Ja, aber …

Heute hat mir Spam Karma 2.0 mal wieder einen JobBlog-Leserbrief zur Bewilligung vorgelegt. Er fängt viel versprechend an:

Es gibt Personen, welche sich in die solidarische Gemeinschaft der Blogger einschleichen.

Aber dann geht’s mit geballter Ladung und völlig undifferenziert los. Da wird über einen anderen Weblog-Schreiber hergezogen, dass sich die Balken biegen. Und das – nota bene – in meinem Blog und in einem Beitrag, der damit überhaupt nichts zu tun hat!

Hmmm … Ich bin ja nicht gegen Diskussionen hier drin; im Gegenteil! Aber dann bitte zum Thema. Und mit offenem Visier. Aber anonym bzw. mit einer gefälschten E-Mail-Adresse (was ich selbstverständlich überprüft habe). Nein!

Wer immer meint, er müsse der Welt irgend etwas bekannt machen, soll das tun. Das ist eine der vielen positiven Seiten des WWW. Aber dann soll er nicht „mein Baby“ missbrauchen. Es gibt genügend kostenlose Blog-Angebote, wo man seinem Unmut Luft verschaffen kann. Von mir aus dort auch anonym!

Also:
Ja, hier dürfen Leserbriefe geschrieben werden!
Aber nicht am Thema vorbei, anonym oder um hier über irgendwelche Personen her zu ziehen!

Es gibt Personen, welche sich in die solidarische Gemeinschaft der Blogger einschleichen.

Genau! Und die werden es nicht schaffen, das JobBlog dafür zu missbrauchen! Trollt Euch!

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Laestermaul » Blog Archive » Peach gegen BloggingTom [Updated]

  2. Bei blog.ch hat er’s auch publiziert, in einem Beitrag wo’s überhaupt nicht reinpasst. Scheint eine regelrechte Kampagne zu sein.

    Ich bin der Meinung, dass sich jeder so blamieren soll, wie er’s versteht, darum habe ich den Kommentar freigeschaltet; allerdings hab ich nicht überprüft, ob die Adresse echt ist.

  3. Es gibt das grundgesetzliche Recht von jedermann, auf öffentliche Diskriminierung und Diskriminierungsversuche aufmerksam zu machen, und darüber hinaus ist dieses im Prinzip eine moralische Pflicht. Politische Korrektheit heisst im Kerngehalt: „Keine Diskriminierung (Verächtlichmachen, Unterdrücken) durch das Mittel der Sprache von Angehörigen anderer Nationalität, Sprachgruppe, Rasse, Religion, Weltanschauung, Geschlecht und sexueller Orientierung, auch nicht von Kranken und Behinderten, und von Schwächeren und Wehrlosen wie beispielsweise Fussgängern oder Tieren.“ Diskriminieren durch Personen, welche sich selbst als Rollenmodell anbieten, und die ihr privates und öffentliches Leben und ihre Anschauungen ganz gezielt in die öffentliche Diskussion und Kritik einbringen, soll am Wenigsten still hingenommen werden, sondern hier ist Zivilcourage gefragt, Verstösse bereits frühzeitig zu erfassen. Internetforen sind durch ihre weit gehende Anonymität oft Brutstätten sehr subtiler bis rüdester Formen von Diskriminierung, und bedürfen deshalb der unabhängigen Beobachtung. Die methodisch richtige Überprüfung eines Internetforums auf politische Korrektheit erfolgt meist in sieben bis neun Schritten.
    1. Hypothese, dass und inwiefern im Forum Diskriminierung propagiert wird.
    2. Voruntersuchung der Website nach weichen Kriterien (Stil/Attitüden, Content/Message, Obsessionen/Grundthemen der Forumsleitung) und darauf basierend Verfeinerung der Hypothese.
    3. Qualitatives Screening (Suche nach relevanten Wörtern, namentlich Substantiven und Eigennamen), Analyse der Moderation durch die Forumsleitung (Wer stösst Diskussion an, wer hält sie am Laufen, Anonymität von Forumsleitung und Forumsteilnehmern, wie lässt die Forumsleitung mit sich kommunizieren), Links von und zur Site.
    4. Quantitatives Screening, informatikgestützt: Welche relevanten Wörter kommen wie oft überhaupt vor, welche Wörter und Eigennamen kommen im Vergleich zu einem Durchschnittstext überdurchschnittlich häufig vor.
    5. Prüfung von statistischen Ausreissern und Auffälligkeiten. Im vorliegenden Fall wurde zum prävalenten Stichwort **** [1] mit der betreffenden Firma eine mögliche Vorgeschichte mit dem Forumsbetreiber ausgeschlossen, und es wurde bei der vom Blog angegriffenen Firma verifiziert, dass sie gesetzeskonform operiert und stets nach Bezahlung alles so ausliefert, wie es bestellt wird.
    6. Ausschluss von Irrelevantem: Im vorliegenden Fall wurde das Sich-lustig-machen über die unterdurchschnittliche Intelligenz von Bush ausgeschlossen, und trotz einer Häufung automobiler Themen einschliesslich Rennfahrerei konnte eigene Raserei des Betreibers unter Verachtung von Menschen- und Tierleben nicht verifiziert werden.
    7. Publikation des Untersuchungsergebnisses und Herbeiführen der angestrebten Verhaltensänderung bei der Forumsleitung, am besten durch gemeinsames Hinterfragen von Motiven und Beweggründen; Schlussbericht.
    Die Anwendung der für Foren entwickelten Methode auf Blogs bedarf noch einiger Anpassungen. Immerhin wurde hier methodisch weit gehend korrekt gearbeitet. Die Fakten und Tatsachen zur beobachteten Site sind durch Links hinreichend belegt. Die Deutung der Motive enthält spekulative Elemente, dieses zwangsläufig um so mehr, wenn die Forumsleitung beim Hinterfragen nicht kooperiert. Die Qualifizierung der Studie als „Troll“ ist nicht nachvollziehbar, bzw. wird hier als Auszeichnung gewertet.

    Anmerkung von Marcel Widmer, 17.10.2005:
    [1] Firmenname durch **** ersetzt (das hier ist das JobBlog – und nicht die **** Selbsthilfegruppe)

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