Marcel Widmer – JobBlog – CASH (updated)

Vor 2 Wochen habe ich gefragt: JobBlog goes CASH? Vorgestern ist nun der Artikel über Bewerbungen per E-Mail erschienen. Inhaltlich nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber es wird sicher einige Bewerberinnen und Bewerber davor behüten, in das eine oder andere E-Fettnäpfchen zu treten.

@ die CASH-Leserinnen und Leser, die über Google hierher gefunden haben:
Herzlich willkommen! Ich freue mich über Ihren Besuch hier in meinem JobBlog. Ich bin sicher, dass Sie den einen oder anderen Artikel oder Tipp finden, der für Sie nützlich ist. Wenn Sie professionelle Unterstützung bei Ihrer Bewerbung benötigen, dann finden Sie hier mehr dazu.

@ Manuela Specker von der CASH-Redaktion
Vielleicht erinnern Sie sich noch: Vor gut 2 Wochen haben wir rund 30 Minuten telefoniert. Das waren 30 Minuten meiner Zeit und meines Know-hows für Ihren Artikel. Als Gegenleistung haben wir vereinbart, dass Sie meinen Namen und die Webadresse des JobBlogs im Artikel erwähnen. Nach ein paar Tagen haben Sie mir Ihren Artikel zugemailt, damit ich noch allfällige Änderungen anbringen kann. Alles war OK, nur der Link zum JobBlog fehlte. Das habe ich Ihnen mitgeteilt (aber keine Feedback von Ihnen erhalten). Nun ist Ihr Blatt und Ihr Artikel erschienen. Ohne den Verweis auf das JobBlog!
Das Resultat? 1) Ich bin stinksauer! 2) Sie und Ihr Blatt haben einen Eintrag auf meiner schwarzen (und zum Glück noch sehr kleinen) Liste für anfragende Journalisten/Medien. Ich mag es nicht, wenn man seine Vereinbarungen nicht einhält.

Update vom 24. April 2005:

Heute morgen hat mich Frau Specker angerufen, sich über meinen Artikel hier beschwert (irgendwie nachvollziehbar) und mir dabei versichert, dass es sich um ein Missverständnis handle (ich sehe das aber nach wie vor anders). Der Hinweis auf das JobBlog würde dann „ca. im Mai“ publiziert, hat sie mir versprochen. Gleichzeitig hat sie aber „durchblicken“ lassen, dass ein Hinweis auf das JobBlog aber „wenig Sinn“ mache, wenn ich den JobBlog-Artikel nicht löschen würde (ein Schelm, der Übles dabei denkt!).
Etwas später kam dann noch ein E-Mail:

Herr Widmer, habe soeben gesehen, dass bereits drei Reaktionen eingegangen sind. Das grenzt an Rufmord, was Sie da machen. Und schadet auch unserer Berufsgattung.

Also:

  1. Mit 2 Tagen Distanz komme ich zum Schluss: mein ursprünglicher Artikel hatte in der Tat etwas zu viel Schärfe (die aus dem Ärger über die nicht eingehaltene Vereinbarung entstanden ist). Einige kurze Passagen habe ich deshalb entfernt oder abgeändert (mir geht es nicht um das in der Blogsphäre so beliebte Journalisten-Bashing!). Löschen werde ich den Artikel aber nicht.
  2. Rufmord? Der Berufsgattung schaden? Hoppla … liegen da irgendwo die Nerven blank? Rufmord, wenn ich über Tatsachen und meine Sicht der Dinge berichte? Habe ich (ich, der Verallgemeinerungen meidet wie der Teufel das Weihwasser) über „die Journalisten“ geschrieben? Zudem: wäre es nicht ein Armutszeugnis für die Berufsgattung, wenn ich mit meinem kleinen JobBlog ihrem Ruf schaden könnte?
  3. Also: ruhig Blut und zurück zum Wesentlichen! Und keine Angst: ich bin kein Blogger, der endlos darüber palavert, ob denn nun die Berufsjournalisten oder die Blogger die echten Journalisten seien. Das ist mir nämlich sowas von egal …

8 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Reg dich nicht auf, bis so ein Artikel publiziert ist haben doch x Azubis und Redaktoren die Finger drin, die alle besser wissen, was in einen Artikel gehört. Da kann die Journalistin oft gar nichts dafür.

    Aber wenn doch: Gib ihr Saures :-).

  2. Ich habe auch so meine Erfahrungen mit den Journalisten. Wenn Du Dich mit Journalisten einlässt, musst Du mit sowas rechnen – ich habe es schon zigmal erlebt.
    Bei mir gelten strenge Regeln z.B. lasse ich mich nicht mehr in meinem privaten Umfeld ablichten, ich muss die Sache gegenlesen können und ein Belegexemplar erhalten. Das klappt so auch meistens – aber eben nicht immer.

  3. Für mich war CASH schon immer der Wirtschafts-BLICK. Insofern erstaunt mich das nicht.

  4. Hier mein Kommentar zum geupdateten Artikel und zu Speckers Reaktion:

    Ich sehe im „alten“ Posting nicht zu viel Schärfe.
    Deine Auskunftsfreudigkeit hat dazu beigetragen, dass Cash eine „Lücke“ schließen konnte.
    Wenn du eine Annonce dort geschaltet hättest, hättest du ganz schön was hinblättern müssen.
    So wurde mit dir Cash gemacht …

    Um noch einen Rest von Gesicht wahren zu können, musste Specker natürlich von „Rufmord“ schreiben und dich quasi erpressen deinen Beitrag wieder rauszunehmen.

    Ihre Reaktion erinnert mich an die eines kleinen Mädchens, das jetzt sehr verunsichert ist.
    Kannst du nix dafür.

    Meine Meinung: Lass es doch einfach so.

    Ob ein Link wirklich etwas bringt, wage ich zu bezweifeln.
    Die Leute, die dich als Berater brauchen, finden dich über google – oder kennen dich eh schon via Mundpropaganda.

    Die Wirkung solcher Magazine wird oft viel zu hoch eingeschätzt.

    Du hast was gelernt, Specker hat was gelernt. Das reicht doch – was meinst du?

    Das waren jetzt meine ungeordneten Gedanken nach dem Frühstück.

    Und damit du den wunderbaren Frühlingstag noch besser genießen kannst, hier ein Spruch aus meinem Zen-Kalender (noch vom März):

    Der Regen fällt vom Himmel
    auf Gerechte und Ungerechte. (nach: Theragatha)

    Ebenso ist es auch mit den Sonnenstrahlen ;-)

  5. @ Gaby
    Ein schönes Schlusswort zu diesem Artikel – herzlichen Dank!

    @ alle
    Damit sich die Geschichte nicht hochschaukelt, schliesse ich für diesen Artikel die Kommentarfunktion.

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