Stolperfalle Internet – ein Aufruf

Darüber, wie man seine Chancen auf einen neuen Job durch einen gelungenen Internetauftritt erhöheh kann, habe ich schon berichtet (zum Beispiel hier oder hier).

Nun suche ich Kontakt zu Menschen,

  • über die im eigenen Blog, in einem Forum oder auf anderen Internetseiten (z.B. auf YouTube) „unvorteilhafte“ Einträge existieren (bzw.existierten)
  • und die dadurch eine Stelle nicht bekommen haben, für die sie sich beworben haben (oder zumindest im Vorstellungsgespräch darauf angesprochen wurden)

Stolperfalle Internet im Zusammenhang mit einem Jobwechsel – ist Ihnen das selbst schon passiert? Oder einem Freund, einer Bekannten, einem Arbeitskollegen? Dann würde ich mich über einen Hinweis hier in den Kommentaren oder per E-Mail an mail(ät)jobblog(punkt).ch sehr freuen! Über den Hintergrund bzw. die Idee dieses Aufrufs werde ich Sie dann gerne persönlich in einem Mail informieren.

Sie kennen niemanden, möchten mich aber insofern in meinem Vorhaben unterstützen, indem Sie einen kurzen Beitrag mit einem Verweis hierher in Ihrem eigenen Blog veröffentlichen? Dann sage ich schon jetzt: vielen Dank!

34 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Aus dem Bericht wird in der Tat nicht klar, ob es sich um „echte“ Fälle handelt. Trotzdem danke für den Hinweis, Torsten!

  2. Pingback: » Wo Stellensuchende Stellen suchen | JOBlog - Der Job und Karriere Blog

  3. Das ist ja witzig. Ich hatte in meinem Blog auch gerade eine Frage gestellt, die genau mit diesem Thema zu tun hat.

    Eben hatte ich übrigens deinen Leserbrief zum neuen Layout des Online-Auftritts der Berliner Zeitung gelesen. Ganz schön kritisch. Die Kritik ist allerdings auch berechtigt. Ganz schön schlecht gemacht.

  4. Pingback: schulte-web.com » Blog Archive » Der Blog als Imageschaden

  5. Von ähnlichen Fällen mit positiver Wertung hatte ich schon gehört – mir stellt sich da eher die Frage, ob auch die Gründe bei einem „negativen Befund“ auch entsprechend genannt werden..

  6. Einer Freundin von mir ist so etwas passiert.
    Sie hatte von einem ehemaligen Schulfreund,
    eine schlechte bewertung bekommen darauf
    hin wurde sie auch nicht eingestellt.

  7. Während 6 Monaten habe ich im letzten Jahr Arbeit gesucht und habe mit meinen
    branchenspezifischen Blog innerhalb aber ausserhalb der Branche durchwegs schlechte Erfahrungen gemacht. Beim ersten Vorstellungsgespräch geben sich zwar alle interessiert, aber in die zweite Runde kommt man nicht. Es sagt einem natürlich auch niemand ins Gesicht: „Wir nehmen dich nicht, weil du ein Blogger bist.“
    Ich glaube, viele Unternehmen haben Angst Blogger einzustellen, weil diese…
    1) meist eine eigene Meinung haben
    2) diese z. T. recht schnell verbreiten könnnen.
    3) Geschäftsgeheimnisse und interne Unregelmässigkeiten könnten so schnell an die Öffentlichkeit gelangen.
    4) Der Mitarbeiter könnte aus eigenem Verschulden entlassen werden und sich dann an der Firma rächen etc.

    Insbesonder für Blogger, die innerhalb ihrer Branche bloggen sehe ich keine beruflichen Vorteile.
    Ich kenne keinen angestellten Bänkler oder Versicherungsfachmann, der über einen Blog zur Branche betreibt.
    Für ein paar wenige Branchen, mag es vielleicht ein Vorteil sein, einen Blog zu betreiben, aber insgesamt wäre ich eher zurückhaltend.
    Hätte ich noch einmal die Wahl, so würde ich als Arbeitsuchender oder Angestellter in Betracht ziehen, unter einem Pseudonym aufzutreten.

  8. In der Tat ist das aktuell und in Zukunft noch mehr ein Problem. Das Internet hat ein großes Gedächnis. Durch die Personen Suchmaschinen oder auch G**gle ist es für die Personalchefs in der Regel sehr leicht ein paar Blicke in das Privatleben oder auf ein paar Jugendsünden zu werfen. Doch welcher Personalchef würde das zugeben? In der Regel kommt doch: „Wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden, …“!

