwas über sich erzählen kann und ich auf der anderen Seite mir ein Bild über seine „Funktionsweise“ machen kann. Am Beispiel Tennisball geht es gar nicht darum zu sehen, ob er/sie das weiss – es geht darum, wie geht jemand vor, wenn er/sie eine Lösung nicht weiss, sondern sich „herantasten“ muss.

  36. Danke Marcel Widmer!

    Finde die Seite sehr gut! Sicherlich gibt es einige wie mich, die plötzlich Linienverantwortung tragen, fachlich sehr gut sind aber leider überhaupt keine Ahnung von Vorstellungsgesprächen haben. Arbeiten diese dann auch noch in einem KMU ohne eigene resp. ohne gute HR-Abteilung stehen sie „wie der Esel am Berg“, wie ich auch gerade. Solche Leute führen dann Vorstellungsgespräche und sollten nach Möglichkeit auch noch die richtigen Leute einstellen. Sicherlich keine leichte Aufgabe! Wird das Vorstellungsgespräch überhaupt nicht vorbereitet, sollte man die Kandidaten erst gar nicht kommen lassen weil es auch resp. vor allem für die Kandidaten nicht befriedigend sein kann.

    Ich für meinen Teil bin sehr froh, wenn ich für eine gute Vorbereitung auf solche Seiten zurückgreifen kann. Es ist ja grundsätzlich nichts anderes als eine Ideensammlung und selbstverständlich müssen all diese Fragen auf das eigene Unternehmen angepasst werden.

    Besten Dank.
    Marcel

  37. @ Marcel
    Danke für die Blumen! Aufgrund der Situation („plötzlich“ Linienverantwortung, ohne „gute“ HR-Abteilung) empfehle ich Ihnen einen Kurs, um die Grundlagen der Interviewtechnik kennen zu lernen. Falls Sie in der Schweiz leben bzw. arbeiten, kann ich Ihnen zum Beispiel die ZGP (Zürcher Gesellschaft für Personal-Management, http://www.zgp.ch ) empfehlen. Viel Erfolg!

  38. Hallöchen an alle. Habe mich soeben durch die Seite gelesen, da ich morgen auch ein „Vorstellungsgespräch“ habe. D.h ich möchte in meiner jetzigen Firma eine verantwortungsvollere Position (Finance Manager). Ich arbeite bereits seit über sieben Jahren bei dieser Firma als Chefbuchhalter. Nun muss ich morgen zu einer Unternehmungsberater-Firma gehen für ein Vorstellungsgespräch.

    Nach meiner Einschätzung kann man sich auf solche Fragen fast gar nicht vorbereiten. Vielmehr kann man hoffen, geistig genug fit zu sein, um Antworten zu finden, die zeigen, dass man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen will. Ich denke, man kann auch bei den einen oder anderen Fragen ruhig eine Gegenfrage stellen (z.b.: wie meinen Sie das jetzt?) Dies verschaft etwas mehr zeit und auch ev. einen neuen Gedankengang.

    Ich für mich habe mir bei einigen Fragen überlegt, was ich sagen könnte und habe das notiert. Morgen dann wird mir aber auf dieselbe Frage sicherlich was anderes einfallen….

  39. Hallo Marcel

    Habe mich Ende letzten Jahres mit einem Zweit-Interviewer getroffen, der ähnliche bis gleiche Fragen stellte. Diese Fragen waren für mich neu und zum Teil konnte ich auch nicht antworten wie ich später dann gewollt hätte. (Typisch im Nachhinein erst!) Es handelte sich um eine Direktionsstelle. Natürlich habe ich versucht, ruhig (war ich jedoch nicht wirklich) auf die Fragen einzugehen und dementsprechend zu antworten. Das ganze war sehr freundlich und einladend und dennoch war mir nicht sehr wohl, weil ich nicht wusste wohin die Unterhaltung führt. Aufgrunddessen, dass mich diese Firma an-/abgeworben hatte, habe ich die Stelle bekommen. Bin mir nicht sicher, ob ich das Vorstellungsgespräch ansonsten bravourös bestanden hätte. Für mich also Neuland, werde mich künftig eingehender mit diesem Thema befassen, da ich es grundsätzlich spannend finde!!

  40. @ Tony
    Es ist m.E. „in Ordnung“, dass ein Bewerber in einem Gespräch etwas nervös ist. Wenn nicht, finde ich das verwunderlich und spreche den Bewerber auch darauf an. Und: auch Führungskräfte haben das Recht, nervös und unsicher zu sein. ;-)

    Die Fragen sind hier nicht aufgeführt in der Meinung, dass man sich akribisch darauf vorbereiten sollte und gleich „jede“ Antwort „cool und realxed“ liefern könnte. Es geht mir viel mehr darum, Denkanstösse zu geben, welche Themen (neben den ganz klassichen) in einem Bewerberinterview auch auftauchen könnten. Und so möchte ich anregen, sich auch mit solchen Fragen zu beschäftigen; Motto: „Stimmt, dazu habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht / bin ich mir gar nicht richtig bewusst geworden.)

    Viel Erfolg und Freude im neuen Job :-)

  41. Also habe die 100 Fragen angeschaut und die beantwortet die mir am schwersten fallen und die die wahrscheinlich kommen werden.
    Insgesammt eine gute Sache die Liste, leider weiss man nicht immer was für eine eigentliche Frage hinter der Frage stecken soll!

    Zum Tennisball auch noch meine Antwort:
    Filz hält den Ball warm und trocken, wie auch der Filz in freier Wildbahn ;-)

  42. Ciao a tutti!

    Kompliment für diese Seite! Habe am Dienstag 5.2.2008 ein Vorstellundsgespräch in einer Zahnarztpraxis (bewerbe mich als Dentalassistentin..) und konnte mich dank dieser Fragen ein bisschen einstimmen und vorbereiten. Da dies seit der Beendigung meiner Lehrzeit erst das zweite Bewerbungsgespräch ist, bin ich sowieso noch nicht so vertraut mit diesen Fragen und geübt in diesen Gesprächen. Meistens oder eigentlich fast immer läuft sowieso alles anders als man denkt, was wahrscheinlich auch gut so ist, denn sonst macht man sich nur verrückt! Also drückt mir die Daumen..

    Bye,Bye

  43. @ Marion: Es freut mich, dass die Fragen (und evtl. andere Beiträge in meinem Blog) Ihnen bei der Vorbereitung geholfen haben. Ich wünsche Ihnen für das Vorstellungsgespräch viel Erfolg und ebenso viel Glück! Selbstverständlich drücke ich Ihnen die Daumen!

  44. Ich habe in 2 Tagen ein Vorstellungsgespräch bei IKEA. Da ich noch ein Student bin, kann ich nur Samstags arbeiten. Ich weiss aber noch nicht genau was ich dem Personalchef für Fragen stellen soll. Können Sie mir ein paar gute Tipps geben. Vielen Dank.

  45. @ N.K.: Hier konkrete Tipps zugeben, würde den Rahmen des Möglichen sprengen. Nur soviel: was interessiert Sie an IKEA, am Job und/oder an Ihren Kolleginnen und Kollegen am meisten? Schreiben Sie’s auf – dann haben Sie schon einige Fragen. Viel Glück und Erfolg beim Vorstellungsgespräch!

  46. Hallöchen erstmal:)

    Finde die Seite echt supi…
    …aber manche Fragen sind schon ein bisschen komisch,oder!?^^
    Also wenn mir solche Fragen wie zB. „Nennen sie mir 10 Dinge wofür man einen Stift noch benutzen kann.“, gestellt werden würden,würde ich mich ein bisschen verarscht fühlen:)

    Naja…aber so bekommt man mal einen Einblick!
    Lg…

  47. @ Marla
    Bei der Frage geht es gar nicht in erster Linie um die Antworten, die Sie geben. Und schon gar nicht um die Frage, ob die Antworten falsch oder richtig sind.

    Es gibt dem Interviewer aber die Gelegenheit zu verstehen, wie Sie „ticken“ (wie Sie sich mit komischen Fragen auseinander setzen, ob Sie widerspruchslos alles annehmen, ob Sie zurückfragen usw.)

  48. Pingback: Familie Fischer, Heimberg » Blog Archiv » Vorstellungsgespräche

  49. Ist doch ganz einfach: Meiner Meinung nach besitzt der Tennisball Filz (und zwar knall gelben), damit man ihn besser sieht.

  50. Pingback: „Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?“ : Bewerberblog.de

  51. Hallo
    Ich habe mir die Freiheit genommen und die Fragen mal ausgedruckt, um besser darauf antworten zu können. Ich hab mich echt gewundert was die Chefa so alles für Fragen stellen können. Aber dank Ihnen bin ich vorbereitet.

  52. Hallo!

    Zuerst muss ich mal sagen, dass ich die Seite echt gut finde und auch ein bisschen schockiert bin, was es denn hier so für Fragen gibt!
    Morgen habe ich mein erstes „richtiges“ Vorstellungsgepräch (Ausbildungstelle zur Kauffrau für Marketingkommunikation). Ich würde gerne wissen ob mir vielleicht jemand sagen kann was mich denn da erwarten könnte, da ich mir noch nichts genaues vorstellen kann. Außerdem bin ich total nervös, weil ich die Ausbildung wirklich gerne bekommen würde, vielleicht gibts ja n paar Tipps, damit ich nicht so unsicher wirke.
    Vielen Dank.

  53. @ Nadine
    Wenn ich sagen könnte, was Sie dort erwarten wird, wäre ich Hellseher und nicht Job-Coach ;-) Ich drücke Ihnen aber die Daumen und wünsche Ihnen viel Erfolg im Gespräch. Übrigens: Nervosität gehört dazu – Sie werden dadurch wachsamer sein!

  54. Pingback: Local Professionals - Jobblog über neue Arbeitswelten » Nette, böse, leichte, schwere…

  55. Vielleicht sollte sich dieser Jochen zuerst mal über das rechliche eines Bewerbungsgesprächs informieren, bevor er Fragen zusammenstellt. Fragen wie „Was für ein Auto fahren Sie?“ „Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?“ „Welche Zeitungen/Zeitschriften haben Sie abonniert?“ „Wer sind Ihre Vorbilder?“ „Was machen Sie, wenn Sie Spass haben wollen?“ „Was war die schwerste Zeit in Ihrem Leben?“ „Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?““Was war der beste Film, den Sie in der Vergangenheit gesehen haben?“ gehören klar zur Privatsphäre und müssen nicht beantwortet werden. Krass ist die Frage „Haben Sie Kinder oder möchten Sie welche in absehbarer Zeit haben?“: Fragen zur Familienplanung sind unerlaubt. Ebenso scheint die Frage „Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto gewinnen?“ nur daraufhinzuzielen, unerlaubt die finanziellen Verhältnisse auszuhorchen. Mein Tipp: Man sollte darauf eine Antwort geben, sie kann aber nicht der Wahrheit entsprechen. Dies ist erlaubt bei solchen Fragen!

  56. @ Sagi
    Ich weiss nicht, welche (konkreten!) Erfahrungen Sie gemacht haben, welche Regeln Sie daraus ableiten und was für Sie Sinn und Zweck eines Bewerbungsgespräch (für beide Seiten!) sein soll. Aber was Sie in Ihrem Kommentar an Interpretationen und Tipps bieten, ist schlicht und einfach Nonsens!

    Jene, die fordern, dass die Privatsphäre in Bewerbungsgesprächen tabu sein müsse, sind dann aber auch die ersten, die dann laut nach mehr Menschlichkeit am Arbeitsplatz (was durchaus eine vernünftige Forderung ist) rufen. Abstrus!

  57. Die Liste find ich gut, aber meiner Meinung nach verliert jetzt jedes Vorstellungsgespräch den erwünschten effekt. Damit mein ich, dass bei bestimmten Fragen nicht die korrekte Antwort verlangt wird, sondern vielmehr die Art und Weise WIE man nach einer Antwort sucht. Anderer Seits hab ich jetzt natürlich eine bessere Vorstellung, wie alles ablaufen wird. Ein Tipp will ich hier allen weitergeben:
    Bleibt so wie ihr immer seid! Jeder Versucht, dem Interviewer was vorzumachen, scheitert!

  58. @ Klaus
    Genau. Mit solchen Fragen, will ich versuchen zu verstehen, wie mein Gesprächspartner „tickt“. Und damit kann ich mir ein viel besseres Bild über ihn, über seine Art zu Denken usw. machen, als wenn ich ihn nur Dinge abfrage, die sein Wissen (Fragen nach richtig oder falsch) abfragen.

  59. Pingback: Bewerbung: Die 100 wichtigsten Fragen bei einem Vorstellungsgespräch | Jobblog.de

  60. Frage 87: haben sie kinder (zulässig) wollen sie in absehbarerer Zeit noch welche (unter umständen unzulässig) => sind sie schwanger (unzulässig!)

    Frage 86: was haben sie vorher verdient? (UNZULÄSSIG!!!!!!!)

    Mal ehrlich, stellen Sie diese Fragen WIRKLICH bei einem Vorstellungsgespräch… Da wüsst ich ganz ehrlich nicht was ich antworten würde bei der Frage, was halten Sie von mir als Interviewer? … Ihre Fragerei zielt unter Umständen darauf ab den Bewerber zu verunsichern was absolut unfair ist! Als würde man die Machtposition die der Interviewer in diesem Moment hat, missbrauchen… Da gibt es doch ein wunderhübsches Wort für solche Leute nicht?

  61. @ Corinne
    1) Falsch, Frage 86 (nach dem bisherigen Salär) ist absolut ZULÄSSIG!
    2) Wie ich schon mehrfach in Kommentaren weiter oben beschreiben habe: es geht nicht darum, dem Bewerber zu zeigen, wer hier cleverer ist und den anderen aufs Glatteis führen kann. Es geht darum, zu erfahren, wie der Bewerber tickt (auch in ganz „komischen“ Situationen) und dann abzuschätzen, ob er ins Unternehmen passt.

    Wieso gehen immer wieder davon aus, dass der Unternehmensvertreter im Interview der Böse und der Bewerber das Opfer sind? Genauso legitim (und vernünftig!) ist es, als Bewerber kritische Fragen zum Unternehmen, zum Vorgesetzten usw. zu stellen und so dem Unternehmen „auf den Zahn zu fühlen“!

