Armin Walpen – nur noch ein Geschäftswagen

Anfang des Jahres habe ich mich über die Unverschämtheit aufgeregt, dass der SRG-Generaldirektor Armin Walpen, 2 (in Worten: zwei) Geschäftswagen zur Verfügung hat – finanziert mit Steuer- und/oder TV-Gebühren-Geldern.

So, wie es scheint, gibt’s in der bundesbernischen Verwaltung doch auch Menschen mit gesundem Menschenverstand. Denn …

persoenlich.com meldet:

Ab Mai nur noch ein Dienstwagen für SRG-Generaldirektor.
SRG-Generaldirektor Armin Walpen muss auf seinen Porsche verzichten. Bisher hatte der mächtige Walliser einen Dienstwagen mit Chauffeur und einen Porsche Cayenne als Zweitwagen zur Verfügung. Damit ist nun Schluss: Der Leasingvertrag der SRG mit der Porschegarage läuft Ende April aus und wird nicht mehr verlängert. Die Eidgenössische Finanzkontrolle halte in ihrem unveröffentlichten SRG-Bericht fest, dass das Thema Porsche abgehakt ist.

Und damit wird’s erledigt sein. Keine Konsequenzen. Für niemanden. Söi-Häfeli-Söi-Teckeli, halt.

10 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hm, ich hätte an Armins Stelle eher die Limo mit Chauffeur abgegeben. :-) Allerdings: Der Leasingvertrag wurde wohl nicht mit der Garage, sondern mit einer Finanzierungsgesellschaft (vermutlich Bank) abgeschlossen. *wichtigtue*

  2. Der Bericht wurde inzwischen publiziert . Er hält zu diesem Thema fest:

    „Geschäftswagen
    Den Angehörigen der KE0 und KE1 steht aufgrund des Reglements für Geschäftsfahrzeuge je ein Geschäftswagen zur Verfügung, der auch für den Privatgebrauch verwendet werden darf (Ausweis von 1% des Katalogpreises pro Monat im Lohnausweis). Der Katalogpreis des Fahrzeugs darf max. 75’000 (KE0) bzw. 65’000 (KE1) Franken betragen. Die SRG SSR bezahlt ein Full-Service-Leasing (Auto-Interleasing AG) inkl. Unterhalt, Steuern, Versicherungen und Treibstoff (den entsprechenden Mitarbeitenden wird eine Tankkarte zur Verfügung gestellt, die nicht für Benzinbezüge zu Ferienzwecken einzusetzen ist). Im Jahr 2004 hat die SRG SSR für 9 Fahrzeuge insgesamt 152’237 Franken an Leasinggebühren bezahlt (Durchschnitt: 16’915 Franken).
    Der GD nutzte die durch das Reglement vorgesehene Möglichkeit, einen Geschäftswagen anzuschaffen, der auch für den Privatgebrauch zu verwenden ist. Der Einstandspreis des Wagens lag über den im Reglement vorgegebenen 75’000 Franken für die KE0. Der Mehrbetrag wurde gemäss Abklärungen der IR dem GD in Rechnung gestellt und von diesem bezahlt. Zudem hat der GD eine Dienstlimousine mit Chauffeur zu seiner Verfügung. Dieser doppelte Anspruch wurde inzwischen abgeschafft (vgl. Abschnitt 7.3.7). Der GD wird in Zukunft nur noch die Dienstlimousine benutzen (auch für den privaten Gebrauch). Der Leasing-Vertrag für das andere Fahrzeug wird per 30. April 2006 gekündigt.

    Einschätzung EFK.
    Die zur Verfügung gestellten Geschäftsfahrzeuge haben zu einem guten Teil den Charakter einer Lohnnebenleistung. Der im Lohnausweis ausgewiesenen Leistung von rund 8’000 Franken (bei einem Katalogpreis von 65’000 Franken) stehen durchschnittlichen Kosten der SRG SSR von rund 17’000 Franken gegenüber. Die Geschäftswagen wurden bzw. werden nach Reglement korrekt abgerechnet. Die Möglichkeit, dass der GD zwei Geschäftsautos zur Verfügung hatte, entsprach einem gebührenfinanzierten Unternehmen nicht. Die Bereinigung dieser Situation ist zu begrüssen.“

    Der Bericht war seit dem 4. Mai 2006 im Netz. Man hätte daher in einem Bericht vom 6. Mai 2006 — der sich zudem nur auf eine Sekundärquelle stützt — etwas mehr Sorgfalt erwarten können. Ob der Kommentar „Söi-Häfeli-Söi-Teckeli“ angebracht ist, muss jeder selber wissen (PS: um dies deutlich zu sagen: Das Verhalten von Herrn Walpen war völlig daneben und eine Sauerei).

  3. Der GD wird in Zukunft nur noch die Dienstlimousine benutzen (auch für den privaten Gebrauch)

    Sagte ich doch, dass ich den Cayenne abgegeben hätte und nur noch die Dienstlimo (mit Chauffeur..?) benutzen würde. :-)

  4. Und warum speichert das Ding meinen Kommentar, obwohl ich nur ENTER gedrückt habe?!?!

    Das hätte ich eigentlich schreiben wollen:

    Sagte ich doch, dass ich den Cayenne abgegeben hätte und nur noch die Dienstlimo (mit Chauffeur..?) benutzen würde. :-)

    Ach ne, umgekehrt? Naja, auch nicht schlecht, wenn man vom Chauffeur in den Urlaub gefahren wird. — Wie? Was? Den Chauffeur gibt’s nur für Dienstfahrten? Ach, ne? Das ist ja jetzt wirklich traurig. Dann kann ich ja nie mehr einen Cayenne haben. Den müsste ich dann ja auch den Chauffeur fahren lassen auf Dienstfahrt. Kommt nicht in die Tüte.

  5. …. auf jeden Fall kommt nun noch mehr Freude auf, solche Gebühren zu zahlen …

    Wie sagte unlängst die Präsidentin einer sehr sehr grossen internationalen Organisation: „Toys for Boys“

  6. Nichts gegen „Toys for Boys“ – ich wäre auch nicht abgeneigt, einen Porsche Cayenne zu fahren. Ebenso wenig gegen Lohnnebenleistungen. Aus rechtlicher Sicht zumindest. Wenn aber aus staatlich auferlegten Gebühren zwei Dienstwagen finanziert werden, ist das a) PR-mässig ungeschickt und b) moralisch zumindest fragwürdig! Aus meiner Sicht …

  7. Pingback: Paddy’s Life » Geschäftswagen mit Chauffeur

  8. Haben die lieben Schweizer erst jetzt gemerkt, dass wir in mafiöser Manier schon längst abgezockt werden…
    Da wurde doch der damalige Kulturchef (Herr Bänninger) von FSDRS (in den 90er Jahre) innert einer Stunde entlassen und ihm 480000 Fr. unserer Konzessionsgelder nachgeworfen (2 Jahreslöhne!). Nur weil es dem damaligen Chef SFDRS nicht gepasst hat –
    Kultur ist was erfreut (Zitat: André Malraux).
    Diese Abzockertatsachen haben damit gar nicht mit Kultur zu tun…

  9. Was soll man da noch sagen!

    Formel 1 nicht mehr übertragen und dafür 5 Staffeln des Sch… Musicstar und so weiter!

    Grosser Kaktus und 10 minus für das CH – Fernsehen

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