Beziehungsverhalten beim Coaching

Stefanie Dzierzon studiert an der Fernuni Hagen (D) soziale Verhaltenswissenschaften. Für die Foruschungsstudie für ihre Magisterarbeit im Fachbereich Arbeits- und Organisationspsychologie hat sie als Thema „Personenzentriertes Beziehungsverhalten beim Coaching“ gewählt.

Dazu hat sie im Sommer 2004 verschiedene Coachs und Coaching-Klienten angefragt und um die Mithilfe gebeten. Auch mich hat sie angefragt und: ich war gerne behilflich!

Die Kurzfassung dieser sehr interessanten Magisterarbeit habe ich vor einigen Tagen von ihr mit diesem eMail bekommen (teilweise gekürzt):

Liebe Coaches und Coaching-Klienten,

endlich kann ich Ihnen die Ergebnisse des Forschungsprojektes mitteilen, an dem Sie sich beteiligt haben […] und möchte Ihnen nun endlich die Arbeit in gekürzter Fassung zur Verfügung stellen. […]

Trotz Kürzung ist diese Fassung inklusive Inhaltsverzeichnis (der Originalarbeit) und Literaturverzeichnis etwa 60 Seiten lang. Daher möchte ich hier nur kurz die Hauptergebnisse mitteilen, wenn Ihnen die Lektüre der „Kurzfassung“ noch zu aufwendig ist.

Zum einen wurde mit dieser Arbeit geprüft, ob durch das Coaching eine Verbesserung der Arbeitszufriedenheit erreicht werden kann. Es stellte sich heraus, dass Coaching zu einer hochsignifikanten Veränderung der Arbeitszufriedenheit und der „Entfaltung und Anwendung eigener Fähigkeiten“ führt.

Aufgrund der Theorie von Rogers und früherer Forschungsergebnisse in der Psychotherapieforschung sowie in der Coachingforschung war man davon ausgegangen, dass diese Veränderung der Arbeitszufriedenheit umso besser sei, je besser das personzentrierte Beziehungsverhalten zwischen Coach und Klient ist. Diese Hypothese konnte nicht bestätigt werden. Die Ergebnisse waren widersprüchlich und nicht signifikant.

Die Bewertungen des Beziehungsverhaltens der Coaches durch die Klienten entsprachen in den verschiedenen Aspekten (Wertschätzung, Empathie, Selbstkongruenz, Akzeptationsbreite, Therapeutisches Basisverhalten und Stabilität der Beziehung) jeweils etwa der Schulnote 2. Das bedeutet, dass die Coaches „gut“ bewertet wurden, was auch impliziert, dass es noch Verbesserungspotential gibt, das sich am meisten in dem Bereich der Selbstkongruenz des Coaches zeigt, was am schlechtesten bewertet wurde (aber trotzdem im Bereich einer „2“).

[…]

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, für das Einbeziehen Ihrer Klienten, für das Ausfüllen der Fragebögen und für das Verbreiten meines Anliegens zu Beginn des Forschungsprojektes!

Stefanie Dzierzon M.A.

Die Magisterarbeit Personenzentriertes Beziehungsverhalten beim Coaching kann hier heruntergeladen werden.

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