  62. Bewerber gehen nicht davon aus, dass der Unternehmensvertreter im Interview böses will, darum sind solche fragen ja auch so unfair! Mit vielen Fragen die hier aufgeführt sind, zielt man darauf ab, den Bewerber zu verunsichern. Man kann auch mit anderen Fragen herausfinden wie ein Bewerber „tickt“. Meiner Meinung nach.

    Ich finde es unverantwortlich. Natürlich kann man das nicht bei allen Fragen sagen, doch der Unternehmensvertreter (super Wort!) weiss ganz genau, dass der Bewerber unsicher und nervös ist und diese Fragen unterstützen dieses Gefühl nur. Jedes weiss das und wenn man dies ausnutzt…

    Fragen nach dem früheren Salär sind UNZULÄSSIG Herr Unternehmensvertreter!!!!!!!!!!!!!!!! Wie viel verdienen SIE denn und wie viel haben Sie früher verdient? Bevorzugen Sie Boxershorts oder Slips? Stehen Sie auf Männer oder auf Frauen? Unangenehm oder? und UNZULÄSSIG! Der frühere Salär hat absolut nichts mit der Stelle zu tun die der Bewerber antritt! Es hat Sie nicht zu interessieren! Genau so wie ob ich als Frau noch plane Kinder zu bekommen… Diskriminierung sagt Ihnen schon was? Geht Sie überhaupt nichts an ob ich PLANE Kinder zu kriegen. Sie sollten doch mittlerweile wissen (egal wie Alt sie sind), dass sich das Leben nicht planen lässt. Vorallem Kinder nicht.

  63. @ Corinne
    Die 101. Frage: Gibt es Situationen, in denen Sie Ihre gute Kinderstube vergessen, nur weil jemand eine andere Ansicht hat? Zum Beispiel als Gast in einem Blog *hüstel*

  64. Hallo, wirklich gute Seite!…
    hab morgen auch ein Vorstellungsgespräch bei einem der großen deutschen Autokonzerne, …. hoffe es geht gut…
    Muss mal was zur Frage mit dem Filz auf dem Tennis loswerden!
    Also… Tennisball hat Filz, damit er den Schnitt – also den Topspin oder Slize besser annimmt – und damit er langsamer fliegt! … bitte nicht als Klugscheißerei mißverstehen… hab mich nur über die Seite gefreut und wollte mal was beitrage ;-)…

  65. Hinter den meisten Fragen verbirgst sich einfach nur die Frage, welche Stärken und Schwächen man hat und wie man sich gibt und selbst darstellt. Die Antwort selbst, so denke ich, ich genau so wichtig wie das Auftreten von jemandem.

  66. Hallo aus Lübeck,

    ich bereite mich grade auf eine Seminarreihe einer Azubimesse vor, wo ich in spielerischer Weise den jungen Leuten die Angst vor dem Vorstellungsgespräch nehmen möchte.
    Mir gefällt dieser Fragenkatalog gut. Er ist ein schönes Klettergerüst, auf dem man sich austoben kann.
    Ich möchte an alle Personalentscheider appellieren potentiellen Auszubildenden gut vorbereitete Fragen zu stellen. Ich erlebe immer wieder, das die Einstellungsgespräche bei Azubis eher Halbherzig geführt wurden. Meine Meinung ist, wer vernünftige Antworten haben möchte, sollte auch vernünftige Fragen stellen.
    Diese Menschen sind unsere Zukunft, so sollten wir sie auch behandeln! Geben Sie evtl. auch mal einem „vergeigten Gespräch“ eine Zweite Chance, wenn die Noten und der erste Eindruck eigentlich gut war. Viele Grüße aus dem Norden

  67. @corinne

    ist es unzulässig wenn ich meinen neuen Mitarbeiter(in) vorab kennen lernen möchte? Ich glaube nicht das diese Fragen dazu dienen Mann oder Frau hier in die Ecke zu treiben. Und wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nicht die Liste der verbotenen Fragen auswendig können.
    Es werden MITARBEITER(innen) gesucht.
    Ja, da steckt erstaunlicher Weise das Wort arbeit drin. Ein Unternehmen sucht nunmal Menschen die bereit sind für Geld zu ARBEITEN… einfach mal sacken lassen… ;o)

  68. Wirklich informativ und unterhaltsam! Besten Dank.
    Falls ich mich mal irgendwo bewerbe,
    dann werde ich dem Unternehmensvertreter
    mal einige adäquate Fragen aus dieser Liste stellen.

    z. B.
    Warum macht Ihr Unternehmen Filz auf die Tennisbälle?
    Wie sieht der ideale Mitarbeiter für Sie aus?
    Wann war Ihr Unternehmen am meisten zufrieden?
    Was würde der Chef tun, wenn er im Lotto gewinnt?

    Beste Grüße

  69. @ Christoph: absolut richtig – schliesslich geht’s für beide Seiten darum, sich ein möglichst gutes Bild vom Gegenüber zu machen!

  70. @ Marcel Widmer

    Tolle Geschichte hier, richtig eindrucksvoll. Was mir besonders gefällt, ist, beide Seiten zu hören. Denn egal, auf welcher Seite des Schreibtischs man sitzt, fällt es schwer, den anderen zu verstehen.

    Ich habe lange Jahre Bewerbungsgespräche geführt, und neben Fachfragen auch Fragen gestellt wie: „Wann waren Sie das letzte Mal im Kino“ oder „Worüber haben Sie das letzte Mal herzlich lachen müssen“. Weit über die Hälfte der Bewerber haben diese Frage offen bzw. mit erstauntem Blick beantwortet, knapp 30 fragten vor der Antwort nach, was das Ganze solle, ein paar verweigerten die Antwort. In einem Fall begann der Bewerber zu hyperventilieren (ich habe ihn trotzdem eingestellt).

    Ziel der beiden Fragen war für mich, herauszufinden, ob die Bewerber menschlich gut zu den Kollegen passen, was ich immer für einen extrem wichtigen Faktor erachtet habe. Diese (von mir stets nachgereichte)Erklärung war in der Regel akzeptabel für die Bewerber. Und von zwei Fällen abgesehen, habe ich es durch solche Fragen immer hinbekommen, das Team intakt zu halten.

    Ich habe hier des öfteren die Bedenken vernommen, dass einen der Chef/Personalchef mit derartigen Fragen reinlegen will. Ich selbst habe wiederum zu Beginn eines jeden Bewerbungsgesprächs die Angst gehabt, vom Bewerber reingelegt zu werden.

    Da die Anlernphase bei uns (und in vielen anderen Fällen)in der Regel länger als sechs Monate braucht, kann ich mich auch nicht auf die Probezeit verlassen. Wenn ich im Gespräch nicht dahinter komme, was der Betreffende für ein Typ ist, habe ich vielleicht verloren: Entweder hole ich mir ein faules Ei ins Nest, oder ich verliere vielleicht den Mann/die Frau, die meine Probleme wirklich gelöst hätte.

    Jetzt muss ich allerdings selber wieder auf die Suche und werde nun bald das eine oder andere Gespräch von der anderen Seite des Schreibtischs führen müssen.

    Allen, die suchen oder finden müssen, ein glückliches Händchen

  71. Eine hilfreiche Seite. Super!!
    Ich bin auch der Meinung das hier keine Antworten auf die Fragen hingehören, aber es wäre schon hilfreich zu wissen was damit bezweckt wird. Zum Beispiel die Frage mit dem Tennisball. Da wäre ich nicht drauf gekommen. Also eine Erläuterung wäre schon klasse.

    Beste Grüße

  72. Wenn man sich auf eine Stelle im Vertrieb bewirbt, soll es ja regelmäßig während des Vorstellungsgesprächs zu „spontanen“ Rollenspielen kommen. Frage 46 (Verkaufen Sie mir diesen Bleistift … ) zielt in diese Richtung.

    Welches „korrekte“ Verhalten wird in einer solchen Situation vom Bewerber erwartet?

    Welche weiteren Frage-/Aufgabenstellungen in dieser Richtung sind ebenfalls geläufig?

    Danke
    Andi

  73. @ Andi: Beim Verkaufen geht’s ja (auch) um das Abklären des Kundenbedürfnis und um den Kundennutzen. Wenn Sie darauf eingehen, machen Sie bestimmt Pluspunkte.

  74. Hallo Marcel,

    ich bin seit Jahren im Verkauf tätig und beherrsche sowohl Bedarfsanalys als auch Kundennutzenargumantation.

    Trotzdem wüsste ich ad hoc nicht, wie ich jemandem einen Bleistift verkaufen soll. Mir fehlen da einfach zu viele Randbedingungen. In welcher Rolle befinde ich mich als Verkäufer? Wer ist der Käufer? Geht es um einen Großauftrag oder eben diesen einen Bleistift? Habe ich einen Termin beim Interessenten bekommen? Oder habe ich an der Haustür geklingelt?

    Ich hoffe, es wird klar, worauf ich hinaus möchte. Mir fehlt da irgendwie der Praxisbezug!

    Gruß
    Andi

  75. @ Andi: Die Fragen, die Sie im letzten Kommentar stellen, dürften auch diejenigen im Bewerbungsgespräch sein, die dem Gesprächspartner eine (erste) Idee geben, wie Sie an solche Problemstellungen herangehen.
    Es geht bei solchen Fragen eben nicht um richtig oder falsch, sondern darum, herauszufinden, wie ein Bewerber „tickt“ und dann beurteilen zu können, ob er – mit dieser Art zu „Ticken“ – ins Unternehmen passt und eine Bereicherung für dieses sowie deren Mitarbeiter sein kann.

  76. hallo jochen
    es gibt ja schon unmengen von comments hier, ich hab nicht die zeit alle zu lesen.
    Doch da du nun ja meine email hast, meine frage ist:
    gibts auch 100 fragen welche ich dem potentiellen zukünftigen arbeitgeber stellen kann?

    gruss.

  77. @ pat: Jochen? Vielleicht Jochen Mai? Von der Karriere-Bibel? Das hier ist „mein Zuhause“ – Jochen hat „ein anderes Zuhause“ ;-)

  78. Tolle Fragen! Antworten?
    Das Wesentliche in einem Vorstellungsgespräch wird von den meisten Bewerbern vergessen. Nämlich: Authentizität
    Standardisierte Fragen lassen, auch bei ein wenig Übung, nur Raum für standardisierte Antworten.
    Kein (vernünftiger) Arbeitgeber braucht Ja- oder Neinsager. Vielmehr wird darauf geachtet ob der/die Bewerber(in) zur Unternehmensstruktur passt. Dazu zählt auch
    die Sozialstruktur der Mitarbeiter. Und die läßt in vielen Unternehmen (es verbietet mir selbstredend über die Schweiz zu urteilen) in der BRD zu Wünschen übrig.

  79. Bald habe ich ein Vorstellungsgespräch und ich freue mich auch bereits darauf.

    Jedoch wirke ich als Person manchmal unsicher resp. zurückhaltend, das haben mir Leute auch schon mitgeteilt. Ich bin eher zurückhaltend, jedoch nur, wenn für mich eine neue Situation ansteht. Ich finde jedoch nicht, dass ich kein Selbstbewusstsein habe, ich bin nur nicht der Typ, der gleich mit der „Tür ins Haus fällt“ und halt eben etwas schütern. Dies wird auch noch durch mein etwas mädchenhaftes, etwas unschuldiges Aussehen unterstrichen. (Obwohl ich mich entsprechend angepasst anziehe). Bei einem Bewerbungsgespräch muss man allerdings selbstbewusst auftreten (in gut dosiertem Masse) und sich gut verkaufen können. Gibt es Tipps, damit man weniger unsicher auftritt? Gibt es Coachings dafür?

    Es ist nicht so, dass ich nie eine Stelle finde, es wäre mir vielleicht eine Hilfe, auf diesem Gebiet bestimmter aufzutreten.

    PS:
    Ach ja, was ich noch zu den Fragen sagen wollte. Ich finde es manchmal etwas langweilig, dass die Personaler immer wieder die ähnlichen Fragen stellen in Bewerbungsgesprächen. Was ich toll finden würde, wäre, wenn viel mehr Firmen so genannte „Schnuppertage“ einführen würden, da kann man sich nämlich nicht verstellen und man sieht, ob es beidseitig passt.

  80. @Deborah: Dann wünsche ich Ihnen alles Gute im Vorstellungsgespräch (und hoffe, dass die Fragen von der anderen Tischseite nicht ganz sooo langweilig sind)!

  81. Ist es ein schlechtes Zeichen wenn für die Vorstellungsgespräche nur 20 Minuten eingeplant waren? Bzw wenn es nur 20 Minuten gedauert hat?

    LG

  82. @Steffi: 20 Minuten sind doch sehr kurz, um eine Person einigermassen kennen lernen zu können und gleichzeitig Informationen über die Aufgabe, über das Unternehmen etc. geben zu können. Was haben Sie denn für Infos über das weitere Vorgehen bekommen?

  83. Meine Frage hat sich eigentlich schon erledigt. Habe vor einer Stunde einen Anruf bekommen das ich genommen worden bin. :)
    Aber trotzdem vielen Dank!

  84. Guten Tag Herr Widmer
    Das ist ja ein höchst interessanter Blog, und ich habe gerade aktuell zu einem bevorstehenden Bewerbungsgespräch eine Frage. Bei der Terminvereinbarung teilte mir die Assistentin mit, dass ich für dieses Gespräch ca. 3 Stunden einberechnen soll. Nun habe ich mit Vorstellungsgesprächen nicht viel Erfahrung, denn ich bin von der Sorte, die die Stelle sehr selten wechselt (nun tu‘ ich es aufgrund ernsthafter und an dieser Stelle leider unlösbarer Unterforderung). Ich habe noch nie so viel Zeit für ein Bewerbungsgespräch einberechnen müssen. Was um Himmels Willen haben die vor? Ist das heutzutage normal (ich meine es nicht ironisch)? Meine Erfahrung beruht sich auf höchstens einer Stunde. Deshalb beunruhigt mich das. Den Anforderungen kann ich gerecht werden, denn die Stelle betrifft ein Gebiet, auf dem ich sattelfest bin und mich auch gut verkaufen kann. Aber die Zeitmenge für das Gespräch macht mich fast fertig. Könnten Sie mir da eventuell helfen? Vielen Dank!

  85. @Leandra
    Drei Stunden? Für das erste Gespräch? Das ist in der Tat sehr (und ungewöhnlich) viel Zeit! Ich kann es mir nur so erklären, dass die schon gleich in der ersten Runde das ganze „Programm“ absolvieren wollen: Personalverantwortliche(r), Vorgesetzte(r), Teammitglieder; allenfalls gleich noch etwas wie eine Persönlichkeitsanalyse oder so.

