Führung: Hilfe zur Selbsthilfe

Warum haben eigentlich manche Manager nie genug Zeit und ihre Mitarbeiter nie genug Arbeit?

… fragen Kenneth Blanchard, William Oncken und Hal Burrows in ihrem Buch Der Minuten-Manager und der Klammer-Affe.
(Antwort: weil sie sich fatalerweise die Äffchen ihrer Mitarbeiter auf die eigenen Schultern laden.)

Führungsarbeit ist immer auch mit einem Dilemma verbunden: Wie schafft man es als Führungskraft, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen, ohne sie gleichzeitig zu bestehlen, d.h. ihnen die Aufgaben abzunehmen, für die sie da sind und an denen sie wachsen können?

Nutzen Sie den Coaching-Ansatz, bieten Sie Hilfe zur Selbsthilfe! Bringen Sie Ihre Mitarbeitenden (und sich selbst!) dazu, sich an dieses herrlich simple Konzept zu halten:

  1. „Ach Chef, wo ich Sie gerade sehe … Könnten Sie mir nicht mal …“ ist passé. In Zukunft gilt: keine Besprechung von (schwierigen) Aufgaben ohne Vorbereitung!
  2. Nicht stundenlang, womöglich mit einer x-seitigen PowerPoint-Präsentation. Sondern ganz pragmatisch: Der Mitarbeiter beantwortet in der Vorbereitung folgende Fragen:
    Wie lautet das Problem in einem Satz? Was ist die Ursache des Problems? Welche 3 Lösungsvarianten schlage ich vor? Welche bevorzuge ich und warum?
  3. Die Besprechung danach beschränkt sich Ihrerseits nur noch darauf, den Mitarbeiter mit „schlauen“ Fragen zum Nachdenken und Entscheiden (!) zu bewegen und schlimmstenfalls (und nur dann, wenn es anders wirklich nicht machbar ist) die Notbremse zu ziehen, d.h. grundlegende Korrekturen anzubringen.

Probieren Sie es aus! Und Sie werden sehen: Sie selbst werden wieder mehr Zeit für Ihre Aufgaben haben und die Mitarbeiter haben wieder genug Arbeit. (Nicht nur genug Arbeit, sondern auch Arbeit, die sie motiviert und an der sie wachsen werden – und das ist Ihnen ja bestimmt ebenso wichtig!)

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