Online-Rekrutierung in der Schweiz

Die Prospective Media Services AG untersucht in ihrem jährlichen Report den Stand der Online-Rekrutierung in der Schweiz und zeigt Veränderungen und Trends auf.

Die vierte Ausgabe ist Ende August 2012 erschienen. Dazu wurden im Februar diesen Jahres insgesamt 1621 Arbeitnehmer und 273 Firmen befragt. Diese breite Datenbasis gibt dem Report einen repräsentativen Charakter.

Ich habe die 56-seitige Analyse studiert und viele wichtige Hinweise bekommen. Das sind – aus meiner Sicht – die wichtigsten Erkenntnisse der Studie (klicken Sie auf die Grafiken, um sie vergrössert anzuzeigen):

Mobile Recruiting

  • 64% der befragten Arbeitnehmer nutzen ein Smartphone, 17% davon nutzen es bereits zur Stellensuche, 53% sind interessiert; 18% der Smartphone-User haben eine Job-App installiert.
  • Rund 33% der Arbeitgeber-Vertreter glauben, dass ihre Stellenanzeigen für das Mobile Web optimiert sind. Das Interesse an Mobile Recuriting steigt exponentiell.

Bedeutung von Social Media

  • Social Media liegt hier noch immer hinter Stellenbörsen, Print und Firmen-Website zurück, nimmt aber bei Arbeitgebern und -nehmern an Bedeutung stetig zu.
  • Bei den Stellensuchenden nimmt Facebook die Spitzenposition ein, bei den Unternehmen Xing. Auf beiden Seiten hat die Bedeutung von Twitter am meisten zugenommen.
  • «Sharing is caring»: jeder 4. Arbeitnehmer ist Fan eines potenziellen Arbeitgebers auf Facebook, jeder 5. hat schon erlebt, dass ihm ein Jobangebot von Freunden über Facebook oder Twitter empfohlen wurde.
  • Das Checken von Social-Network-Profilen wird salonfähig: sowohl bei der Überprüfung von Arbeitgeber-Vertretern als auch von Bewerbern.

Informationssuche und -angebot

  • Bei Arbeitnehmern gewinnen Social Networks bei der Informationssuche an Bedeutung, Arbeitgeber-Bewertungsplattformen verlieren.
  • Die Unternehmen nutzen Social Media ebenfalls häufiger: Facebook wird von 23% (Vorjahr 10%) und Xing ebenfalls von 23% (Vorjahr 7%) genutzt.

Bewerbung

  • Bei Stellensuchenden ist die Bewerbung per Post noch immer der Favorit; auf Unternehmensseite werden E-Mail-Bewerbungen eindeutig bevorzugt.
  • Bewerbungen über standardisierte Onlineformulare haben keinen guten Ruf bei Stellensuchenden; 15% würden deshalb sogar auf eine Bewerbung verzichten.

Trends


Die wichtigsten Ergebnisse der Studie von Prospective Media sind kostenlos als PDF-Datei erhältlich; die umfassenderen Berichte in verschiedenen Formen können Sie hier bestellen.

(alle Grafiken: Prospective Media Services AG)

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