Retromanagement statt New Economy?

In der schweizer Handelszeitung schreibt unter dem Titel über Management-Trends, die er derzeit beobachtet.

Prof. Knut Bleicher, emeritierter Professor der Universität St. Gallen (HSG) und Direktor der Gesellschaft für Integriertes Management, schreibt in der Handelszeitung über die neuesten Managementtrends: Abschied von der Matrixstruktur und anderen Komplexitäten:

Die Ernüchterung über die Wirksamkeit moderner Managementkonzepte führt zu einer Rückkehr zu traditionellen Methoden. […]
In einer Zeit der wirtschaftlichen Verunsicherung ist zu beobachten, dass Managements auf ältere Konzepte und Ansätze zurückgreifen. „Retromanagement“ bedeutet dabei eine Rückkehr zu traditionellen firmenpolitischen, strategischen, strukturellen und kulturellen Konzepten der Betriebsführung.

Aktuell stellt Kurt Bleicher die folgenden Trends fest:

1. Rückkehr zu einer stark personenbezogenen Führung
2. Reduzierende statt multiplizierende Strategie
3. Refokussierung verlangt Retrostrukturen der Vereinfachung
4. Rekultivierung: Von Vertrauens- zu Misstrauenskulturen?

Er kommt zum Schluss, dass allgemeingültige Konzepte zwar wegweisend für das Management sein können, gleichzeitig aber die Notwendigkeit enthalten, später durch neue Konzepte wieder korrigiert werden zu müssen. Folglich müssten bei der Auswahl neuer Managementmethoden auch die längerfristigen Konsequenzen abgeschätzt und berücksichtigt werden. Die Idee, dass langfristige Gestaltung und Lenkung gefragt sind, wird sich (wieder) durchsetzen – davon ist Kurt Bleicher überzeugt.

(via E-Business Weblog)

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