    Der einzige Tipp, den ich Ihnen geben kann: ich bin mir ziemlich sicher, dass das mit dem Rekrutierungsstil des Unternehmens zu tun hat und nicht mit Ihnen bzw. Ihrer Bewerbung; die werden alle Bewerber/innen für 3 Stunden einladen.

    Lassen Sie sich also nicht nervöser machen als nötig. Viel Glück und Erfolg!

  86. Vielen Dank Marcel! Ich habe nach solchen Persönlichkeitsanalysen gesucht und eine ganz gute online gefunden. Das ist ja nicht schlimm. Ich nehme nicht an, dass man die heutzutage noch in Papierform macht. Es geht mir jetzt viel besser. Ich lasse Sie nach dem Gespräch wissen, warum und ob überhaupt 3 Stunden nötig waren. Leandra

  87. Hallo aus Österreich,

    ich hoffe, dass ich noch rechtzeitig Antwort auf meine Fragen bekomme…

    Ich bin trotz guter Ausbildung (FH Studium) und nach fast 6 Jahren in einem namhaften, internat. Konzern nun schon seit fast 2 Jahren zu Hause (kinderlose Frau, 34 Jahre…). Im Juli habe ich erfoglreich eine kosten- & zeitintensive Ausbildung abgeschlossen.

    In letzter Zeit tut sich Einiges bei mir. Ich hatte unter anderem letzte Woche ein Bewerbungsgespräch. Zuvor habe ich mir als Auffrischung die 100 Fragen & diesen Webblog durchgelesen. Das Gespräch selber war eher unprofessionell, ein Angestellter hatte einen ausgedruckten Fragenkatalog vor sich liegen, den er Frage für Frage abarbeitete. Ich selber habe mich aber gut geschlagen und meine arbeitslose Zeit gut verkauft.
    Das Unternehmen wollte sich binnen 14 Tagen melden. Gleich am nächsten Tag bekam ich einen Anruf, ich möge zu einem 2. Gespräch kommen. Dieses findet nun am kommenden Mittwoch statt.

    Nun habe ich morgen (Dienstag) aber ein Gespräch in einem anderen Unternehmen. Dieser Job würde mir auf den ersten Blick viel mehr zusagen. Vom Aufgabengebiet, Unternehmen (Kosmetikkonzern), der geograph. Lage, Entwicklungsmöglichkeiten, usw. Allerdings gehe ich davon aus, dass dieses Unternehmen auch wieder 1 – 2 Wochen für eine Antwort brauchen wird. Die andere Firma braucht aber dringend einen neuen Mitarbeiter, der schon ab Anfang September eingeschult werden soll, da der Mitarbeiter, der die Stelle im Moment besetzt, mit Ende Sept. das Unternehmen verlässt.

    Fakt ist, dass ich mir derzeit nicht erlauben kann, einen Job abzulehnen, wenn ich keinen anderen fix in der Tasche habe.

    Wie verhalte ich mich nun morgen bei dem Gespräch um den Job, den ich sehr gerne haben würde? Erwähne ich, dass ich in einer anderen Firma in der engeren Auswahl stehe, diesen Job aber lieber ausüben würde? Erwähne ich die Dringlichkeit einer Antwort? Wie verhalte ich mich?
    Und wie sieht das am Mittwoch aus? Sage ich, dass ich auch noch andere Angebote habe (habe ich im 1. Gespräch schon anklingen lassen). Im Grunde genommen muss ich ja in beiden Unternehmen sagen, dass ich genau den Job am Liebsten ausüben würde.
    Weiß leider nicht genau, wich ich mich verhalten soll – und es ist so wichtig für mich, endlich wieder einen guten Job zu haben!!!

    Vielen Dank im Voraus und LG aus Wien,
    Tanja

  88. Hallo Marcel! Kurz ein Feedback: Das 3-stündige Vorstellungsgespräch dauerte ca. 1 Stunde beim Personalchef und eine weitere Stunde beim Teamchef und seiner Stv. Die zogen das „good cop, bad cop“-Spiel ab. Ich habe mich aber sehr gut geschlagen, denn ich darf heute für ein zweites Gespräch kommen. Was mich aber sehr verunsichert ist folgendes: Am letzten Freitag haben sie dasselbe Stelleninserat wieder aufgeschaltet. Das war am Freitag Morgen früh im Netz. Im Laufe des Freitag Vormittags bekam ich aber einen Anruf, und man lud mich zum zweiten Gespräch auf heute ein. Gleichzeitig fragte mich der Personalchef, ob er die Referenzen, die ich angegeben habe, nun anfragen dürfe (was ich natürlich bejahte). Warum schalten die das Inserat noch einmal? Ich „gehe fast drauf“. Ich will ja nicht kritisieren, aber es verunsichert mich derart, dass ich nun Magenkrämpfe habe (:-)). Klingt lächerlich, ist aber so. Ist ein solches Vorgehen normal? Ich nehme an, dass ich nicht die einzige bin, die infrage kommt. Macht man das einfach so? Oder wollen sie prüfen, ob ich noch immer Stelleninserate lese und schliessen daraus, dass ich einfach mal so in der Gegend herumsuche nach Stellen?

  89. @Tanja: Ich werde Ihnen auf die Schnelle keine Auskunft geben können, denn das geht in dieser Form bzw. auf schriftlichem Weg so gut wie gar nicht. Ein Rat aber kann ich Ihnen gerne geben (der in Ihrer Situation nicht ganz so einfach umzusetzen sein wird, aber trotzdem auf Dauer die beste Lösung ist: seien Sie im Gespräch zwar taktisch clever (wenn einer einen Fragebogen runterrattert, dann antworten Sie mit dem, was er hören will), aber immer offen und ehrlich (will heissen: ja, deklarieren Sie klar, dass Sie ein anderes Angebot offen haben, Ihnen aber dieser Job mehr zusagen würde – seien Sie aber auf die Frage „Warum?“ gefasst). Viel Glück und Erfolg!

    @Leandra: Gratuliere – gut gemacht! Und viel Erfolg im zweiten Gespräch. Und lassen Sie sich durch das erneute Aufschalten des Inserats nicht verunsichern. Das hat nur mit Professionalität der Personalabteilung zu tun: solange die Stelle nicht erfolgreich besetzt ist, ist es nur richtig, weitere Bewerbungen zu akzeptieren. Schliesslich könnte es sein, dass Sie zwar die Wahl des Unternehmens sind, Sie selbst aber Ihre Bewerbung zurückziehen. Dann sieht die Personalabteilung ziemlich „alt“ aus. Also: hat nichts mit Ihnen selbst zu tun, sondern ist eine sinnvolle Vorsichtsmassnahme. Und noch was: dass Sie noch andere Angebote prüfen bzw. andere Bewerbungen am Laufen haben, ist genauso sinnvoll (und kein Negativpunkt)!

  90. Lieber Marcel, Ich habe ein Final Update: Ich hab’s geschafft! Ich habe die Stelle bekommen! Heute habe ich den Vertrag unterschrieben! Ich möchte hier allen anderen Mut machen, denen es vielleicht nicht so gut geht wie mir. Ich komme auch nicht von der Universität sondern musste mich vom kaufmännischen mühsam hocharbeiten; ja, ich habe noch nicht einmal einen anerkannten kaufmännischen Abschluss. Mein Weg ging nie ohne Blessuren ab. Erst war ich nach der Handelsschule Bürohilfe, dann Sekretärin, dann Leiterin eines Schreibpools, danach Leiterin einer ganzen Kanzlei und hatte vier Mitarbeiter unter mir. Dann konnte ich in die Sachbearbeitung wechseln, ohne was davon zu verstehen. Ich schlief halt über den Büchern ein und lernte und lernte und lernte. Ich holte während Jahren nebenberuflich unter grossen Entbehrungen vieles nach, aber nie das Abitur. Ich bildete mich spezifisch im Recht weiter und baute für eine Anwaltskanzlei eine ganze Abteilung auf und dazu auch noch ein Computerprogramm für diese spezielle Arbeit zu entwickeln. Während ich eigentlich sehr unsicher war, merkte mir das offenbar niemand an. Es brauchte enorm Mut, mich für was zu verkaufen, von dem ich oft nur eine Lektion voraus war. Aber ich habe immer an mich geglaubt – und jetzt habe ich es geschafft: Ich habe über 30 Konkurrenten für diese Stelle aus dem Feld geschlagen. Ich werde ein eigenes Projekt leiten, weltweit Programme implementieren und, wenn das getan ist, für die Funktionalität des ganzen verantwortlich sein. Ich habe Juristen und Ökonomen überholt, die diese Stelle auch wollten. Ich habe Angst gehabt und gelitten, konnte nicht schlafen. Ich habe es mit Hilfe dieses Blogs geschafft, und mit Hilfe des Buches „Vorstellungsgespräch“ von Püttjer & Schnierda. Natürlich war Fachwissen unumgänglich, aber trotzdem bekam ich hier viel Wertvolles mit, das mir geholfen hat. Und ich war sehr ehrlich. Ich habe auch vom angespannten Verhältnis zu meinem früheren Chef erzählt, aber ich war immer sachlich und objektiv und habe auch gesagt, dass mir diese Stelle sehr am Herzen liege. Ich war einfach absolut ehrlich, und zwar durch’s Band durch. Ich liess nichts aus, und ich fabrizierte mir auch keinen Heiligenschein. Ich habe auch von Unstimmigkeiten im früheren Team erzählt, und ich habe mich nicht so dargestellt, als könne ich mit jeder unangehnen Situation gut umgehen. Ich habe dann gesagt, dass mich dies oder das natürlich nicht kalt lasse, aber es auch darauf ankomme, wie man damit umgeht. Ich habe zum Glück genau die richtige Portion „Fehler“ erwischt, die man toleriert und habe auch die Frage in die Runde geworfen, wer denn ohne Fehler sei? Was auch gut angekommen ist war meine Aussage, dass ich nicht mit allem einverstanden sein muss, das die Firma tut, man aber trotzdem loyal sein soll, sofern es ethisch vertretbar ist. Man kann sich im Team uneinig sein, aber nach aussen hat das keinen Platz. Kurz: ich habe die Leute mit meiner entwaffnenden Ehrlichkeit beeindruckt, lässt man das Fachwissen mal aus. Ich habe ihnen immer in die Augen geschaut und auch gesagt, dass ein Vorstellungsgespräch eine besondere Situation sei – auch für sie. Ich habe ihnen direkt gesagt, dass schliesslich auch sie die richtige Person einstellen wollen und bestimmt genau so angespannt seien wie ich. Das sass und hat beindruckt. Aber bei sowas sollte man dann schon den richtigen Ton treffen, sonst kann’s nach hinten losgehen. — Und was mich dann sprachlos machte war ihr Satz am Schluss: Wenn Sie sich vorstellen könnten, mit uns Holzköpfen zusammen zu arbeiten, dann sind Sie unsere neue Frau. Dabei lachten sie mich an – es war einfach zu schön um wahr zu sein. Gefallen hat ihnen auch das: Sie fragten mich nicht über meine Kenntnisse über ihre Firma; das erzählten SIE MIR. Aber sie wollten wissen, was mir denn jetzt so an ihnen gefalle. Daraufhin anwortete ich: als ich zur Eingangstür hereinkam, war am Empfang eine sehr nette Dame. Die versuchte verzweifelt, einen Beamter zum Funktionieren zu bringen. Ich ging zu ihr hin und half ihr. Dann kam ihr Kollege dazu, und wir redeten einige Worte miteinander. Dies liess mich die ganze Angst vergessen. Ich fühlte mich wohl, und die beiden waren sehr locker und herzlich. Das sagte ich ihnen, und das gefiel ihnen ausnehmend gut. Solche Details sammelte ich zu Hauf und gab sie ihnen weiter. Ja – und da war ich ihre Frau. Also bitte: glaubt an Euch, auch wenn Ihr zum fünfhundertsten Mal eine Bewerbung schreibt. Ich hatte vor 25 Jahren sehr schlechte Karten, und nun bin ich am Ziel! Vielen Dank fürs Anhören und alles alles Gute!

  91. @Leandra: Gratuliere ganz herzlich, Leandra! Und danke für die umfangreiche Schilderung.

    @alle: Ich schliesse mich Leandras Aufruf an – glauben Sie an sich, das ist entscheind!!!

  92. Hey ich bin eine Bewerberin und will wissen, wie man ganz schnell adressen bekommt

  93. Hallo Herr Widmer,

    in meinem Lebenslauf gibt es ein nach dem 7. Semester abgebrochenes Studium. Der Grund war, dass ich während des Studiums jemanden kennenlernte und gemeinsam mit ihm eine selbständige Tätigkeit aufbaute. Da diese sehr erfolgreich verlief, hatte ich das Studium schleifen lassen und dann irgendwann ganz aufgegeben. Nach der ersten Selbständigkeit folgte eine weitere in einer gänzlich anderen Branche. Nach nunmehr fünfzehn Jahren möchte ich aber ins Angestelltenverhältnis wechseln und hatte bereits ein Vorstellungsgespräch.

    Der Vertriebsleiter fragte mich – recht unvermittelt – ob ich es jemals bereut hätte, mein Studium abgebrochen zu haben. Ich verneinte dies wahrheitsgemäß, was ihm aber (so mein Eindruck) nicht so gut gefiel. Letztlich bekam ich eine Absage.

    Deshalb meine Frage: Wäre es besser gewesen, das abgebrochene Studium zu bereuen? Zeugt dies von anderen – besseren – Charaktereigenschaften für einen Vertriebsmenschen?

    Andi

  94. @ Andi: eine an und für sich einfache Frage, aber unmöglich darauf „richtig“ zu antworten. Ich stelle Ihnen einfach eine (rhetorische) Gegenfrage: Wäre es Ihnen (auch langfristig) wohl, wenn Sie Ihre neue Karriere auf „So tun als ob“ aufbauen würden? (Und damit dürfte sich Ihre Frage „von selbst“ beantwortet haben.)

  95. Hallo Herr Widmer,

    ich habe aufmerksam alle Fragen und Kommentare gelesen.
    Ich finde die Seite wirklich super.
    Ich selbst habe noch keine Erfahrungen mit Bewerbungsgesprächen gemacht, sitze aber zur Zeit an Bewerbungen.

