Werte schaffen, nicht Geld verdienen

Martin Roell, ein gefragter Berater rund um die Unternehmenskommunikation, erklärt mit einem realen Beispiel aus seinem Alltag, warum es für Berater aus seiner Erfahrung durchaus Sinn macht, keine fix festgelegten Honorare zu haben.

[…] Hätte ich meinen alten Standard-Tagessatz hier genannt, hätte es […] wahrscheinlich keinen Abschluss gegeben.

Das wäre schade gewesen, denn ich glaube, dass wir hier zusammenarbeiten können! Damit wir das aber tun können, müssen wir uns vom dem Konzept von „Kosten“ eines Seminars und dem Tagessatz lösen und darüber nachdenken, was eigentlich erreicht werden soll: wo eigentlich der Wert in diesem Seminar – für die Teilnehmer und für den Veranstalter – liegt.

Das ist natürlich riskant, denn in diesen Überlegungen könnte herauskommen, dass das Seminar gar nicht sinnvoll ist! Ich, als der für das Seminar angefragte Referent, stünde dann ohne Seminar da. Ich hätte mich selber aus dem Geschäft geschossen! […]

Auf den zweiten Blick aber ist es eine Investition in die Klientenbeziehung. Ich hätte dem Klienten geholfen, eine bessere Entscheidung zu treffen. Vermutlich könnten wir nun ziemlich gut darüber sprechen, wie wir zusammen arbeiten können. Das, was daraus entsteht, ist vermutlich wertvoller, als ein Standard-Tagessatz.

Ich habe Pros und Cons von fixen Honoraren gegeneinander abgewogen. Und bin zum Schluss gekommen, dass ich mit fixen (und offen publizierten) Honoraren arbeiten will.

Martins Gedanken (hier sein vollständiger Artikel) regen mich nun an, meine Honorarpolitik zu überdenken … Danke, Martin :-)

Vielleicht haben Sie weitere Aspekte aus Ihrem eigenen Umgang mit Beraterhonoraren? Dann freue ich mich auf Ihre Erfahrungen in einem Kommentar!

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