Werden Sie zum Life-Leader!

Vielleicht können Sie sich noch gut erinnern …

Es ist Weihnachtszeit und in vier Tagen ist Sylvester. Die Zeit, in der Sie es etwas ruhiger nehmen können – Sie haben’s sich verdient! Sie machen es sich in Ihrem Wohnzimmer gemütlich und lassen das zu Ende gehende Jahr Revue passieren: „Was hat sich ereignet?“, „Was habe ich erreicht, was nicht?“, „Womit bin ich zufrieden, womit nicht?“

Wie Ihre Bilanz ausfällt, kann ich nicht wissen. Ziemlich sicher bin ich mir hingegen, was Ihre nächsten Gedanken betrifft: „In Zukunft werde ich mir wieder mehr Zeit für meine Familie nehmen“, „Ab sofort werde ich mir mehr Freiräume schaffen für Gespräche mit meinen Mitarbeitern“, „Im kommenden Jahr werde ich mich wieder regelmässig mit Freunden zum Tennisspielen verabreden“ oder so ähnlich. Stimmt’s?

„Time outs“ sind ungewohnt, aber wichtig
In solchen Momenten ist plötzlich Zeit für „komische“ Fragen: „Macht mir meine Arbeit wirklich Spass?“, „Was würde ich arbeiten, wenn ich völlig frei entscheiden könnte?“, „Bin ich mit meiner Beziehung zufrieden?“, „Wie nah sind mir meine Freunde?“ Bedrohliche Fragen, wenn wir darauf keine befriedigenden Antworten finden.

Aber solche „Time outs“ sind gerade in einer hektischen, schnelllebigen Zeit sehr wichtig, wenn wir ein er-fülltes (statt ge-fülltes!) Leben führen möchten. Mit diesem Thema habe ich mich auch schon im Leadership Navigation Praxistipp „Abstand gewinnen und (wieder) durchstarten“ auseinandergesetzt (Sie finden den entsprechenden Link am Ende des Artikels).

Dazu brauchen wir kreative Ideen, um neue Lösungswege zu entwerfen, um zu agieren. Und Kreativität unter Zeitdruck ist unmöglich: in einer solchen Situation rufen wir (vermeintlich) bewährte Lösungsmuster aus unserem Erfahrungswissen ab – wir reagieren.

Freiheit ist nicht Unabhängigkeit
Wenn wir durch unser heutiges Handeln dafür sorgen wollen, dass wir auch morgen ein glückliches und erfülltes Leben führen, dürfen wir Freiheit nicht mit Unabhängigkeit verwechseln.

Entscheidend ist dabei nicht, ob wir von anderen abhängig sind. Das sind wir immer, Entscheidend ist, ob wir die Abhängigkeit selbst gewählt haben – das ist unsere Freiheit! Und ob wir uns aus ihr wieder lösen können, wenn wir es wünschen.

Wenn wir „Life-Leader“ sein möchten, müssen wir permanent dafür sorgen, dass wir auch künftig nicht die Balance zwischen den vier Lebensbereichen verlieren, weil wir beispielsweise

  • unseren Arbeitsplatz verlieren (Bereich „Arbeit/Leistung“)
  • von unserem Lebenspartner verlassen werden (Bereich „Familie/Kontakt“)
  • einen Herzinfarkt erleiden (Bereich „Körper/Gesundheit“) oder
  • uns die Sinnkrise packt (Bereich „Sinn/Kultur“)

Life-Leader handeln proaktiv
Der erste Schritt besteht darin, eine Vision von unserem künftigen Leben zu entwickeln. Dies können wir nur, indem wir uns regelmässig –nicht nur einmal – ein „Time out“ nehmen und uns bezogen auf die vier Lebensbereiche fragen:

  • Was ist mir in diesem Bereich wirklich wichtig?
  • Woraus besteht für mich ein wirklich erfülltes Leben?
  • Was muss ich heute tun, damit ich auch morgen ein erfülltes Leben führen kann?

Erarbeiten Sie sich Ihre Lebensmission, damit Sie einen Massnahmenplan entwickeln können, um Ihre Lebensziele zu erreichen. Aber überfordern Sie sich nicht – weniger ist hier oft mehr!

Beziehen Sie auch Personen, die Ihnen wichtig sind, in Ihre Lebensplanung ein. Denn nur dann können Sie mit ihnen die nötigen Kompromisse schliessen, damit sie gemeinsam erreichen können, was ihnen wirklich wichtig ist.

6 Tipps für Life-Leaders

  1. Formulieren Sie Ihre persönliche Lebensmission: eine persönliche Mission hilft Ihnen, Sinn und Richtung Ihres Lebens zu erkennen.
  2. Weniger ist meistens mehr: nehmen Sie sich nicht zuviel vor und verplanen Sie nicht alles, sonst werden Sie unflexibel und stressen sich und andere.
  3. Setzen Sie Prioritäten: kümmern Sie sich periodisch um Ihre Prioritäten zur Erreichung Ihrer Ziele.
  4. Sorgen Sie für eine ausgewogene Balance: der Schlüssel zu Ihrem Erfolg liegt in der qualitativen Balance zwischen den Lebensbereichen.
  5. Konzentrieren Sie sich immer auf das Wesentliche: nur die konsequente Konzentration auf das Wesentliche im privaten und beruflichen Bereich ermöglicht Ihnen ein erfülltes Leben.
  6. Achten Sie auf die Dringlichkeits-Falle: tappen Sie nicht in die Dringlichkeits-Falle: richten Sie sich nach der Wichtigkeit Ihrer Ziele.

Hier finden Sie meinen vollständingen Artikel:
Durch proaktive Lebensgestaltung zur Life-Leadership

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Erfolgreiche Teamarbeit auf allen Ebenen

Teamarbeit ist eine komplexe Angelegenheit und deshalb oft schwierig. Offene oder verdeckte Konflikte belasten das Klima, Machtspiele kosten Zeit und...

Schließen