    Ich mache mir natürlich auch jetzt schon einen Kopf darüber, was für Fragen mich erwarten könnten. Bin schon nervös, wenn ich nur darüber nachdenke, ein Bewerbungsgespräch zu haben.

    Die Frage mit dem Tennisball finde ich besonders interessant.
    Auf so eine Idee wäre ich gar nicht gekommen. Jetzt weiß ich, falls es bei mir mal zu solch einer frage kommen sollte, dass es nicht ums Wissen geht, sondern darum, wie ich ticke.

    Können Sie mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich an Adressen komme, an denen ich mich bewerben kann?

    Carina

  96. @Carina: Haben Sie schon auf Stellenplattformen wie jobscout24.de, jobs.de, monster.de nach passenden Stellenangeboten geschaut? Viel Erfolg!

  97. Lieber Marcel, ich habe ja einen super Job an Land gezogen (u.a. Dank Jobblog – habe das gehorsamst gemeldet). :-)) Nun habe ich aber noch eine Frage, die nicht die Bewerbung sondern das Zeugnis betrifft. Darf ich Sie das hier im Blog fragen? Meinen jetzigen Job verlasse ich aufgrund der Diskrepanz zwischen dem Stelleninserat, den Vorstellungsgesprächen und meiner effektiven Tätigkeit, die in keiner Weise mit dem Vereinbarten übereinstimmen. Klartext: die hatten mir das Blaue von Himmel heruntergeholt und nachher Luzifers Wohnung geboten. Ich verlasse diese Stelle nun bereits nach 6 Monaten, wobei für mich DIE bereits zu lange in diesem Job sind. Meine Frage nun: Wie sehen Sie das: Ich möchte eigentlich kein Zeugnis sondern nur eine Arbeitsbestätigung. Der Grund dafür ist, dass ich vorher hochqualifizierte juristische Sachbearbeitung machte und jetzt, in diesem Job hier, nur Akten kopiere und die Ablage betreue (!!!). Mein nächster Job ab November ist wieder ein hochqualifizierter, interessanter Job. Ich finde, wie sieht denn das in meiner Vitae aus, ein halbes Jahr lang Gango Bringo zu sein. Die können mir nicht einmal ein Zeugnis für meine Arbeit ausstellen, denn das was im Vertrag steht, konnte ich gar nie ausüben. Sie könnten schreiben: „Sie kopierte die Akten zu unserer Zufriedenheit und spiesste den Mozzarella akurat auf die Cherrytomaten beim Vorbereiten des jährlichen Apéros.“ :-)) Sowas will ich doch nicht in meiner Vitae. Was meinen Sie? Wäre es nicht besser, einfach nur eine Arbeitsbestätigung zu verlangen? Ich persönlich glaube, dass man heutzutage ein „Loch“ von 6 Monaten gar nicht mehr gross erklären muss. Oder ich bewahre das damalige Stelleninserat mit dem Vertrag und der Korrespondenz um die Kündigung auf, damit man sieht, dass da wirklich eine riesige Diskrepanz bestand. Aber auch das finde ich nicht so gut, denn ich will ja niemanden denunzieren (obschon sie mir das Leben nun wirklich sehr schwer machen). Ich möchte einfach gehen, mir aber wegen sowas auch keinen Fleck in meine Vitae machen. Wie sehen Sie das? Entweder ein falsches Zeugnis (weil ich meine Aufgabe laut Vertrag gar nie wahrnehmen konnte), oder ein wahrheitsgetreues Zeugnis (Kopieren und Ablage – echt super…), oder nur eine neutrale Arbeitsbestätigung? Vielen Dank nochmals für alles; für die grosse Hilfe während meiner Krisenzeit in der Vorstellungsphase, und auch nun hierfür. Leandra

  98. Ich würde beides verlangen: ein Zeugnis und eine Arbeitsbestätigung (beides steht einem – zumindest nach Schweizer Arbeitsrecht – zu); sicher ist sicher. Und dann später entscheiden, welches ich bei einer nächsten Bewerbung beilegen würde. Alles Gute im neun Job!

  99. Muss es jetzt ganz einfach nochmal der richtigkeit halber schreiben ^^

    Der Tennisball hat einen Filzmantel, weil dieser den Luftwiderstand erhöht und der Ball somit nicht zu schnell wird.
    Ein Ball mit Filzmantel wird bis zu ca 100 km/h schnell, einer ohne viel schneller ^^

    So jetzt ist mein gewissen beruhigt.

    Aber hat jemand eine Antwort auf die Frage: Wie messen sie ein Flugzeug – ohne maßstab???

  100. Ich habe heute ein Vorstellungsgespräch ich bin sehr nervös,
    und weiss nicht was ich meinen Chef für Fragen stellen soll..
    Ich weiss allgemein nicht wie ich mich verhalten soll, es ist mein erstes Vorstellungsgespräch ich hoffe es läuft gut und ich bekomme den Job!

  101. @AnonymBasel: Ihre Anfrage kommt etwas spät. Ich hoffe aber, dass das Gespräch positiv verlaufen ist und wünsche Ihnen viel Erfolg!

  102. Frage 87. und alle weiteren unfairen, unerlaubten Fragen:

    Natürlich dürfen Fragen dieser Art nicht gestellt werden! Aber soll man seinen zukünftigen AG jetzt anzeigen oder versuchen eine kluge Antwort zu geben? Er weiß es und er will nur provozieren, bzw. herausfinden, wie der Bewerber sich verhält. Um diese Fragen beantworten zu können, ist man entweder gerissen und clever oder gut vorbereitet. Und dazu muß man erlaubte und unerlaubte Fragen filtern und verarbeiten (also in irgend einer Weise beantworten).

    Tip: Bei unerlaubten Fragen ist Lügen natürlich erlaubt!
    Ich find dein Fragenkatalog prima und bin dir sehr dankbar dafür. Jetzt fehlt nur noch ein Mögliche Antworten Katalog und dann gehts rund…Danke Jochen MAi

  103. @Annett: Ob erlaubt oder nicht, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, wie Sie mit der Frage umgehen. Und da können Sie mit einem freundlichen und bestimmten „Auf diese Frage werde ich Ihnen nicht antworten.“ durchaus punkten!

  104. Lieber Marcel

    Ich bereite mich gerade auf die ersten Vorstellungsgespräche vor, welche ich „von der anderen Seite her“ bestreiten darf und bin im wahrsten Sinn des Wortes über diesen äusserst gelungenen Blogg gestolpert. (Meine heutige Arbeitszeit verlängert sich nun um mindestens eine Stunde…)
    Ich habe hier viele gute Inputs erhalten, viele gute Reaktionen gelesen, leider auch ein paar weniger hochstehende, diese wurden aber mit bravour abgehandelt, und fühle mich nun bestens gewappnet, mich mit den potenziellen Kandidaten bekannt zu machen.
    Herzlichen Dank und:
    Ich werde den Blog weiter verfolgen!

  105. Lieber Martin
    Herzlichen Dank für das Kompliment, über das ich mich sehr gefreut habe! Ich wünsche Dir ein erfolgreiches Bewerberinterview und den Mut, auch „auf den Bauch zu hören“ (das fällt gerade uns Männern nicht immer ganz einfach).

  106. Lieber Marcel
    Die beiden Gespräche sind wunderbar gelaufen. Ich habe zwar weder nach dem Tennisball gefragt noch mir einen Kugelschreiber verkaufen lassen aber dank dem Hinweis auf solche Fragen sehr auf den Unterton meiner Gesprächspartner bei den Gesprächen geachtet. Da die fachliche Qualifikation ausser Frage stand kam es mir ja vor allem auf die menschlischen Aspekte an. Jedenfalls habe ich in drei Monaten einen neuen Mitarbeiter (freu) und bin dann gespannt ob mein Bauchgefühl richtig war (ich denke schon, denn auf meinen Bauch kann ich mich eigentlich recht gut verlassen, ausser wenn ich beim letzten Griff in den Kühlschrank vergessen habe auf das Ablaufdatum zu schauen…).
    Für mich ein ganz wichtiger Tipp für alle, egal auf welcher Seite des Tisches ihr sitzt: Bleibt so entspannt und natürlich (und ehrlich) wie Möglich! Es bringt niemandem erwas, wenn ihr dem Gegenüber etwas vorzugaukeln versucht was ihr dann nicht seid. Euer Gegenüber bemerkt es garantiert (wenn vielleicht auch nur unterbewusst)!

  107. @Martin Um es etwas modern zu formulieren: „Authentizität is king!“ :-) (Und das gilt für die Personen auf beiden Seiten des Tisches!)

  108. Hi Marcel,

    ich finde den Blog super.

    Gerade kurz nach meiner Ausbildung, habe ich mich oft gefragt, wie denn wohl die richtige Antwort auf diese oder jene Frage sei und wenn man vorher nicht einmal die Fragen kennt, dann macht einen diese Situation völlig nervös.

    Dabei ist es wie mit der Frau und der Spinne – beide haben gleichermaßen „Angst“ voreinander und wenn beide doch zusammen auskommen wollen, müssen sie sich eben miteinander vertraut machen.

    Es ist halt ein Vorstellungs- oder eher ein KENNENLERN-Gespräch und für meinen Gemütszustand macht es mittlerweile keinen Unterschied mehr (auch dank dieses Blogs), ob mich jemand sachlich fragt: „Was werden Sie in den ersten 30 Tagen dieses Jobs unternehmen?“ oder „Wie lange würde es dauern, bis Sie bei uns einen signifikanten Beitrag leisten?“. Ich werde so galant wie möglich darauf antworten.

    Wenn jemand allerdings nur solch provokante Fragen stellt, werde ich erforschen, warum eine andere Art der Kommunikation nicht möglich ist und ggf. als Konsequenz, den angebotenen Job nicht annehmen. Viel häufiger musste ich aber feststellen, dass die Unternehmensvertreter / Interviewer in keiner Weise vorbereitet waren und wenn die nicht wissen, wen sie wollen, kann ich nicht wissen, ob ich zu Ihnen passe.

    Liebe Grüße aus Hamburg

  109. Hi Marcel,
    auch vielen Dank für dieses hilfsreiche Blog.

    Ich hätte eine Frage bzgl. des Verlassens einer Arbeit aus ethischen Gründen. Ich habe früher an eine Universität gearbeitet.
    Alles lief gut bis meine Chefin praktisch durchdrehte. In einem Jahr haben mehr als die Hälfte der Mitarbeiter gekündigt.
    Ich war an der Reihe als sie mir einen ziemlich guten Vertrag anbot, im Gegenzug sollte ich jedoch ihr absolute Loyalität schwören, was im klaren Text bedeutet, meinen Bereichsleiter mitzumobben.

    Ich hab gekündigt bzw. mein Vertrag auslaufen lassen (was auch in meinem Zeugnis steht).

    Jetzt bewerbe ich mich an eine andere Universität für eine ähnliche Stelle. Wenn sie mich fragen, wieso ich nicht bei meiner alten Stellen geblieben bin, soll ich ehrlich antworten?

    Vielen Dank in Voraus

  110. Vielen Dank! Ich würde mich auch besser fühlen, bei der Wahrheit zu bleiben :-)

  111. Noch eine Anmerkung zur Tennisballfrage:
    Auch wenn mehrfach betont wurde, dass die Antworten auf die Frage Hinweise auf die ‚Funktionsweise‘ der Bewerber geben könne, ist sie wohl eher der Langeweile geschuldet, die Personalmenschen erleben, wenn sie zu viele Interviews führen?!
    Wenn das nicht so ist freue ich mich über eine Quelle, die darüber aufklärt, welche Antworten mit welchen Herangehensweisen an Probleme aus der Arbeitswelt korrelieren. Dann hätte ich an dieser Stelle etwas gelernt.
    Als diagnostische Hilfe bei der Personalauswahl ist sie jedenfalls ungeeignet, wenn sie dem Interviewer ledigliche ein ‚Gespür‘ vermittelt. Für seriöse Auswahlentscheidungen dürfen die Kriterien deutlich härter sein.

  112. @ Jarno
    Genau das Selbe habe ich vor ein paar Wochen auch noch gedacht.
    ABER:
    Ich war auf der Suche nach IT-Fachkräften welche im Bereich von Zukunftstechnologien tätig werden sollten. Nebst der fachlichen Prüfung war es uns aber auch wichtig ein gewisses Mass an Kreativität bei den Kandidaten zu haben. Also stellte ich zum Abschluss noch die „gemeine Tennisball-Frage“. Resultat: Als der Filz des Tennisballs dazu da war, dass der Ball im Winter nicht kalt hat wusste ich, dass wir die/den richtigen Kandidatin/en gefunden hatten…
    Hierbei geht es also nicht um Seriosität und Diagnostik, sondern darum, die Menschen beim Denken zu erleben.
    Alternativ-Frage: Wie nennt man das Teil, welches man bei der Kasse im Supermarkt aufs Band legt, nachdem man alle waren aufs Band gelegt hat?
    In diesem Sinne: Frohes Denken!

  113. @Jarno: Ihre Anmerkung ist korrekt – danke dafür.

    Sie haben Recht: die Antwort auf die „Tennisballfrage“ lässt für sich allein natürlich keinen Schluss zu und ist (ebenfalls für sich allein) auch nicht geeignet, ein Gespür zu vermitteln. Aber in der Kombination mit Antworten auf andere Fragen („Wieso haben Sie sich entschieden, Betriebsökonomie zu studieren?“, „Was reizt Sie besonders an der Aufgabe als Juniorentrainer im Fussballclub?“ …) ergibt sich im Laufe des Gesprächs ein (beinahe) vollständiges Bild – Stichwort: Mosaik.

    Ich muss es Ihnen überlassen, ob Sie mich als „Quelle“ akzeptieren. Mit über 10 Jahren Führungserfahrung und seit bald 11 Jahren in der Beratung (mit gut 1500 Interviews auf dem Buckel) dürfen Sie davon ausgehen, dass ich solche Themen (wie den ganzen Blog hier) nicht nur aus dem Hören-Sagen kenne. Das hätten Sie und andere schon längst gemerkt!

    P.S. Zu Ihrer Langeweile-Theorie: Ich kann Ihnen versichern, dass ich in einem Interview nie Langeweile habe, weil ich hochkonzentriert zuhöre und nachfrage. Wenn es langweilig ist, ist das das Zeichen, dass das Mosaik „Das ist der Kandidat“ komplett ist und wir zum anderen Thema „Das ist die Firma“ übergehen können.

