Stellenplattformen: von Jobs.ch über medienjobs.ch zu experteer.ch

Stellenplattformen im Internet sind für Arbeitgeber und Personalberater dann effektiv, wenn sich dort möglichst viele passende Arbeitnehmer nach einer neuen Stelle umsehen. Deshalb bemühen sie sich, Stellensuchende mit interessanten Zusatzservices auf ihre Seite zu holen:

  • Job-Mail: die Benachrichtigung, wenn Stellen gemäss den hinterlegten Suchbegriffen publiziert worden sind (bei fast allen Plattformen Standard)
  • Zusatzservices wie «Job-DNA» (von jobs.ch): maschineller Abgleich eines Jobprofils mit dem Kompetenzprofil des Stellensuchenden

Neben diesen horizontal (z.B. mehrere Branchen) und vertikal (mehrere Hierarchiestufen) aufgestellten Plattformen gibt es spezialisierte Jobsites (so genannte «Verticals»):

Neben diesen bekannten Anbietern tauchen in den letzten Jahren neue Angebote in diesem lukrativen und deshalb hart umkämpften Markt auf:

  • Auf Business-Networks wie Xing und Linkedin können dank der Vernetzung Kontakt zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern geknüpft werden. Ob allerdings eine relevante Zahl von Stellen auf diesem Weg besetzt werden konnten wurden, bezweifle ich.
  • Die Kooperation des Business-Netzwerks Xing mit TopJobs, das sowohl auf die Insertion von Vakanzen (auf Xing und auf TopJobs) auch als das Finden von potenziellen Kandidaten innerhalb von Xing abzielt, scheint eine gelungene Ausweitung und Kombination zu sein, weil es beiden Seiten ermöglicht, aktiv zu werden.
  • Experteer fokussiert klar auf Kaderleute und Spezialisten mit einem Jahreseinkommen ab CHF 120’000.-. Zudem werden verschiedene Services angeboten: z.B. Benchmarks zum Gehalt oder ein «Karriere-Matching». Diese Services sind solange kostenlos, bis die passenden Stellen im Detail anschauen will. Interessant: um den Markt attraktiv zu halten, lassen sich Stellen auf atypische Regionen (z.B: Schwyz) eingrenzen.

Fazit: Bei den klassischen sowie den spezialisierten Stellenplattformen erreicht ein Unternehmen zu 99% nur jene Arbeitnehmer/innen, die effektiv auf der Stellensuche sind. Hier erschliessen Angebote wie Experteer, Linkedin und die Kombination Xing/TopJobs zusätzliche, für beide Seiten wertvolle Kanäle. Social Media wie Twitter, Facebook etc. haben grosses Potenzial, spielen aber (noch!) eine untergeordnete Rolle.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Kleine Korrektur…Das Stellenportal der NZZ (aktuell noch unter dem Brand NZZexecutive.ch) ist in das Newsportal der NZZ integriert und erschliesst damit recht erfolgreich die Leser des Newsportals und somit wiederum sehr viele passive Jobsucher…uns mit einem klassischen Stellenportal zu vergleichen ist somit nicht ganz korrekt. Aktuell wird das Design dem neuen NZZ.ch „look and feel“ angepasst, und wie das neue Produkt dann heisst, wird man im September erfahren.

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