Buch-Tipp: Wenn du es eilig hast, gehe langsam

von Lothar J. Seiwert

Es hat sich endlich auch in den Management-Etagen herum gesprochen, dass das „Immer-schneller-Credo“ auf Dauer unglücklich und krank macht. Lothar J. Seiwert zeigt, wie man dazu seine Lebensrollen festlegt, einen Jahreszielplan und eine Prioritätenliste für jede Woche aufstellt und schliesslich lernt, das Zeitmanagement für jeden Tag in den Griff zu bekommen – produktive Langsamkeit!
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5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Marcel,
    mit Verlaub und bei allem Respekt vor Seiwert, der unbestritten seine Verdienste im Zeitmanagement hat…
    ich glaube an das Spiel mit der Prioritätenliste nicht mehr. Für mich klingt das nach der x-ten Variante seines Klassikers „1×1 des Zeitmanagements“. Ich habe diese Form des Selbstmanagements zu oft _nicht_ funktionieren sehen.
    Die Alternative? „Getting Things Done“ von David Allen.

    Viele liebe Grüße
    Stephan

  2. Über die Anwendung von irgendwelchen Zeitmanagement-Methoden liesse sich stundenlang diskutieren. Trotzdem drei kurze Anmerkungen:

    1) Ich empfehle hier Bücher mit der Absicht, Leserinnen und Leser zu ermuntern, Verschiedenes auszuprobieren und sich daraus den eigenen, ganz persönlichen Cocktail aus verschiedenen Methoden zusammen zu mixen.

    2) Die Methode schlechthin, die für alle passt und in allen Situationen die genau richtige ist, gibt es nicht. Nicht bei Seiwert, nicht bei Allen – bei keinem der Autoren von Büchern über Selbstmangagement- und Organisationsmethoden.

    3) Der Grundansatz von „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“ gefällt mir persönlich gut. Und ich wende ich häufig auch in Coachings an. Unsere Zeit verleitet uns häufig dazu, „schnell, schnell“ das Problem aus dem Weg zu räumen. Das ist in gewissen Situationen ok; in anderen ist es aber sehr hilfreich, die Dinge zwischendurch auch mal ruhen zu lassen. So gewinnt man die nötige Distanz und dadurch den Blick, um die optimale, anhaltende Lösung zu finden.

  3. Hallo,

    wer sich der Sache eher von der poetischen Seite nähern möchte, dem sei das Buch „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny empfohlen.

    Gruß
    Stephan.

    [Ergänzung von Marcel Widmer: Link zu Amazon]

  4. Hallo Marcel,

    Seiwert in allen Ehren, aber da empfehle ich eher ein neueres Buch von ihm: Das Bommerang-Prinzip: Mehr Zeit zum Glück, das viel stärker auf Balance ausgelegt ist.

    Zudem mach ich die Erfahrung in meinen Selbstmanagement-Seminaren, dass die Lehre von ABC-Aufgaben, Prioritäten, Leertischlern, usw. nur einem Teil der Teilnehmer hilft (ca. 60-70% der Leute). Der andere Teil sind bewusste Volltischler, kreative Chaoten, eher Anschieber oder Begeisterer als straffe Organisatoren oder strukturierte Kontrolleure. Die brauchen dann vielmehr Hilfe (=Coaching?) um zu den eigenen Stärken zu stehen und das Zeitmanagement auszulagern.

    Noch ein Buch zum Thema: Das Buch der Ruhe

    LG
    [;-] Nati

  5. Eins hab ich noch vergessen:

    Zeitkompetenz: Die Zeit für sich gewinnen

    geht weg vom Ansatz des Zeitmanagements alles immer effektiver und effizienter zu organisieren und zu erledigen. Statt dessen lern derLeser / die Leserin die Zeit „zu sich einzuladen“, sie zum Freund bzw. zur Freundin zu machen. Es eröffnet mit vielen Übungen andere Zugänge zur Zeit (Uhrenzeit, Timing, Speed, Rhythmen, Eigenzeiten, Zeitvielfalt, -kompetenz, -wohlstand, u.a.). Wunderbar sind auch die Karikaturen und die Zitate aus Film-, Musik- und anderen Welten.

    Schön zum Vorab-Informieren: Die „SearchInside“ Möglichkeit von Amazon zeigt schon das Inhaltsverzeichnis und einige Probeseiten.

    Jetzt ist aber Zeit zu schlafen!
    Gute Nacht!
    [;-] Nati

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