  114. @Martin: Ihre Kommentar habe ich erst gesehen, als ich meinen geschrieben und abgeschickt hatte. „Die Menschen beim Denken erleben“ – wow, diese Formulierung passt 100%. Vielen Dank dafür!

  115. Ich habe in einer Woche ein Vorstellungsgespräch bei einer Bank und bin jetzt schon nervös.
    Da ich noch Oberstufenschüler bin habe ich noch keine Kentnisse mit Vorstellungsgesprächen.
    Nun, möchte ich Sie fragen was die typischsten Vorstellungsgesprächsfragen sind?

    Wie verhält man sich am besten wenn eine solche Frage wie 15,37 oder 62 gefragt wird??

    Lg F.I :-)

  116. Hallo F.I
    (Oberstufe, dann darf ich bestimmt noch „Du“ sagen …)

    Ich verstehe Deine Nervosität mit Blick auf das erste Vorstellungsgespräch. Nur muss ich Dich um Verständnis bitten, dass ich Deine Frage bzw. „beste Antworten“ auf die von Dir genannten Fragen hier unmöglich beantworten kann – es gäbe soviele Möglichkeiten, die kann man nicht schriftlich festhalten.

    Vielleicht hilft Dir das: spiel die Fragen mit einer Freundin einmal durch (Rollsenspiel, kennst Du bestimmt aus der Schule). Sie stellt Dir dir Frage (z.B. „Wer hat Sie in Ihrem Leben entscheidend geprägt?“) und Du antwortest (z.B: „Mein Vater“). Danach stellt sie Dir als zweites die Frage „Warum?“. Und jetzt überlegst Du Dir das „Warum“. Diese Antworten werden Dir im Vorstellungsgespräch helfen, solche Dinge zu erklären. Und damit hat Dein(e) Gesprächspartner(in) die Möglichkeit, besser kennen zu lernen; zu erahnen, wie Du „tickst“.

    Ich hoffe, ich habe Dir ein bisschen helfen und ein Stück weit die Nervosität nehmen können. Ich drücke Dir auf jeden Fall beide Daumen, wünsche Dir Glück und Erfolg und einen gelungen Einstieg in Dein Berufsleben!

    (Vielleicht berichtest Du hier, wie es Dir ergangen ist? Es würde mich freuen!)

  117. Ich habe auf die Frage “ Planen sie noch Kinder“ von der Bewerberin sofort die Antwort “ Wenn das für die Arbeitsstelle wichtig ist, fange ich umgehend mit der Planung an“ bekommen.
    Die Antwort sagte mir, dass die Frau genau ins Unternehmen passt.
    ( selbstbewußt, spontan, kommunikativ)
    Übrigens ist das Schlimmste, was in einem Vorstellungsgespräch passieren kann, wenn der Firmenvertreter verschiedenen Aussagen auf dieselbe Frage erhält.
    Bsp. Im Lebenslauf steht : Ich war monatlich für die Schulung von 200 Mitarbeitern verantwortlich.
    Im Verlauf des Vorstellungsgespräches wird immer wieder eine Frage zu dieser Aussage gestellt.
    – Sie waren für Schulungen verantwortlich? In welchem Rahmen, für wieviel Mitarbeiter?
    – Für wieviel Mitarbeiterschulungen waren sie nochmal verantwortlich?
    – Wieviel der von ihnen geschulten Mitarbeitern…es waren wieviel?…konnten die Schulungsinhalte komplett umsetzen?
    usw.
    Wenn der Personalchef bei jeder Antwort eine andere Zahl erhält vermutet er Unehrlichkeit und wird den Bewerber mit Sicherheit nicht einstellen.

    Es ist deshalb immer wichtig genau zu wissen, was man in der Lebenslauf geschrieben hat. Hat man sich in ein besseres Licht gesetzt Bsp.o. es waren 150 Mitarbeiterschulungen statt 200, sollte man diesen Spielraum auch in den Lebenslauf schreiben. „Ich war für die monatliche Schulung von 150 bis 200 Mitarbeitern verantwortlich.“ Wenn jetzt Fragen gestellt werden kann man diese Schwankungen der Mitarbeiterzahlen z.B. mit Krankheit oder mit natürlicher Fluktuation im Unternehmen erklären.

    lg

  118. Eine immer wieder gern gestellte Frage ist: Warum bewerben Sie sich gerade bei uns. Nachvollziehbar, wenn sich jemand aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis heraus bewirbt, aber nicht nachvollziehbar, wenn es sich beim Bewerber um einen (schon verzweifelten) Arbeitslosen handelt.
    Ein Bekannter hat mal aus Trotz wahrheitsgemäß geantwortet: „Weil Sie ein Stellengesuch geschaltet haben“. Er hat den Job nicht bekommen.

  119. Ich meinte natürlich: „Weil Sie ein Stellenangebot geschaltet haben“.

  120. @Mari: Das stimmt so nicht. Die Antwort auf die Frage „Wieso gerade bei uns?“ ist auch dann interessant, wenn jemand im Moment keinen Job hat. Nicht aus Sicht des Bewerbers (er will arbeiten und braucht Geld), aber für das Unternehmen: die nehmen natürlich lieber jene Bewerberin, die sich z.B. für ihre Produkte interessiert, weil …, als den Bewerber, der nicht mal weiss, was das Unternehmen macht. Zusammengefasst: die Motivation, die jemand hat, ist (auch) entscheidend.

  121. Der Blog ist wirklich sehr interessant und es macht Spass die Kommentare durchzulesen. Meine bisherigen Vorstellungsgespräche sind praktisch alle gut gelaufen. Gegen die Angst habe ich am Vortrag immer probiert mich auf das Gespräch zu freuen, im Sinne von „morgen kann ich eine neue Person kennen lernen und erzählen wie gut ich bin.“ Das hat immer recht gut geklappt.
    Und zur Gehaltsfrage: Als mir diese Frage zum ersten Mal (Nebenjob) unvorbereitet gestellt wurde antwortete ich „keine Ahnung. Einfach mehr als an der Kasse in der Migros.“ Da haben sich die drei Interviewer mal überlegt und diskutiert, was eine Kassiererin eigentlich verdient. In der Zwischenzeit konnte ich mir eine gute Antwort überlegen…und habe dann den Job und das Geld bekommen. Spontan, ehrlich und lustig:)

  122. Hallo Marcel

    Ich bin aufgrund einer Fusion (schon wieder) auf Stellensuche und werde sehr oft zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Doch bis jetzt hat’s noch nicht geklappt. Entweder war ich nicht überzeugt vom Job und habe von mir aus abgesagt (zum Teil aber auch die Unternehmen weil sie meine fehlende Überzeugung gespürt haben). Und bei den Jobs die ich unbedingt haben wollte und das auch am Vorstellungsgespräch entsprechend vermittelt habe, hat’s nicht gereicht.

    Ich bereite mich immer sehr gut auf das Vorstellungsgespräch vor. Ich informiere mich im Detail über die Firma, überlege mir Antworten zu häuftig gestellten Fragen (deine 100 habe ich allerdings erst heute gefunden). Konkret habe ich folgendes Problem:

    Ich bin auch der Meinung, dass Authentizität und Ehrlichkeit besser ankommt. Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Ehrlichkeit kontraproduktiv ist; z.B. wenn ich die Frage zu den Schwächen mit „ich könnte ein bisschen mehr Gelassenheit vertragen / ich setze mich manchmal selber unter Druck“ beanworte oder der Grund, wieso ich meine Versicherungskarriere an den Nagel gehängt habe in etwa beantworte mit: „Ich war immer im Spannungsfeld zwischen verschiedenen Parteien und das hat nicht unbedingt meinem Charakter bzw. meinem Harmoniebedürfnis entsprochen“. Ungeduld möchte ich auch nicht unbedingt erwähnen, weil dies recht plump daherkommt und weil jeder das Gleiche sagt. Ich weiss aber nicht, was ich sonst sagen könnte, das stimmt und das nicht gegen mich verwendet wird…

    Dann wüsste ich auch nicht wie ich auf die Frage „Was war die schwerste Zeit in Ihrem Leben? Wie sind Sie damit umgegangen?“ antworten sollte. Die Wahrheit ist, dass ich seit Jahren chronisch schmerzkrank bin, mittelerweile jedoch gelernt habe damit umzugehen, durchzuhalten und mein Leben in die richtige Bahn zu lenken. Durch diese Krankheit habe ich sehr viel über mich, die Menschen und die Gesellschaft gelernt. Ich denke, dass dies auch beruflich von Vorteil sein kann. Es ist meinem Gefühl nach jedoch sehr riskant, die Krankheit überhaupt zu erwähnten da ich denke, dass kein Arbeitgeber das Risiko eingehen möchte, eine Person anzustellen, die vielleicht nach kurzer Zeit krankgeschrieben wird oder weil er vermutet, die Arbeitsleistung leide darunter… aber diese Krankheit hat nich nun mal geprägt wie Nichts anderes in meinem Leben…

    Weil ich unbewusst fürchte, mit etwas zu ehrlich zu sein, was dann gegen mich spricht, wirke ich vielleicht auch während dem ganzen Gespräch unnatürlich…

    Was dankst du darüber?

    Danke im Voraus.

    Melanie

  123. @Melanie

    Dass Du Authentizität und Ehrlichkeit als hohen Wert lebst, finde ich persönlich richtig – anders geht’s (zumindest längerfristig) sowieso nicht. In der Konsequenz bedeutet das natürlich nicht, dass das alle genauso so sehen und genauso gut damit umgehen können. Bezogen auf die Bewerbung bedetuet das: wenn die Verantwortlichen bei einer Firma das anders sehen bzw. das nicht schätzen, dann ist’s grundsätzlich gut, dass es nicht zu einem Arbeitsvertrag kommt – es passen dann schlicht und einfach zwei Seiten nicht zusammen.

    Natürlich gibt es hier noch viele, unterschiedliche Themen, die hier Einfluss haben. Ich hoffe aber auf Dein Verständnis: Zum einen kann eine Antwort hier im JobBlog nicht ausreichen. Zum anderen sind die Bearbeitung solcher Fragestellungen auch Bestandteil meines Beratungsangebots (mit dem ich vor allem meine Familie ernäheren muss und will).

  124. Hallo

    Ich bin mehr durch Zufall auf den Blog gestossen und habe eine ähnliche Frage wie weiter oben mit Ausstellung einer Arbeitsbestätigung.

    Im Sommer bin ich sehr euphorisch zu einer neuen Stelle gewechselt. Nach 3 Monaten habe ich die Reissleine gezogen, da ursprüngliche Stellenbeschreibung und Zusagen aus dem Vorstellungsgespräch nicht eingehalten wurden. Konsequenz für mich war meine Kündigung zum Ende der Probezeit.

    Leider habe ich mit dem alten Arbeitgeber nach wie vor Probleme was die Ausstellung meiner Arbeitsbestätigung angeht. Mir liegt mittlerweile eine Arbeitsbestätigung vor, die aber was die Aufgabenbeschreibung und Tätigkeitsgebiet angeht, schlicht ein Witz ist.

    Ich habe 3 Fragen, die ich bisher online in der Form noch nicht klären konnte, vielleicht finde ich hier Hilfestellung.
    – mir ist klar, dass eine reine Arbeitsbestätigung nur wenig Inhalt bietet, nur klaffen zwischen interner Stellenbeschreibung und Formulierung in der Arbeitsbestätigung Welten, wo könnte ich entsprechende Muster von Bestägungen finden, online ist so gut wie nichts zu finden
    – gehört in eine Arbeitsbestätigung kein Schlusssatz in der Form rein… Kündigung durch xyz auf Ende der Probezeit, wir wünschen im für den weiteren Weg alles Gute… oder ist diese Formulierung bereits nicht mehr Bestandteil einer reinen Bestätigung
    – ich habe bei der alten Firma ein Team aus 10 Personen geführt, in der Bestätigung fehlt diese Angabe komplett, berechtigt?

    Vielen Dank für eine Hilfestellung

    FB

  125. @ Felix „Bänker“

    Basierend auf OR Art. 330 soll sich eine Arbeitsbestätigung auf Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses beschränken. Hinweise auf den Grund der Auflösung sind wegzulassen. Von dem her ist die Arbeitsbestätigung ohne Funktionsbeschreibung (und ohne Erwähnung der Führungsspanne) korrekt.

    Ich würde Ihnen empfehlen, auf die Arbeitsbestätigung nicht noch mehr Energie zu ver(sch)wenden. Anstelle dessen würde ich mir überlegen, wieso diese Diskepranz zwischen vorgesehener und tatsächlicher Aufgabe gekommen ist und welchen Anteil Sie selbst daran gehabt haben könnten. Für mich (als Interviewer) ist dieser „Fehlgriff“ bei der letzten Stelle an sich nicht wichtig; mich interessiert aber umso mehr, was sie daraus gelernt und mitgenommen haben – so lernte ich Sie noch besser kennen.

  126. Vielen lieben Dank für das schnelle Feedback.

    Sicherlich ist es richtig, nicht noch mehr unnötige Energie auf eine Bestätigung zu verschwenden, das Kapitel sollte schnellstens abgeschlossen und der Blick nach vorne gerichtet werden. Interessant finde ich an dieser Stelle die Sichtweise eines Interviewers zum Fehlgriff und dem Umgang damit.

    Problematisch sehe ich allerdings den Punkt, das momentan mein alter Arbeitgeber ’netterweise‘ Tätigkeitsgebiete in die Bestätigung mit aufgenommen hat, diese Bereiche decken sich nicht mit der ausgeübten Funktion. Vereinfacht wurden Sachbearbeiter- anstelle Teamleiteraufgaben dargestellt. Hier dränge ich auf eine Korrektur, damit zumindest richtige Angaben enthalten sind.

  127. Das ist richtig: bitten Sie den Arbeitgeber, OR-konform Dauer („vom x. Xxx bis Y. Yyy“) Art („als Teamleiter XY“) in der Arbeitsbestätigung zu erwähnen. Vielleicht ist der Widerstand geringer, wenn Sie die veranwortliche Person in der Personalabteilung bitten?

  128. Hallo Herr Widmer

    n0chmals danke für das neue Feedback.

    Genau hier dürfte das Problem liegen, die Firma hat nur rund 50 Mitarbeiter und HR Angelegenheiten werden von einem Geschäftsleitungsmitglied in Eigenregie quasi ’nebenher‘ gemacht worden.

