Rätselraten mit Stellenanzeigen

Wer Stelleninserate liest, findet immer wieder welche, die besser auf der Rätselseite der Zeitung aufgehoben wären.

Heute sucht ein Unternehmen im Grossraum Zürich eine/n ExpertIn für Training:

Stellenbeschreibung

  • Unterstützen der Aus- und Weiterbildungsverantwortlichen FVL des TCZ
  • […]
  • Erstellen und selbständiges Aktualisieren von didaktischen Unterlagen nach gültigen Standards OT

Stellenprofil

  • Erfahrung im ATC Bereich
  • […]

FVL des TCZ? Standards OT? ATC Bereich?

Liebe Personaler, liebe Linienvorgesetzte: Denken Sie doch bitte beim Texten von Stelleninseraten auch an diese zwei Punkte:

  1. Mit firmeninternen Fachbegriffen und Abkürzungen können Sie, die Sie schon im Unternehmen sind, umgehen. Mit Stelleninseraten sprechen Sie aber Aussenstehende an, die Ihre firmeninterne Terminologie nicht kennen.
  2. Ein Stelleninserat soll die Lesenden einerseits verständlich (!)über Aufgaben und Anforderungen aufklären, andererseits zur Bewerbung motivieren. Ob es im obigen Beispiel gelingt? Wohl kaum …

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein anderer Ansatz könnte aber auch folgender sein:
    Wenn der Bewerber diese Termini versteht ist er auch der richtige für den Job. Quasi eine geschickte Vorauswahl, bewerben wird sich nur derjenige der mit den Begriffen auch umgehen kann, und was ist besser als dann im Anschreiben auch noch direkt auf diese Fähigkeiten einzugehen…

  2. @ Matthias
    Ich bin mit Ihnen einig, was allgemeingültige Begriffe des jeweiligen Fachgebiets angeht. Aber „Aus- und Weiterbildungsverantwortlichen FVL des TCZ“ ist nun definitiv internes Zeugs und hat m.E. in einer Stellenanzeige wirklich nichts verloren.

  3. Ja, eigentlich haben Sie da Recht. Und gerade in Zeiten wo es immer schwerer wird gute Mitarbeiter zu finden, sollten die Stellenanzeige informativ über das Arbeitsumfeld aufklären…

  4. Andere Frage: Wieso informieren eigentlich Firmen in Stelleninseraten nicht über den jeweiligen Anteil der Arbeiten für die gesuchte Stelle? Am besten in Prozent, z.B. Telefonische Betreuung 40%, Admin Arbeiten 20%, Website Updates 20%, Interne Trainings 20%.

    Das würde doch dem Suchenden und der Firma zu Gute kommen, da sich die Leute ein viel genaueres Bild zur Stelle machen können.

  5. Pingback: Sinn und Unsinn von Stellenanzeigen :

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Absagen auf Stelleninserate verschicken

Den Spiess einmal umdrehen? Und Unternehmen, die Stellen ausschreiben, statt einer Bewerbung eine Absage schicken? Natürlich völlig sinnlos, aber witzig...

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