  9. hmm glaube das ist jetzt noch nicht so ein problem, wie es mal in ein paar jahren werden wird, gibt ja jetzt schon haufenweise communities mit öffentlichen profilen welche durch diverse archivfunktionen auch noch in ein paar jahren einsichtbar sein werden.

  10. Ist zwar etwas Link, aber ich würde es sicher genauso machen.

    Ich finde das nicht „Link“. Das ist heute normal und absolut o.k. Ich mach das genau so. Wenn ich etwas über jemanden wissen will, so gebe ich seinen Namen in die Suchmaschine ein, und zwar so, in Anführungs und Schlusszeichen: „Vorname Familienname“. Voilà, probierts mal aus! Wenn man das Pech hat und genau gleich heisst, wie ein Tunichtgut, kommt es gerne zu Verwechslungen.

  11. Pingback: Das PM-Blog » Stolperfalle Internet

  12. Pingback: Ist Web 2.0 schädlich für die persönliche Reputation? | HANDEL HEISST WANDEL // MEYER-HENTSCHEL.NET

  13. Für arbeitsunwillige arbeitslose ist das doch toll. Einfach unter Realmnamen ein wenig in I-Foren herumpöbeln, und schon braucht mam keine Angst mehr haben, von einer Firma zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. So kann man gegeüber dem Arbeitsamt viele Bewerbungen nachweisen, kann aber gleichzeitig weiter ausschlafen. Hahahahahahahahaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!

  14. Ich habe einen politisches Blog-Magazin mit angehängtem Forum. Dabei mache ich von meinem Bürgerrecht auf freie Meinungsäusserung gebrauch. Dies kann gerade in Sachen Politik polarisieren was sich möglicherweise auch auf allfällige Bewerbungen auswirken könnte.

    Entscheidend ist meiner Meinung nach, dass man dem Arbeitgeber glaubhaft klar macht, dass man nur Freizeitblogger ist. (Ideal ist sicherlich ein Teilzeitjob ;-) ) Sofern es Firmen geben sollte, die mich aufgrund meiner privaten politischen Meinung bzw. meiner Artikel nicht einstellen, sehe ich es nicht so eng. Dann passe ich halt nicht zu denen bzw. zu deren Firmenphilosophie.

    Bloggen macht mir Spass und ist mein Hobby, ich blogge über Dinge, die mich interessieren, in meinem Fall halt Politik. Es hat für mich mit Lifestyle und Lebensqualität zu tun. Gerade politische Blogs sind eine feine Sache, sie geben dem Volk (oder zumindest engagierten Teilen davon) eine Stimme.

    Freundliche Grüsse
    Alexander Müller

  15. @ Erich B: Die Idee gefällt mir eigentlich sehr gut, blöd bloß das ich Freiberufler bin, da hilft das alles nichts. Aber ich merke schon, das ich mich mit politischen Sachen zurückhalte aus beruflichen Gründen bzw. für diese einen eigenen Blog eingerichtet habe, um den Rest seriös zu halten. Irgendwie komisch wie man sich selbst zensiert. Vielleicht wäre es besser, von vornherein alles anonym zu halten.

  16. Pingback: Querblog.de - Internet als Karrierfaktor

  17. Vielleicht passt es nicht ganz zum Thema. Bei Firmen und Selbstständigen ist mit schon öfter aufgefallen das wenn soziales oder politisches engagement in eine gewisse Richtung gehen grössere Firmen ungern Aufträge vergeben und bei Verhandlungen darauf auf zu sprechen kommen „Sie engaieren sich doch da …, unser Konzern macht ja das … ist das ein Problem für Sie?“

  18. weil es oben irgendwo angesprochen wurde: „Link“ finde ich die ganze aktion eigentlich nicht, denn jeder hat doch ein recht öffentlich stehende information „einzuholen“.

    wenn du heut ein haus bauen gehst, fragt die bank auch erst bei der schufa und sämtlichen anderen organisationen nach ob informationen über dich vorliegen, link ist das ganze deswegen auch nicht. genauso möchte man doch nicht „die katze im sack einstellen“.

  19. Meine Freundin ist Personalleiterin in einem Unternehmen mit ca. 250 Mitarbeitern. Dort werden die Namen aller Bewerber (egal, ob ungelernte Hilfsarbeiter oder Führungskräfte) routinemäßig im Internet abgefragt!!

  20. @kre alkalyn: Wenn das wirklich so gehandhabt wird, dann ist diese Firma schlimmer als Schäuble. Und das, dachte ich, geht nicht.