    Momentan tendiere ich zu einem netten und höflichen Schreiben mit der Bitte um Korrektur der aufgeführten Aufgabengebiete, wenn diese schon enthalten sind, was ich grundsätzlich begrüsse, auch wenn es keine OR Pflichtbestandteile sind. Sollte es hier zu Problemen kommen kann ich in einem nächsten Schritt immer noch auf Korrektur in Form von kompletter Streichung drängen.

  129. Hallo, ich hab in nächster Zeit ein paar Bewerbungsgespräche und möchte mich natürlich so gut wie möglich vorbereiten. So, jetz stocke ich aber bereits bei der ersten Frage:“ Erzählen Sie mir was über sich“ Was soll man da antworten, ist die Frage in Bezug auf meine Persönlichkeit gestellt, auf meinen schulischen/beruflichen Werdegang, meine Erfahrungen in dem Beruf etc.

    Und würde sich es negativ auswirken, genauer nachzufragen, was der Personaler genau damit meint?
    Lg

  130. Bei einem Bewerbungsgespräch empfiehlt es sich natürlich, in erster Linie über den schulischen/beruflichen Werdegang zu erzählen. Aber m.E. gehören persönliche Dinge (Hobbies etc.) ebenso dazu. Wir sind ja nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Mensch ;-)

  131. Hallo Marcel. also zunächst einmal auch von meiner Seite grosses Kompliment für den hier bestehenden Blog. Nun zu meiner Frage: Ich habe in ca einer Woche ein Vorstellungsgespräch in einer Spedition in welcher ich gerne eine Aussbildung zum Kauffmann für Spedition und Logistikdienstleistung durchführen möchte. Bezüglich des Vorstellungsgespräches mache ich mir da keine Sorgen als viel mehr dem 1 stündigen Eignungstestes welcher aus 3 Teilen sich zusammensetzt. Da ich derartige Eignungstests bisher noch nie bestritt kann ich mir darunter relativ wenig vorstellen und hoffe deshalb natürlich auf die ein oder andere Auskunft deinerseits. Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe
    Mit freundlichen Grüssen

  132. Hallo,

    tolle Fragen tolle Kommentare.

    Grundsätzlich ist es immer empfehlenswert, sich selbst darüber klar zu werden, was man eingentlich möchte, was die eigene Persönlichkeit auszeichnet. Denn, oftmals, suchen Unternehmen Persönlichkeiten.
    Am Anfang kann durchaus stehen, Freunde, vielleicht auch Bekannte zu befragen, wie sie über einen denken und das dann mit der eigenen Selbsteinschätzung abzugleichen.
    Vielen Erfolg allen auf dem Weg zum ‚Traumjob‘.

  133. Hallo Marcel,
    großes Kompliment für diese Seite!

    Ich habe nächst Woche mein erstes Vorstellungsgespräch nach meinem Studium und habe noch eine Frage:

    Ich habe mich für eine Stelle als Junior Consultant beworben und werde nächste Woche zunächst ein Vorstellungsgespräch bei einem Personalvermittler haben. Das eigentliche Unternehmen wurde in der Stellenausschreibung nicht erwähnt.
    Gibt es dafür einen bestimmten Grund? Möchte die Personalvermittlung dass ich mich vorab telefonisch nach dem Unt. erkundige? Bin ein wenig verunsichert ….

    Vielen Dank im voraus!

  134. Hallo Frank

    Danke für die Blumen :-)

    Dass das Unternehmen im Stelleinserat nicht genannt wird, kann viele Gründe haben: Diskretion, falls Stellen noch besetzt sind; Diskretion mit Blick auf die Konkurrenz; Angst des (schwachen) Personalvermittlers, dass sich Bewerber direkt beim Unternehmen melden; usw. Für Sie bzw. das erste Gespräch ist es jetzt noch nahezu irrelevant. Erkundinge Dich sich aber im ersten Gespräch (wenn das Unternehmen dann nicht sowieso genannt wird).

    Toi-toi-toi!

  135. Hallo Frank,
    es ist für Personalvermittler recht schwer Unternehmen zu finden die bereit sind eine Vermittlerprovision zu zahlen. Daher ist es legitim, diesen Kunden auch Exclusiv zu bedienen. Man möchte in erster Linie das Geschäft nicht verlieren und vermeiden, das Du selbst mit dem Unternehmen in Kontakt trittst. Legitim wie ich finde, denn es steckt viel Arbeit hinter der Personalvermittlung.
    Viel Erfolg
    Thomas (ehemaliger Vitae- Personalvermittler)

  136. Hallo,
    also ich denke (bzw. hoffe), dass ich bald ein Bewerbungsgespräch haben werde. Also eins ist zumindest schonmal sicher.
    Nur wäre das mein bisher Erstes und ich bin dementsprechend ein wenig aufgeregt.
    Ich habe vor fast zwei Jahren meinen Realschulabschluss gemacht aber seit dem keine Ausbildung gemacht und nicht gearbeitet.
    Muss ich nun über die Lücke im Lebenslauf ehrlich sagen, dass ich erstmal auf der Suche war nach mir selbst und dem was mir gefällt um herauszufinden was ich wirklich will oder würde man das als blöde Ausrede sehn, dass man einfach keinen Ausbildungsplatzt bekommen hat, wobei ich auch wirklich nach keinem gesucht habe! *vielleicht sollte ich mich dafür schämen aber mein Leben und das Wohlfühlen hat Priorität, ich könnte niemals etwas tun womit ich unglücklich oder von dem ich nicht wirklich überzeugt wäre*
    Aber noch eine ganz wichtige Frage ist: WAS MUSS ICH ANZIEHN (würde gerne Floristin werden)??
    Hab mich natürlich schon im Internet umgesehn aber nie wirklich eine für mich zufriedenstellende Antwort gefunden.
    Sollte es wirklich reichen als Floristin, dass ich eine einfache Jeans, saubere Schuhe (mit oder ohne Absatz???) aber im Gegensatz eine schicke Bluse dazu anziehe? Es heißt ja auch man solle sich anpassen… tut mir leid, dass ich das sage aber es ist nunmal so, dass die meisten in einem Blumenladen einfach nur mit Jeans und einem netten Oberteil hantieren, was mich ja nicht stört.
    Wäre nett wenn mir jemand die Fragen zufriedenstellend erklären kann.
    Danke

  137. @Kristin:
    Zu den letzten zwei Jahren: Ehrlich währt am längsten, glauben Sie mir!
    Zur Bekleidung: Ja: saubere Schuhe, Jeans (aber bitte mit Löchern und Schlitzen ;-) ), Ihrem Alter entsprechende Bluse. Wie Sie selber sagen: sich anpassen (ohne dabei gekünstelt zu wirken).
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Gespräch :-)

  138. Vielen herzlichen Dank, habe jetzt auch schon einen Termin (nächsten Montag).
    Ich freu mich schon darauf auch wenn ich ein wenig aufgeregt bin :-). Aber ich glaube, dass ich das gut meistern werde. Ich streng mich immer an und ich möchte diese Ausblidung nun mal wirklich, Blumen sind mein Traum (wusste ich vorher schon aber dieser Winter hat mir definitiv nochmal die Bestätigung gegeben ;-) )
    Ich würde dann gerne in den Blog stellen, wie das Gespräch gelaufen ist. Ein Ergebnis wird man wohl nicht so schnell bekommen aber meine Eindrücke vermittel ich gerne weiter. Vielleicht hilft es anderen mit demselben Wunsch/Traum nochmal weiter.
    Lg

  139. Sehr geehrter Herr Widmer,

    welche Fragen werden an zukünftige Führungskräfte gestellt? oder gibt es dafür einen anderen, spezifischen Fragenkatalog?

    Mit freundlichen Grüssen
    Ch.W.

  140. @Ch.W.
    Über die Antwort zu Ihrer Frage könnten wir gut und gerne eine Stunde sprechen (wenn Ihnen dieses Anliegen wirklich wichtig ist: zögern Sie nicht, mich anzurufen).

    Ich möchte Ihnen aber dennoch ein paar Hinweise bzw. Anstösse als Antwort geben:

    Sie können durchaus die gleichen Fragen stellen. Es geht in diesen Fragen ja nicht um die Prüfung des Wissens, sondern darum, zu erfahren, wie der Kandidat/die Kandidatin „tickt“. Natürlich bringen Ihnen bei Führungskräften Fragen wie „Was war Ihre schwierigste Entscheidung in der Personalführung – warum – wie haben Sie diese gefällt?“, „Was würden Sie heute anders machen als in Ihrer ersten Führungsaufgabe – warum?“ zusätzliche Erkenntnisse.

    Ich hoffe, das hilft Ihnen schon ein wenig …

  141. Hallo Herr Widmer,
    vielen Dank für diesen Fragenkatalog (Ironie). Jetzt bin ich noch nervöser als vorher. Nein, ohne Witz: ich finde den Katalog und diesen Blog sehr gut!! Leider habe ich morgen schon ein Vorstellungsgespräch, was heißt, dass ich eine Antwort wohl nicht mehr werde lesen können. Wie dem auch sei: Ich habe das Gefühl, mich trotz guter Kenntnisse in meinem Job nicht verkaufen kann. Es ist immer wieder so, daß ich über Zeitarbeit an Anstellungen komme. Jetzt wohl auch wieder. Wie kann ich das ändern? Gibt es günstige Möglichkeiten, hier in HH in D Hilfe zu bekommen? Ich weiß was ich kann, aber viele Fragen bringen mich aus dem Konzept. Besonders die eine nach meiner Beendigung einer Anstellung nach mehr als 6 Jahren. Ich habe mir damals trotz Datenschutz eine Datei ohne Erlaubnis nach Hause geschickt. Ich hatte diese Vereinbarung, mit dem Hinweis, dass es zu einer fristlosen Kündigung bei Verstoss führen kann, unterschrieben, beim Versand dieser Datei aber einfach vergessen. Da ich die Datei nicht gezippt hatte, wurde der Versand bemerkt und es wurden der Vorstand und meine Chefin benachrichtigt. Ich wollte nichts Böses damit anstellen, sondern zuhause daran arbeiten. Nun hatte ich schon lang das Gefühl, daß man auf einen triftigen Grund wartete mich entlassen zu können. Ich habe dann eine „normale“ betriebsbedingte Kündigung erhalten. Jetzt meine Frage dazu: Soll ich diesen Verstoss bei o.g. Nachfrage zugeben? Ich habe Angst, dass ich dann die Anstellung nicht bekomme. Aber: wenn ich eine undifferenzierte oder andere Antwort gebe, so ist diese ja nachprüfbar. Außerdem stehen beide Unternehmen in geschäftlichen Kontakt. Und eines ist klar: Ich habe mir seitdem so etwas nie mehr zuschulden kommen lassen. Was soll ich tun?
    Ich schaue morgen vor halb elf einmal hier ´rein. Vielleicht haben Sie schon darauf antworten können. Falls nicht, so wäre ich trotzdem für eine Antwort dankbar, da ja hoffentlich noch andere Vorstellungsgespräche folgen.

  142. @tschudda

    Vorab: vielen Dank für die Komplimente zum JobBlog – die haben mich sehr gefreut!

    Nun zur Antwort auf Ihre Frage: Sie haben ja zum Schluss Ihres Kommentars diese ja schon so gut wie beantwortet. Aus jahrelanger Führungs- und genau so langer Beratungserfahrung kann ich Ihnen nur raten, bei der Wahrheit zu bleiben. Vielleicht hätten Sie das Glück, dass „es“ trotz der Verflechtungen der Firmen nie ans Tageslicht kommt. Aber Sie selbst hätten vermutlich gutes Gefühl dabei (sonst würden Sie ja hier nicht fragen). Also: falls danach gefragt wurde, antworten Sie offen und ehrlich, so wie Sie es hier getan haben.

    Wie ist es denn beim Gespräch gelaufen? Für welche Lösung haben Sie sich denn entschieden?

  143. So hat zwar lange gedauert aber jetzt hab ich erstmal ein Stück hinter mir und auch ENDLICH einen Internetanschluss (heutzutage geht ohne ja wirklich nichts aber die ständigen Rennereien ins Internetcafe waren total nervig)

    So also zu dem ersten Vorstellungsgespräch: Der Ausbildungsplatz wäre in einem großen EKZ der Laden mitten im Getummel (wäre immer schön viel los). Dementsprechend hatte die Dame trotz Einplanung nicht viel Zeit und in einen seperaten Breich ging es auch nicht. Ich habe mich zirka 10 Minuten mit ihr unterhalten (wie schon geahnt kam die Frage warum ich letztes Jahr noch nichts angefangen hatte, aber kein Problem für mich). Komisches Gefühl sobald ich nach ihr gefragt hatte, lief alles „mechanisch“ ab. Trotz stabiler Planung agierte mein Körper wohl mehr „als ich selbst“. Obwohl ich mich auf einen festen Händedruck konzentriert hatte war ich nicht mehr Herr über mich bzw. ich leistete von alleine gute Arbeit, ich musste nich mehr viel nachdenken es kam alles von alleine. Aber es war alles richtig: so war ich eben, geradeaus und selbstbewusst. Dennoch habe ich sie wohl recht schnell von mir überzeugt. Gleich die Woche darauf sollte ich ein einwöchiges Praktikum machen. War ein tolles Team, (nur der Chef schien so als wüsste er noch cniht was er nun will, wird noch wichtig, hab ihn nur zweimal gesehn da er in seinem anderen Laden arbeitet) sie waren genauso frei raus wie ich, immer alles ehrlich sagen. Wir haben uns alle toll verstanden und ich habe herausgefunden, dass ich schon unter dutzenden Bewerbern die Erste war, die überhaupt ein Praktikum machen durfte. ( Grund zur Freude)
    Dann kam zu mir noch eine weitere Praktikantin, einen Tag arbeiteten wir zu selben Zeit (wohl um uns direkt zu vergleichen). Ich möchte nicht bösartig rüberkommen, denkt nicht schlecht von mir aber ich wusste sofort, dass sie mir nicht das Wasser reichen kann. Einfach zu introvertiert und still, hat schon beim Sträußebinden gezittert wie Espenlaub und kräftig war sie auch nicht. Hat schon fast aufgegeben nur beim Tragen von einer kleinen Platte voll Sonnenblumen von denen ich locker zwei tragen konnte. Dann Woche zuende, alle zufrieden mit mir. Aber ich sollte ncoh eine Woche warten da noch eine letzte dritte Praktikantin kam.
    Dann der Anruf: “ Tut uns leid aber ich muss dir erstmal nein sagen“ (Schock) Natürlich fragte ich woran das lag.
    Antwort: Nicht an dir, du hast echt tolle Arbeit geleistet !mach weiter so! Nur der Chef weiß nun nicht mehr ob er eine Aushilfe und eine Auszubildende einstellt (war eigentlich geplant) oder doch eine Fachkraft auf Vollzeit…
    *hmpf Ehrlich gesagt macht mich das sauer! Ich mein man weiß doch vorher was man will… Hab jetzt sozusagen eine „Halbe Zusage“ – auf Deutsch gesagt: Entscheidet er sich dafür wie er das alles eigentlich geplant hatte (Azubi + Aushilfe) dann habe ich die Stelle auf jeden Fall. Aber wenn er doch eine Fachkraft möchte eben nicht! So viel dazu… Zwei Wochen warten…

    Hatte noch ein Vorstellungsgespräch… einen halben Tag davor ruft die Dame aber an uns sagt mir ab “ Habe jetzt grade jemanden gefunden und das passt, deswegen muss ich ihnen absagen.“

    Jetz schreib ich nochmal ein paar Bewerbungen. Geht mächtig ins Geld das alles.
    Was mich aber am meisten stört, von einigen Firmen bekommt man gar keine Antwort, noch nicht mal auf Nachfrage. Ich meine man kann doch einmal Anrufen bei dem Bewerber (eine Sache von einer Minute) und wenigstens Absagen… Eine totale FRECHHEIT, wenn man sichbewirbt und keine Briefe, keinen Anruf und keine Mail bekommt!!! Naja aber daran zeigt sich wohl auch so schon, dass diese „Firmen“ nichts sind.

