Rekrutierung im Social-Media-Zeitalter

Das Social Web erweitert die Kommunikation zwischen Einzelpersonen und Gruppen. Diese Entwicklung macht natürlich auch vor dem Arbeitsleben nicht halt. Die sozialen Medien haben deshalb das Recruiting und die Art verändert, wie Menschen nach Arbeit suchen. Sie werden zudem genutzt, um Informationen und Meinungen über freie Stellen und Unternehmen zu teilen.

Die neueste Studie der Kelly Services GmbH zeigt einen klaren Trend: Social-Media-Recruiting ist bei den Arbeitnehmern angekommen (zur Kelly-Studie):

  • Über die Hälfte (53%) finden soziale Medien eine gute Methode, um sich über Stellenangeboten auszutauschen.
  • Knapp die Hälfte (44%) sind schon einmal über soziale Medien wegen einer möglichen Berufschance kontaktiert worden.
  • 39% nutzen soziale Netzwerke bei der Entscheidungsfindung im Hinblick auf eine mögliche Stelle.
  • 16% haben eine neue Stelle angetreten, auf die sie im Social Web gestossen sind.

Recrutierung_im_Social-Media-Zeitalter

Veränderung in der Rekrutierung durch Social Media

Die zunehmende Vernetzung in allen Lebensbereichen greift
auch auf die Stellensuche über. Dank Social Media ist es heute einfacher denn je, freie Stellen zu bewerben. Der Pool potenzieller Bewerber ist durch soziale Netzwerke deutlich gewachsen. Diese Veränderungen setzen sich schnell und mit Nachdruck durch und haben erheblichen Einfluss auf Recruiting-Techniken. Leider wird das von Managern und Arbeitgebern noch oft übersehen.

Global geben 44% der Befragten an, in den 12 Monaten vor der Befragung wegen eines Stellenangebots über soziale Medien kontaktiert worden zu sein. In der Region Asien-Pazifik sind es 56%, 41% in Amerika und 38% in der Region Europa/Mittlerer Osten.

Social Media sind bald wichtigster Rekrutierungskanal

Social Media haben die Art und Weise verändert, wie Menschen nach Arbeit suchen. Während bis vor wenigen Jahren die Zeitungen den Markt von Stellenangeboten dominierten, geben weltweit 40% der befragten Unternehmen an, bei der Jobsuche lieber auf die sozialen Medien zu setzen. Damit sind die sozialen Medien auf bestem Weg, wichtigster Rekrutierungskanal zu werden.

Die Verbreitung sozialer Medien im Recruiting verläuft, global gesehen, bislang sehr unterschiedlich. In Asien haben sie sich als Tool für die Jobsuche durchgesetzt, während die Europäer sich noch immer eher in traditionellen Medien nach neuen Berufschancen umsehen.

Der Wandel erfolgt am schnellsten im asiatisch-pazifischen Raum, wo bereits 56% den sozialen Medien den Vorzug gegenüber traditionellen Recruiting-Methoden geben. In Amerika sind es 39%, in der Region EMEA 32%.

Kaum mehr Unterschiede nach Altersgruppen

Die Suche von Mitarbeitern ist nicht mehr auf die jüngeren Arbeitnehmer beschränkt – die älteren Semester haben gegenüber der Generation X aufgeholt.

Im vergangenen Jahr wurden 47% der Befragten der Generation Y (Jahrgang 1990 und jünger) über Soziale Netzwerke mit Blick auf den Job kontaktiert. Mit 42% liegen die älteren Arbeitnehmer (Generation X und Baby-Boomer) aber mittlerweile praktisch gleichauf.

Die Rolle von Smart Devices bei der Stellenwahl

Dank Social Media ist der Typus des «Always-On»-Arbeitnehmers entstanden, der sich im Social Web permanent über Privates ebenso austauscht wie über berufliche Themen.

Weltweit gaben 37% der Befragten Arbeitnehmer an, dass dieser offene Austausch bei bei Karriereentscheidungen wichtig sei. Im asiatisch-pazifischen Raum ist auch in diesem Bereich das
Bedürfnis stärker (51%) als in Amerika (39%) und EMEA (29%)

Fazit

Es zeigt sich sehr klar, dass soziale Medien als Recruiting-Werkzeug immer stärker akzeptiert werden und auf dem Weg zur Standardmethode sind.

Auf Seiten der Arbeitnehmer steigt die Offenheit für Jobangebote über diese Kanäle weiter an. Auf Unternehmensseite ist der Einsatz elektronischer Geräte am Arbeitsplatz allerdings nach wie vor ein Reizthema. Diese Entwicklung am Arbeitsplatz zu steuern, ist deshalb eine Herausforderung, der sich viele Arbeitgeber in naher Zukunft stellen müssen.

Hinweis:
Als Experte im Thema «HR & Social Media» doziere ich bei Somexcloud – Social-Media-Akademie, bei WEKA Business Media und ab 2014 auch am MAZ (Bereich Kommunikation). Wenn Sie sich einmal unverbindlich über HR und Social Media in Ihrem Unternehmen unterhalten wollen, dann kontaktieren Sie mich!

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: INJELEA-Lesenswertes 1. Dezember 2013 - INJELEA Blog

  2. Super Blog. Hat uns beim Workshop von SAH Zentralschweiz sehr geholfen.

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