Bewerben. Aber bitte ernsthaft!

Wer mich aufgrund eines Stelleninserats für eine Führungsposition anruft und …

  • … fragt, wohin er die Bewerbung senden solle (obwohl sowohl Post- als auch Mailadresse im Inserat stehen),
  • … fragt, ob er den Lebenslauf auch senden soll (?!?),
  • … nach meinem „Ja, gerne“ mir erklärt, dass er den Lebenslauf vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert habe,
  • … hör- und spürbar zickig wird, wenn ich ihn bitte, die Unterlagen à jour zu bringen, bevor er mir diese sendet,

… der muss damit rechnen, dass ich gewisse Zweifel habe, ob er an der Stelle wirklich ernsthaft interessiert ist.

10 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. eine einfache erklärung? der muss als auflage vom rav zig bewerbungen schreiben. und wenn man das tun muss und es pro forma ist, dann spielt es auch keine rolle ob der lebenslauf 2 jahre alt ist…

  2. Oooch:
    Ernsthaft interessiert möglicherweise ja.
    Stellt sich halt noch nebenbei ne andere Frage: Die nach der Kompetenz …

  3. Ich bin ja schon 7 Jahre in dem „Geschäft“ und habe zuvor 10 Jahre in einer Führungsposition Erfahrung gesammelt … Man darf mir eines glauben: es gibt in diesem Bereich nichts, was es nicht gibt!

  4. Das glaube ich gerne. Ich glaube aber auch, dass es das in jedem Bereich gibt. Dort, wo ich tätig bin (Supportarbeit), bekommen wir die wunderbarsten Anfragen mit dem größten Geschwätz..
    Aber bei höheren Stellen hätte ich es nicht soo extrem erwartet..

  5. „Bewerben, aber ernsthaft“ – das tut mein Partner seit einigen Wochen, nachdem er seine Umschulung zum Ergotherapeuten abgeschlossen hat.
    Und hier sind „Erfahrungen von der anderen Seite“, nämlich von der des Bewerbers:

    – Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgeschickt.
    – es gibt keine Absage.
    – der Personalchef ist nie am Telefon erreichbar – auch nicht über Tage und zu wechselnden Tageszeiten
    – bereits besetzte Stellen werden nicht aus der Homepage der Arbeitsagentur herausgenommen – da kann allerdings die AA nix dafür, weil die Arbeitgeber sie dort selbstständig eingestellt haben …
    – Bewerbungsunterlagen kommen zurück, allerdings mit einem Anschreiben, aus dem nicht mal hervorgeht, ob es sich hierbei um eine Absage oder vielleicht doch um eine Zusage handeln könnte …
    – Anruf mit Absage – auf die Bitte meines Partners, ihm doch eine Absage zu senden (für Arbeitsamt) die Antwort, sie hätten kein Geld für Porto. Mit E-Mail kennen sie sich nicht aus, Fax ginge auch nicht – (ich hab lautstark im Hintergrund gewütet während des Telefonats, das ich mitgehört hatte – auf einmal wars dann doch möglich ne Absage zu schicken …)
    – am Telefon sind manche Verwaltungsdamen schlichtweg überfordert bei Nachfragen.

    Ob das wohl nur im „Sozialen Bereich“ so abläuft????????

  6. Das ist nicht nur im „Sozialen Bereich“ so. Überall gibt’s solche und solche. Oder etwas saloppert formuliert … In jeder Gruppierung ist der Anteil der Nieten in etwa gleich gross: Bei den Personalchefs, bei den Bewerbern, bei den Bloggern, bei den Beratern, bei den Pfarrern, bei den Fussballspielern, bei den Taxifahrern, bei den Nachbarn, bei den Ärzten, bei den … you name it!

  7. Und manchmal gibts nicht nur „solche und solche“, sondern anscheinend nur „solche“.

    Nämlich jene welche.

  8. Die Zweifel an der Ernsthaftigkeit sind in dem beschriebenen Fall mehr als berechtigt.

    Ich erlebe in der anderen Richtung aber auch ganz schöne Hämmer, z.B. wenn man wegen einer Teamleiterstelle anruft und die einfache Frage „wieviele Mitarbeiter hat denn das Team“ schon mal nicht beantwortet werden kann.

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