Brainstore: Ideen am laufenden Band

In Biel steht der BrainStore, in dem für jede Zielgruppe für jedes Ideenbedürfnis‚ für jede Branche‚ für jede Zielgruppe Ideen entwickelt:

Immer frisch‚ in Rekordzeit und zu unwiderstehlichen Pauschalpreisen. Von der 15-Minuten-Idee für Privatpersonen (CHF 9.90) bis zur mehrmonatigen HighEnd-Ideenfindung für Firmen und Konzerne (für bis zu CHF 1’069’200).

Die Vielfalt an Ideen bzw. „Bestellung“ für kreative Ideen ist erstaunlich:

  • Amcor und DuPont (Verpackung/Chemie): Wie werden Medikamente 2015 verabreicht? Und welche Verpackungsformen lassen sich daraus ableiten?
  • Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT: Wie motivieren wir Unternehmen und Organisationen, Nachwuchskräfte auszubilden?
  • Coca-Cola: Wir möchten an Schulen Coca-Cola-Automaten aufstellen, doch viele Lehrer sehen rot. Wie überwinden wir den Widerstand?
  • Conzetta Holding: Wie schulen wir unsere Mitarbeiter zum Thema Innovation?
  • Johanna Heeb, Speerwerferin: Wie finde ich Sponsoren für meine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen 2004?
  • Kultur- und Kongresshaus Luzern KKL: Wir bräuchten einen attraktiveren Namen, der besser zu unserem fantastischen Gebäude passt.
  • Nuance Global Traders (Betreiber von Airport-Shops): Wie sieht der Airport-Shop der Zukunft aus? Was wird angeboten? Wie sieht die Differenzierung aus?
  • Ravensburger: Wie sieht das Puzzle der Zukunft aus?
  • Schloss Schönbrunn, Wien: Wir hätten gerne Ideen für die Belebung unseres traditionsbehafteten Irrgartens.
  • Verkehrsbetriebe Zürich VBZ (Öffentlicher Verkehr): Lasst uns zusammen griffige Ideen gegen das Schwarzfahren entwickeln! Es gehen uns massiv Einnahmen durch Schwarzfahrer verloren.

Allein schon das Stöbern auf der Website lässt die Ideen sprudeln!

(via Geistesblitz)

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wir streichen die Coca-Cola-Automaten blau an, das beruhigt.
    Und wir schreiben „Milch“ drauf, am besten „laktosefreie Milch“.
    Da kriegt nämlich niemand Bauchweh.
    Erst recht die Lehrer nicht.

    Und befüllen tun wir den blauen Automaten mit der milchig-weißen Aufschrift dann mit Coca-Cola.
    Das merken die Lehrer nämlich nicht unbedingt, weil viele noch an Etiketten glauben.

    Und so kriegen alle das, was sie wollen.
    Nur die Milchfans gucken mit dem Ofenrohr ins Gebirge …

  2. @ Gaby
    Oh-la-la, eine blendende Idee. Hast Du bei BrainStore gesehen, dass man sich da auch als RegenmacherIdeenGenerator bewerben kann?

  3. Danke dir, Marcel,

    ich habe soeben bei BrainStore reingeguckt – hatte ich vorher nicht, hab einfach so im Alpha-Zustand geschrieben, als ich dein Posting las.

    Ich sprudle vor Ideen und kann gar nicht genug kriegen von Brainstormen, Blöd-Sinn-Reden und noch überall ein Ei drüberzuschlagen.
    Wär vermutlich genau die richtige Spielwiese für mich.

    Nur ganz ehrlich – und unter uns gesagt:
    Die haben eine ganz seltsame Art, auf ihrer Homepage zu schreiben …

    Ich war echt mal saugut in Englisch – aber deren Denglisch (oder heißt das bei Schweizern ‚Schwenglisch‘???) kapiere ich kaum.
    What’s the meaning of ‚Freelancer‘? Das wär ja noch das Einfachste, glaub ich – geht ja fast noch ausm Kontext hervor.
    Aber der Rest:
    Alles easy und schweins-cool …

    Ich glaub, ich schreib denen am besten ne Mail.
    Da unterschlage ich aber vorsichtshalber erst mal, dass ich 43 Jahre alt bin – (als Anrede wähle ich dann wohl etwas Peer-Group-Tauglicheres wie ‚Hi‘ oder so???) – irgendwie scheint sich das alles um Leute zwischen 19 und 29 zu handeln – oder doch nicht????

    Wahrscheinlich brauchen auch ältere Menschen, so wie du und ich, Ideen.

    (Und meine erste Idee dort wird sein, die Homepage erst mal verständlich zu machen ;-) )

    Herzliche Grüße von

    Gaby

  4. Hallo Gaby, du hast recht, das ganze Denglisch wirkt ziemlich aufgesetzt. Kleines Müsterchen (Kombination erfunden):
    „Der Customer hat einen starken Brand in East Asia, deshalb gehen wir auch dort trendscouten bevor wir den CreativeDay in der IdeaFactory durchführen. Dort gibts zuerst mal einen WelcomeDrink, bevor dann der ProjectChamp eine Presentation macht und dem Facilitator übergibt für das BrainWriting.“

    Na ja, BrainStore ist mittlerweile auch fast pleite und statt 80 Mitarbeiter wie im Jahr 2008 arbeiten nur noch die Gründer dort (Nadja und Markus). Wird sich wohl nur noch um Wochen handeln, bis auch die zwei auf dem Arbeitsamt „brainstomen“ gehen.

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