    Wie dem auch sei, ich wünsche allen noch ein letztes frohes Bewerben für die Endrunde dieses Ausbildungsjahres und viel Glück!

  144. Pingback: 30 – Die besten Jahre » Blog Archiv » Zwei Arten von Vorstellungsgesprächen

  145. Hallo,

    ich habe morgen ein ein Vorstellungsgespräch. Nun sehe ich diese 100 fragen und hoffe nur, dass ich sie nicht zu spät gefunden habe um mir Vorbereitiungstipps zu holen.

    Am meisten interessiert mich, die Antwort auf folgende Frage:

    „Warum sollte ich gerade Sie einstellen?“

    Ich habe keine Ahnung, wie ich darauf antworten soll, ohne mich um kopf und Kragen zu quatschen.

  146. @ BloddyMary1984
    Die Frage zielt auf zwei Bereich ab: was brauchen wir als Unternehmen und was bringt die Bewerberin mit. Machen Sie sich also Gedanken (mithilfe des Inserats und weiterer Informationen über das Unternehmen), welche Fähigkeiten in dieser Aufgabe notwendig sind und welche davon Sie mitbringen. Dann haben Sie die Antwort. Viel Erfolg im Gespräch!

  147. Hallo alle zusammen,

    ich habe vorige Woche telefonisch bzgl. einer Bewerbung mit der HR-Managerin eines Unternehmens gesprochen. Sie sagte es sei dzt keine vaktante Stelle zu vergeben, ich solle aber trotzdem meine Unterlagen schicken. Kurz darauf habe ich meine Bewerbung abgeschickt, diese wurde mit Begeisterung entgegengenommen und in Evidenz genommen. In Beilage des Antwortschreibens der Fa. befand sich ein Bewerbungsbogen, den ich ausfüllen muss und innerhalb von 10 Tagen retournieren. In dem Bogen ist gefragt, was ich am liebsten auf eine einsame Insel mitnehmen möchte – was antwortet man auf so eine Frage? Darf man da „ehrlich sein“ und sagen, was man gerne mitnehmen würde? In meinem Fall wären das mein Pferd (Mitreitgelegenheit), meinen Freund, ein paar meiner engsten Freunde, meine Eltern, meine Haustiere, Musik, den Griller *gg*, eine Sonnenbrille, meinen Fotoapparat, Papier und Stifte, meine Lieblingsfotos, Verpflegung und gute Laune :) Kann ich das so schreiben?

    Es sind in diesem Bogen insgesamt 16 knifflige (ich denke Fang-) Fragen, wo ich mir nicht sicher bin, wie ich antworten soll… am Besten fährt man doch noch immer mit der Wahrheit oder?

    Nach Retournierung dieses Fragebogens kommt man nämlich in die nächste Bewerbungsrunde und da dies genau die Agentur ist, in der ich arbeiten möchte und dies mein absoluter Traumjob wäre, wäre es von Vorteil, keine „falschen“ Antworten zu geben :) Übrigens – weiß zufällig jemand wieviel das branchenübliche Gehalt eines Grafikdesigners (Österreich) beträgt? Finde da nichts Konkretes bei meinen Recherchen auf Google, kenne leider niemanden in dieser Branche…

    Liebe Grüße Victoria

  148. oh man, genau dieselbe Frage stellt sich mir auch… Bis jetzt steht da: mein Pferd, eine Hängematte und ein Schweizer Taschenmesser… Aber ich weiß auch nicht, ob man das so schreiben kann…
    Kann mir jemand helfen???

    Liebe Grüße
    Laura

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  150. Wie verhält es sich eigentlich, wenn man auf einige Fragen eher ausweichende Antworten gibt?
    Z.B.:
    F:Wären Sie bereit umzuziehen?
    A:Grundsätzlich ja, allerdings kommt es natürlich darauf an wohin.

  151. @wiglomat:
    Es gibt – wie in Ihrem Beispiel – viele Fragen, die man nicht „richtig oder falsch“ beantworten kann. Ihre Vorschlag ist gut: zum einen signaliseren Sie damit Bereitschaft, in die Nähe des Unternehmens zu ziehen (von langen Arbeitswegen haben beide Seiten nichts), zum andern zeigen Sie auch „Rückgrat“, weil Sie nicht einfach so umziehen wollen. Allerdings würde ich es nicht vom „wohin“ abhängig machen (was ja selbstredend ist), sondern mit dem Zeitpunkt verknüpfen: „…, allerdings erst nach ein paar Monaten, wenn wir gemeinsam beurteilen können, dass ich und das Unternehmen wirklich zusammen passen“.

  152. Hallo Herr Widmer,
    hallo alle zusammen,

    tolle Seite und tolle Fragen – großes Kompliment! :-)

    Ich möchte Sie um Ihre Einschätzung bzw. Tipp bitten. Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch. Ich wurde gestern eingeladen, hatte entsprechend nicht sehr viel Zeit zur Vorbereitung. Nun gibt es 2-3 Fragen, die sehr wahrscheinlich sind, und auf die ich bisher keine optimale Antwort weiss. Zum Beispiel:

    1) Haben Sie sich auch bei der Konkurrenz bzw. einem bestimmten Konkurrenten beworben?
    Der Haken bei dieser Frage ist, dass ich bei einem der großen direkten Konkurrenten ein Praktikum in der genau äquivalenten Abteilung gemacht habe. Ich würde mich dort aber nicht mehr bewerben, weil ich das Arbeitsklima in dieser Abteilung unangenehm fand. Zudem habe ich dort noch Kontakte und weiss, dass die Entwicklungsmöglichkeiten nicht gerade rosig sind. So kann ich das im Vorstellungsgespräch jedoch natürlich nicht kommunizieren. Ich möchte nichts Schlechtes über das andere Unternehmen sagen, weiss aber auch nicht so recht, wie ich meine Präferenz für das andere vor diesem Hintergrund überzeugend rüber bringen kann. Schliesslich habe ich Unternehmen A „von innen“ erlebt, Unternehmen B kenne ich „nur“ vom öffentlichen Auftritt und erzählungen von 1-2 Mitarbeitern. Die beiden Unternehmen sind bzgl. Angebot und Struktur außerdem sehr sehr vergleichbar. Haben Sie einen Tipp für mich?

    2) Inwieweit darf ich über Abläufe / Projekte vom Praktikum beim Konkurrenten erzählen, ohne als unloyal zu gelten? V.a.habe ich als Praktikantin ein Projekt eigenständig betreut, das darauf abzielte, wechselwillige Kunden früher als die Konkurrenz zu identifizieren. Ob das bis zum Ende umgesetzt wurde, weiss ich nicht. Jedoch sagt mir meine Intuition, dass ich Details darüber nicht preis geben sollte. Nur – wie weit darf ich gehen, um gleichzeitig meine daraus erkennbaren Fähigkeiten zu unterstreichen und gleichzeitig nicht zu viel zu verraten?

    Danke im Voraus!!!

    Alex

  153. @ Alex: Danke für das Kompliment zum JobBlog :-)

    Ich hoffe, meine Antwort kommt nicht zu spät und Sie haben Verständnis, dass ich ein so vielschichtiges Thema nicht umfassend im Rahmen dieses Blogs beantworten kann. Ich möchte Ihnen dennoch ein paar Denkanstösse geben:

    1) Es ist legitim, sich bei anderen zu bewerben und die Bewerbung zurück zu ziehen aufgrund des „Bildes“, das man sich dort gemacht hat. Was spräche dagegen, dies bei der anderen Firma genau so, wie Sie es hier schildern, zu erklären? Das zeigt, wie Sie „ticken“ und was Ihnen wichtig ist. Ein gute Voraussetzung für beide Seiten, einen guten Entscheid fällen zu können.

    2) Auch hier stimmen Ihre Überlegungen: es gilt die Balance zwischen Offenheit und Vertraulichkeit-wahren-können zu finden. Können Sie einschätzen, welche Informationen für die Öffentlichkeit zu vertreten sind? Ab wann wird’s für das Bild von Ihnen kontraproduktiv? Ab diesem Punkt erklären Sie «Sie werden verstehen, dass ich hier keine weiteren Details bekanntgeben darf und will.»

    Verlassen Sie sich auf Ihre Intuition und bleiben Sie sich selber bei der Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen. Dann kommt’s gut! Toi, toi, toi!

  154. Was für einen tollen Blog Sie hier produziert haben, alle Achtung. Leider habe ich ihn erst jetzt entdeckt. Ich habe auch keine direkten inhaltlichen Fragen, allerdings plagen mich zum Thema Ehrlichkeit diverse Gedanken. Für meine zukünftigen Bewerbungsverfahren (am schwächeren Hebel) würde es unheimlich hilfreich für mich sein, einmal diesbezüglich an den Gedankengängen eines Personalers kratzen zu können. Deswegen lege ich mit einem Anligen einmal los.

    Ich gehöre wahrscheinlich zu einer Gruppe, die es aufgrund persönlicher charakterlicher Defizite sehr schwer haben wird, erfolgreich ein Bewerbungsgespräch zu meistern. Ich würde mich selbst als relativ wenig selbstbewusst mit geringem Selbstwertgefühl bezeichnen. Entsprechend wären meine graviernsten negativen Eigenschaften ausstaffiert.
    Angestachelt durch Ihre dargelegten Fragen frage ich mich nun persönlich, wie ich aufgrund dieser Basis nun erfolgreich durch ein Bewerbungsverfahren navigieren kann.

    In vielen Leitfäden zu Vorstellungsgesprächen wird sehr stark ein ehrliches Auftreten und Beantworten der Fragen empfohlen. Bei der Frage nach meinen Schwächen würde ich in diesem Zusammenhang also Schüchternheit, wenig Durchsetzungsvermögen etc. anführen. Andererseits sind solche Eigenschaften doch wahrscheinlich ein KO-Kriterium, zumindest für mich als relativ frisch gebackenem Akademiker. Ich habe zwar einen Job gefunden, der ist jedoch durch Vitamin B aufgrund meiner Tätigkeit als HiWi in einem Forschungsinstiut zustande gekommen.
    Wie gesagt, es wäre für mich enorm hilfreich, wenn Sie in diesem Zusammenhang vielleicht kurz Ihre Sichtweise zu derartig strukturierten Persönlichkeitsdefiziten darlegen könnten.

    Im Voraus bereits besten Dank!

  155. @ Bernhard: Danke für das Kompliment für den Blog (der übrigens nicht das wäre, was er ist, wenn nicht Sie und viele, viele andere durch Kommentare dazu beitragen würden)!

    Sie werden verstehen, dass ich hier nicht alles beleuchten kann, was aus Ihrer Sicht wünschenswert wäre. Dazu ist geschriebener Text einfach nicht geeignet. Ich gebe Ihnen aber gerne ein paar Gedanken mit auf Ihren Berufsweg:

    • Zum schwächeren Hebel: Ihr Hebel ist genau gleich lang wie jener eines potenziellen Arbeitgebers! Auch Sie haben die Möglichkeit, im Laufe eines Prozesses zu sagen: „Vielen Dank, aber das kommt für mich so nicht in Frage!“. Und: es kommt (langfristig) sowieso nur dann gut, wenn beide Seiten mit gleichlangen Hebeln operieren und voller Überzeugung „Ja!“ sagen!
    • Ich bin ganz ehrlich: Ihr zweiter Absatz erzeugt bei mir Gänsehaut! Wer hat Ihnen denn Dinge wie „persönliche charakterliche Defizite“, „gravierensten negativen Eigenschaften“ usw. eingetrichtert? Sie haben Schwächen. Ich auch. Und alle, die hier mitlesen und kommentieren auch. Lernen Sie, a) diese Schwächen zu akeptieren und b) sich „Tricks“ bereitzuhalten, wie sie diese Schwächen „umschiffen“ können. Und Sie werden erfolgreich durch ein Bewerbungsverfahren navigieren, wenn Sie sich so akzeptieren, wie Sie sind (und ein Unternehmen finden, das das ebenfalls tut). Um’s mit Humor zu formulieren: „Sie müssen diesen Bernhard nehmen, der Sie sind. Einen anderen haben Sie nicht!“
    • Sie haben es vermutlich in den bisherigen Kommentaren gelesen: Ich plädiere immer für Offenheit und Erhlichkeit. Etwas anderes führt nicht zum Ziel (unterstellt, Sie haben das Ziel, dass Ihnen Aufgabe und Unternehmen Freude macht und Sie sich darin/dort wohl fühlen). Wenn Sie für sich selbst akzeptieren können, dass Sie schüchtern sind (vielleicht fällt es Ihnen leichter, wenn Sie’s „zurückhaltend“ nennen) und im Bewerbungsgespräch erklären können, wie Sie diese Schwäche in entsprechenden Situationen umgehen können („Tricks“, siehe oben), dann haben Sie eine gute Chance, dass es gut kommt. Glauben Sie mir: Menschen ohne Schwächen gibt es nicht. Menschen, die trotzdem so tun, als hätten sie keine, sind widerlich! Es gewinnen immer jene, die zu ihren Schwächen stehen können und mit diesen umgehen können!