  21. @ kre alkalyn
    Wetten dass Sie weder so heissen, noch eine Freundin haben, die Personalleterin ist. Und schlicht einen Link zu Ihrem Webseitchen setzen wollten?

    @ Horst
    Solche Leute sind tatsächlich schlimmer als Schäuble – wenn auch aus einem anderen Grund ;-)

  22. Pingback: Stolperfalle Internet - TV-Guckbefehl - B-Seite

  23. Hab meine Ausbilderin aus der Personalabteilung auch bei einer bekannten Internetplattform für Studenten (oder auch nicht), damit Sie sich die Seiten und von Bewerbern anschauen konnte. Jetzt ist sie, denke ich unter einen anderen Namen angemeldet. Aber das würd ich doch auch machen.

  24. Also es wäre recht dämlich wenn man im Vorstellungsgespräch auf so etwas angesprochen wird. Das könnte man schnell als Diskriminierung interpretieren, wenn ein Bewerber wegen eines Blogeintrags, der die Person selbst betrifft und nicht sein Arbeitsverhalten, nicht einstellt. Wobei in Zeiten wo ein Arbeitszeugnis nur abgestuft wird zwischen gut, sehr gut und überragend wären sicherlich auch kritische Anmerkungen zum Arbeitsverhalten ganz schnell ein Thema für die Justiz.
    Ich selbst bin zwar nicht von dem Problem betroffen und ich kenne leider (oder zum Glück?) auch niemanden, dem so etwas widerfahren ist, aber ich habe schon ein paar Mal darüber nachgedacht, welche Sachen die im Netz von mir herumgeistern, vielleicht irgendwann mal zu meinem Nachteil werden könnten. Gerade im Internet, wo alles, was einmal veröffentlicht wurde, ruckzuck die Runde macht und danach nicht mehr umkehrbar entfernt werden kann, sollte man sich das Problem ab und an schon noch bewusst machen. Grundsätzlich habe ich nichts zu verbergen, aber wer hat schon keine Leichen im Keller?

  25. Pingback: :: blazilla.de ::

  26. Also mir ist so etwas auch noch nicht passiert, aber meinen Blog gibt es ja auch noch nicht so lange. Einige meiner Kollegen lesen meinen Blog regelmäßig und sprechen mich manchmal darauf an, was ich letztens geschrieben habe. Aber ehr positive Reaktion oder neutral.
    Als ich meinen Blog gerade eingerichtet hatte, hat ein guter Bekannter von mir gesagt hat, dass er mir nur den Tipp geben kann, nicht so viel über mich im Netz preiszugeben. Er sagte, dass man bei sowas vorsichtig sein soll. Und in gewisser Weise hat er ja auch Recht.
    Das Einzige, wobei ich aufpasse, ist, dass ich im Voraus nicht in meinen Blog schreibe, wo ich wann sein werde und wann ich nicht zu Hause bin. Ansonsten schreibe ich nichts in meinen Blog, was mit meinem Arbeitgeber zu tun hat. Das geht keinen was an. Meistens nur Tipps und Empfehlungen, Zitate und Erlebnisse. Eine politische Meinung spare ich mir ebenfalls, von daher darf jeder Personalchef gerne nach meinem Namen im Internet suchen und sich ein Bild über meine Einträge im Blog machen. Es ist erstens für andere eine gute Hilfe, wenn sie von meinen Tipps profitieren und für mich eine gute Hilfe, wenn ich selbst mal etwas nachschlagen möchte, was ich irgendwo gelesen oder gehört oder gelernt habe.

  27. Pingback: Renates Welt

  28. Pingback: Der Blog als Imageschaden | QuerBlog

  29. Pingback: Karrierefalle Internet: Beitrag im Schweizer Fernsehen - JobBlog

  30. Pingback: Karrierefalle Internet: Marcel Widmer in der FAZ Online - JobBlog

  31. […] und die dadurch eine Stelle nicht bekommen haben, für den sie sich beworben haben […]

    Autsch!

    Nicht geeignet für Bereiche der Kundenkommunikation *notier*

    :-)

  32. @jajaja:
    Erstes Dankeschön für den Hinweis – ist korrigiert!

    Nicht geeignet für Bereiche der Kundenkommunikation

    Zweites Dankeschön für die überaus fundierte Berufsberatung! ;-)

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Die NZZ über Schweizer Blogs

Die NZZ Online berichtet heute über Schweizer Blogs: Der Unternehmer, ein Admiral und ein «Schweizer Fräulein». Der Unternehmer? Peter Hogenkamp...

Schließen