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar Denkanstösse geben und Mut machen für den vor Ihnen liegenden Weg. Und wünsche Ihnen für diesen von Herzen viel Erfolg!

  156. Erstmal ein riesen Kompliment für diese Seite. Ich hatte letzte Woche ein Vorstellungsgespräch (Assistenz Vertrieb), was wirklich gut verlief.
    Zur Vorbereitung hatte ich ein wenig in diesem Blog gelesen und siehe da einige Fragen kamen mir bekannt vor. Somit fühlte ich mich vorbereitet und ein wenig sicherer (klar die Nervosität war dennoch da) und es entwickelte sich ein angenehmes Gespräch.
    Jetzt bin ich zu einem Probearbeiten eingeladen – halber Tag. Bereits im Vorfeld wurde mir gesagt, dass es noch eine zweite „Bewerbungsrunde“ geben wird, allerdings nicht, dass es sich um Probearbeit handeln wird.
    Nun stell ich mir die Frage was von mir erwartet werden kann. Auf was wird während eines halbtägigen Probearbeitens besonderes Augenmerk gelegt? Computer-Anwenderkenntnisse, Teamfähigkeit,…???
    Viele Grüße
    Magda

  157. @ Magda: Vorab vielen Dank fürs Kompliment!

    Ich kann natürlich nicht sagen, was konkret in Ihrem Fall gefragt ist bzw. überprüft wird. Es können auch Fragen sein wie „Wie hilft sie sich, wenn sie etwas nicht/noch nicht kennt?“ oder „Wie geht sie mit Überlastung aus? Ist sie belastbar? Behält sie den Überblick und kann Priroitäten setzen?“

    Wie und was auch immer: bleiben Sie sich selbst und offen für das, was kommen wird. Übrigens: Nervosität gehört dazu und ist gut: sie macht sie wachsam und aufmerksam! Viel Erfolg, wünsch‘ ich Ihnen!

  158. Hallo Herr Widmer,
    hallo in die Runde,

    kurz zu meiner Erfahrung beim Probearbeiten (vorletzter Beitrag Fage). Mit schlechtem Gewissen meinem jetzigen Arbeitgeber gegenüber bin ich vorgestern zum besagten Probarbeiten erschienen. Mir wurden 5 Aufgaben gestellt, welche ich in der entsprechenden Zeit bearbeiten sollte. Dies waren reale Aufgaben/ Aufträge, wie sie tagtäglich vorkommen (Statistik erstellen und Präsentation der Ergebnisse, Internetrecherche, Ausschreibung bezüglich Angebot, Kundentelefonat, …). Anhand der Komplexität der Aufgaben und der mir zur Verfügung stehenden Zeit, war schnell klar, dass ich nicht alle Aufgaben bewältigen kann. Mir stand jedoch immer eine Mitarbeiterin zur Seite, welche ich fragen konnte, was wirklich Priorität hat.
    Abschließend fand noch eine Gespräch mit dem Fachbereichleiter und der Personalabteilung statt.
    Und gestern kam der Anruf, dass sich die Firma für mich entshieden hat. Nun freue ich mich auf neue Herausforderungen!!

    @Herr Widmer: Ihr Blog war in Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch für mich eine gute Hilfe. Die von Ihnen zusammengestellten 100 Fragen und vor allem die Erklärung was hinter den Fragen stehen kann, war sehr aufschlussreich. Zudem sind sie eine gute Anregung mal in sich zu gehen, was kann ich, was zeichnet mich aus, was liegt mir weniger, was will ich und was nicht.
    Pflegen Sie den Blog bitte weiter!!!

    Viele Grüße
    Magda

  159. @ Magda: Ich gratuliere Ihnen herzlich, dass Sie die Hürden erfolgreich gemeistert und die Stelle bekommen haben. Ich wünsche Ihnen schon jetzt einen guten Start und viel Erfolg in der neuen Aufgabe! (Zum JobBlog: ich werde ihn natürlich weiterpflegen. Manchmal reicht einfach die Zeit nicht, um neue Beiträge zu schreiben.)

  160. Grüss Gott Herr Widmer,

    erst mal ein Danke an Sie. Dank Ihrem erst heute von mir entdeckten Block sitze ich immer noch fasziniert aber leider immer noch schlaflos vor meinem Notebook. Sollte ich morgen also bei meiner allsamstäglichen Mitarbeiterbesprechung unausgeschlafen wirres Zeug reden, habe ich bereits einen schuldigen gefunden… Spass bei Seite. Ich befinde mich zur Zeit in der Position des Geschäftsführers in einem grossen europäischen Konzern. Leider wurden auch hier diverse Vereinbarungen, Versprechen und Zusagen mir gegenüber nicht eingehalten, was mich in der Endkonsequenz logischer Weise dazu bewegt, einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Da ich im europäischen Ausland tätig bin, mich aber wieder Richtung Heimat (Deutschland) orientieren möchte, hört sich das natürlich einfacher an als gesagt. Weiteres möchte ich natürlich nicht da anfangen, wo ich vor 8 Jahren angefangen habe. Nämlich als Trainee bzw. in einem sogenannten Nachwuchsführungsprogramm. Ich habe bereits meinen neuen Wunscharbeitgeber im Visier. Die 100 Fragen zu beantworten stellt für mich in erster Linie nicht wirklich eine Bedrohung da, da ich Sie ja selber fast tag täglich benutze. Für mich stellt sich die Frage: „Wohin schicke ich meine Bewerbung?“ Hört sich erst einmal wirr an und manch einer wird sich sicherlich fragen: „Wie kann so einer GF werden, der so eine dumme Frage stellt??“ Ich spiele nämlich mit dem ernsten Gedanken ganz unverfroren meine Bewerbung direkt persönlich an das Sekretariat bzw. Büro des Eigentümers zu schicken. Frei nach dem Motto: „Wer nicht gewagt, der nicht gewinnt“ oder „Frech kommt weiter“. Auf jeden Fall möchte ich vermeiden, daß meine Unterlagen als eine von hunderten zwischen anderen Bewerbungen in irgendeiner HR Abteilung herumflattert. Meine Intention ist, mich von der Masse abzuheben. Wie sehen Sie das?

    Danke im Voraus und Gruß aus Österreich.

  161. @ Gjon
    „Frech kommt weiter“ gilt nicht für alle, sondern allenfalls dann, wenn’s passt. Sprich: tun Sie das, was Ihrem Stil entspricht und tun Sie nichts, was Sie als „Geheimtipp“ in einem Ratgeber gelesen oder von einem selbsternannten Experten gehört haben. Dann kommt’s gut!

  162. Herr Widmer,

    vielen Dank für die Anregungen und entschuldigen Sie die späte Rückmeldung.

    Das Gespräch ist sehr positiv verlaufen. Die von mir „befürchteten“ Fragen wurden nicht gestellt, was ich v.a. in Bezug auf das zweite Thema als sehr professionell empfand. Leider ist die Entscheidung für einen anderen Kandidaten gefallen aus Gründen, die ich gut nachvollziehen kann. Naja, nun heisst es – weiter versuchen. Dafür werde ich mich noch in die Themen Ihres Blogs vertiefen. :-)

    Herzliche Grüße,

    Alex

  163. Sehr geehrter Herr Widmer,

    ich befinde mich derzeit im Zwiespalt und möchte Sie daher um Ihren Rat fragen.
    Ich war trotz guter Ausbildung und jahrelanger Berufserfahrung in einem namhaften Konzern in der Zeit der Wirtschaftskrise lange arbeitslos. Was zum einen daran lag, dass ich mir zuerst zu lange Zeit ließ, um mir darüber im Klaren zu werden, in welche Richtung mein Weg gehen soll und zum anderen am dürftigen Stellenangebot.
    Nach einer langen Durststrecke bekam ich eine Stelle in einem Unternehmen, die sich schnell als Alptraum herauskristallisierte (Mobbing, Patriarchen-Chef). Ich fand bald eine neue Stelle und nach 5 Monaten löste ich darum auch das Dienstverhältnis einvernehmlich.
    Nun habe ich seit fast einem halben Jahr einen Job in einem Konzern, der sehr verantwortungsvoll und abwechslungsreich ist. Ich habe mich gut eingelebt und es könnte alles schön sein. WENN es da nicht einen gravierenden Punkt gäbe: es kann vorkommen, dass mich mein Chef zu einem Meeting ins Auslang schickt. Abgesehen davon, dass ich Dienstreisen generell nicht machen möchte, habe ich Flugangst. Nächste Woche steht nun ein Meeting im Ausland an und schon 2 Wochen davor nimmt dieser Umstand starken Einfluss auf mein psychisches Befinden. Ich habe morgens ein Problem aus dem Bett zu kommen und das kenne ich von mir nur dann, wenn es mir wirklich nicht gut geht.

    Ich überlege nun ernsthaft, wieder einen neuen Job zu suchen. Selbst wenn ich die Zähne zusammenbeiße und die 2 Tage hinter mich bringe, so lebe ich täglich mit dem Gedanken, dass wieder eine Reise ansteht. Es geht mir einfach nicht gut.

    Mein Chef weiß über meine Flugangst bescheid und Dienstreisen waren beim Vorstellungsgespräch kein Thema. Absprachen mit der Niederlassung im Nachbarland – so hieß es – werden via regelmäßige Telefonkonferenzen getätigt.

    Nun komme ich zu meinen Fragen:
    Wie schlecht sieht es im Lebenslauf aus, wenn ich gleich 2 Jobs nach einer arbeitslosen Phase nicht lange ausgeübt habe? (mein Dienstverhältnis vor der Arbeitslosigkeit dauerte 6 Jahre)
    Und soll ich schon in der Bewerbung den Grund nennen, warum ich den derzeitigen Arbeitgeber verlassen möchte?
    Ich möchte mir keine Lügen ausdenken, aber wie kommt die Wahrheit an?

    Ich erlebe derzeit eine innere Zerissenheit, weil ich einerseits meine Arbeit mag, aber andererseits die Reisetätigkeit ein großes Problem für mich darstellt.

    Vielleicht können Sie mir weiterhelfen.
    Vielen Dank.
    Liebe Grüße

  164. @ Alex: Auch wenn das Ergebnis nicht das ist, was Sie sich erhofft haben, so lese ich zwischen den Zeilen doch, dass Sie gestärkt aus diesem Prozess rausgehen und mit Zuversicht in den nächsten hinein gehen. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg!

  165. @ Sonnenblume:
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie’s Ihnen geht. Zum einen haben Sie nach der Zeit der Unsicherheit offenbar eine tolle Aufgabe in einem tollen Unternehmen gefunden. Zum anderen kommt Ihnen jetzt diese Fliegerei in die Quere. Ihnen hier und jetzt fundiert Lösungswege aufzuzeigen, wäre unseriös – das werden Sie verstehen. Trotzdem möchte ich Ihnen ein paar Fragen mit auf den Weg geben, die Ihnen helfen können, Klarheit zu finden für Ihre Entscheidung:

    * Ist es wirklich nur die Fliegerei bzw. die Flugangst? Wenn nein: was ist es auch noch? Wenn ja: haben Sie sich schon „schlau“ gemacht, wie Sie die Flugangst „Griff bekommen“ können (Ziel soll muss ja nicht sein, überhaupt keine Flugangst mehr zu haben)?

    * Wenn Sie sich dazu entschliessen würden, die Stelle nur wegen der Flugangst zu kündigen, dann haben Sie in diesem Unternehmen ja nichts mehr zu verlieren. Wenn Sie diesen Entscheid gefällt hätten, was würde dagegen sprechen, Ihren Chef auf das Problem anzusprechen? Könnten Sie sich (allenfalls in den verrücktesten Fantasien) vorstellen, dass man Verständnis hätte und Sie bei diesem Problem unterstützen würde?

    * Wenn Sie sich zum Wechsel entschliessen würden: Würden Sie das „Flugangstproblem“ bei den kommenden Vorstellungsgesprächen offen legen? Wenn neine: was denken Sie (heute), was Gedanken wie „hoffentlich schicken die mich nie, nie, nie auf eine Flugreise“ mit Ihnen mittel- und langfristig machen würde?

    Die Frage, ob „so ein Wechsel im Lebenslauf schlecht aussehen würde“, ist belanglos (was Sie hoffentlich so verstehen mögen, wie ich es meine).

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie für sich selbst die richtige Entscheidung treffen und vielleicht einen Coach in Ihrem (geografischen) Umfeld zur Unterstützung beiziehen. Alles Gute!

  166. Hallo Marcel!!
    Ich habe mir gerade das Foram durch gelesen und zwar hab ich volgendes Problem!!

    Ich bin gelernte Friseurin habe mich aber als Regalbetreuerin bei Mömax beworben.
    Bin 21 jahre alt und habe jetzt am Samstag ein Vorstellungsgespräch…ich bin fix und fertig weil das mein wirklich ERSTES RICHTIGES VORSTELLUNGSGESPRÄCH is ..ich habe auch keine Ehfahrung wie das alles abläuft..

    Weil die Firma wo ich jetzt bin is meine erste Firma.
    Da hatte ich auch kein richtiges Vorstellungsgespräch ..ich hab solche Angst das ich gewiesse sachen nicht beantworten kann:-(…zb was is Ihr grösster Fehler denn sie je gemacht haben?? Was muss Ihr Vorgesetzter tun um sich zur Höchstform anzusporen??Glauben Sie nicht,Sie wären in einer Firma anderen Grössenordnung besser aufgehoben?In einem anderen Unternehmenstyp??

    Danke für Ihre Hilfe

  167. Hallo Sabine
    Habe leider den Kommentar/die Frage zu spät gesehen. Ich hoffe, das Vorstellungsgespräch ist gut gelaufen. (Haben Sie bitte Verständnis, dass hier die Möglichkeit, beratend zu wirken, sehr eingeschränkt ist).
    Alles Gute und viel Erfolg beim Bewerben!

  168. Pingback: Wissen Sie, was Sie wissen? - JobBlog

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